voestalpine-Standort in Zeltweg seit 10 Jahren CO2-neutral 3 Minuten Lesezeit
Umwelt

voestalpine-Standort in Zeltweg seit 10 Jahren CO2-neutral

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

voestalpine Railway Systems, globaler Marktführer für komplette Bahninfrastruktursysteme, betreibt am Standort Zeltweg das größte Weichenwerk Europas. Durch die konsequente Umsetzung von Energiespar- und -effizienzmaßnahmen und die Nutzung eines eigenen Kleinwasserkraftwerkes sowie von Abwärme und Fernwärme aus Biomasse weist dieses seit nunmehr zehn Jahren eine positive CO2-Bilanz aus.

Auch am Standort Leoben-Donawitz, wo sich neben der Stahl- auch die Schienenproduktion befindet, setzt voestalpine auf ressourcenschonende Technologien und die Eigenstromerzeugung einerseits mittels Wasserkraft und andererseits durch Verwertung der entstehenden Prozessgase, wobei die Energieausbeute zuletzt um bis zu 20 GWh pro Jahr erhöht werden konnte.

Investition in Energie- und Ressourceneffizienz

Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 beliefen sich die Umweltaufwendungen des voestalpine-Konzerns auf einen Rekordwert von 315 Mio. Euro, rund 63 Mio. Euro davon entfielen auf die Metal Engineering Division. Der steirische Standort Zeltweg ist in punkto Umweltstandards ein Paradebeispiel für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und den Einsatz modernster, umweltfreundlicher Technologien.

Luftaufnahme voestalpine-Standort Zeltweg

voestalpine-Standort Zeltweg: Seit 10 Jahren CO2-neutral.

Die nunmehr zehnjährige positive CO2-Bilanz des Zeltweger Werks unterstreicht, dass voestalpine Railway Systems nicht nur mit innovativen Bahnsystemen zu einem nachhaltigen Verkehr beiträgt, sondern auch in der Produktion höchsten Wert auf Energie- und Ressourceneffizienz legt.

Innovatives Umweltmanagement

Knapp 90 Prozent ihres Strombedarfes am Standort Zeltweg deckt voestalpine Railway Systems, Teil der Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns, durch ein Kleinwasserkraftwerk an der Pöls. Jährlich werden dort 12.000 MWh Strom erzeugt, was nahezu dem Jahresverbrauch aller Zeltweger Haushalte entspricht.

Kraftwerk Pöls Steiermark

Der Energieüberschuss in den Nachtstunden und an Wochenenden wird ins öffentliche Netz eingespeist, was sich zusätzlich positiv in der CO2-Bilanz des Weichenwerks auswirkt. Darüber hinaus wird ein Großteil der Heizenergie aus einem Biomassekraftwerk und aus Abwärme von einem Papier- und Zellulosewerk in der Region bezogen. Weitere Projekte zur Optimierung des Energieverbrauchs sind in Planung: Mittelfristig sollen etwa der noch verbliebene 25-prozentige Anteil fossiler Heizungsenergie vollständig auf CO2-neutrale Fernwärme umgestellt und die derzeit mit Erdgas betriebenen Stapler durch elektrische Fahrzeuge ersetzt werden.

Montagehalle voestalpine in Zeltweg

Effizientere Nutzung von Wasserkraft in Leoben-Donawitz

Auch an ihrem Hauptsitz in Leoben-Donawitz forciert die Division die Implementierung nachhaltig wirksamer Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz. Zuletzt konnte der Wirkungsgrad der Eigenstromerzeugung aus Prozessgasen im unternehmenseigenen Kraftwerk um bis zu 20 GWh pro Jahr gesteigert werden. Zusätzlich können über technische Optimierungen im Betrieb des Kraftwerkblocks jährlich rund 6.000 MWh eingespart werden. An der Sinteranlage der voestalpine Stahl Donawitz GmbH wurde zudem erst kürzlich ein neues Prozessabgasgebläse in Betrieb genommen, das deutlich weniger Strom als bisher verbraucht. Weitere Investitionen flossen in die Verbesserung von Kühl- und Abwassersystemen und in die thermische Sanierung von Betriebsgebäuden.

Christopher Eberl