Extremste Flugakrobatik beim Red Bull Air Race 3 Minuten Lesezeit
Luftfahrt

Extremste Flugakrobatik beim Red Bull Air Race

Viktoria Steininger (Karenz)
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

So leicht wie möglich, so stabil wie nötig – die Grundformel für ein wirtschaftlich betriebenes Flugzeug klingt simpel. Denn Gewicht und Kraftstoffverbrauch stehen in einem direkten Verhältnis. Und je leichter ein Flugzeug ist, desto mehr Fracht oder Passagiere kann es befördern.

Red Bull Air Race

Red Bull Air Race am Red Bull Ring. Foto: Red Bull Content Pool

Deshalb sind extrem hochwertige Strukturteile, etwa die von der voestalpine hergestellten Triebwerksaufhängungen, in der Produktion großer Verkehrsmaschinen unverzichtbar – zum Beispiel im Pylon des Airbus A380, einem an der Tragfläche des Flugzeugs montierten Träger, an dem das Triebwerk befestigt wird.

Um maximale Stabilität bei möglichst schnellen Flugmanövern geht es auch in einer anderen Luftfahrtdisziplin: dem Red Bull Air Race. Denn bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 370 km/h in einer Flughöhe von nur 15 Metern über dem Boden müssen sich die tollkühnen Piloten auf ihre stets im Grenzbereich fliegenden Maschinen verlassen können.

Bei der Konstruktion des leichten, aber hochfesten Stahlrohrrahmens des von den meisten Teams eingesetzten Kunstflugzeugs Zivko Edge 540 sind daher computergesteuerte Optimierungsprozesse und Simulationen von großer Bedeutung. Schließlich sind beim Air Race Beschleunigungskräfte von bis zu 10 G auszuhalten – doppelt so viel wie in der Formel 1!

Mit der Red Bull Air Race Saison 2016 erhöht sich dank neuer Piloten und einem geänderten Reglement die Spannung. Eine neue Zeitwertung lässt die Skills von Piloten und Teams noch wichtiger werden. Das nächste Rennen der Serie findet am 23. und 24. April in Spielberg statt. Das Air Race macht dort bereits zum dritten Mal Station. Besonderer Fokus liegt diesmal auf dem Österreicher Hannes Arch, Lokalmatador und Air Race Sieger 2008, der endlich seinen ersten Sieg vor der heimatlichen Alpenkulisse feiern will.

Landebahn direkt neben dem voestalpine wing

In Spielberg kommen die Fans den Piloten und ihren Flugzeugen zudem extrem nah: Die Landebahn der ranghöchsten Master Class befindet sich direkt neben dem voestalpine wing. Und zusätzlich zu den atemberaubenden Flugmanövern begeistert ein sattes Rahmenprogramm mit Stuntshows, den Flying Bulls, dem Red Bull Skydive Team, Showruns, Flugzeug- und Helikopterausstellungen und Kunstflugweltmeisterin Aude Lemordant die Zuschauer.

Übrigens dürfte das Red Bull Air Race das einzige Rennen der Welt sein, bei dem auch in der Streckenbegrenzung enorme Leichtbau-Expertise steckt: Das Nylongewebe der 25 Meter hohen Pylonen auf dem rund fünf Kilometer langen Slalomkurs ist halb so leicht wie Schreibpapier. Es zerreißt aus Sicherheitsgründen sofort, wenn die Propellerflugzeuge einen der Pylonen berühren.

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Viktoria Steininger (Karenz)