Wetter: Schlecht. Geschäfte: Gut. 2 Minuten Lesezeit
Luftfahrt

Wetter: Schlecht. Geschäfte: Gut.

Volkmar Held

Farnborough 2016: Was ein Großflugzeug aushalten kann, übersteht eine Luftfahrt-Messe nicht so leicht. Trotz verheerenden Wetters zeigt sich BÖHLER Aerospace zufrieden.

Die Wetterlage zur 2016er Auflage der Farnborough International Airshow (FIA) veränderte radikal die Gesprächspläne. Trotzdem kann die Messe Abschlüsse über mehr als 120 Mrd. USD vermelden.

FIA – Eine der Größten

Farnborough Flugshow

Bei der Flugshow erwiesen sich die Flugzeuge als wetterfest

Die Airshow im nur 50 Kilometer von London entfernten Farnborough (Ham.pshire) ist neben der Paris Air Show die weltgrößte Messe für Luftfahrttechnik. 2016 vermeldete sie allein 856 Flugzeugbestellungen, die während der vier Business-Days abgeschlossen wurden.
Als bedeutende Zulieferer für Flugzeugteile sind seit 1982 BÖHLER-Gesellschaften (damals noch die Vereinigte Edelstahlwerke AG) hier vertreten. Auch 2016 präsentierten sie sich gemeinsam erfolgreich als BÖHLER Aerospace.

Treffen mit Top-Kunden

FIAAuf der 50. FIA – nach inoffizieller Zählweise – trafen sich vom 11. bis 15. Juli 2016 Top-Hersteller und -lieferanten zur Vertiefung langwährender oder Anbahnung neuer geschäftlicher Kontakte. Thomas Kornfeld, Geschäftsführer der BÖHLER Schmiedetechnik, zeigt sich zufrieden: „In zahlreichen Gesprächen mit Entscheidungsträgern der Flugzeughersteller und ihrer Tier-1-Zulieferer konnten wir uns klar als ein Top-Zulieferer auf dem Gebiet von Materialien, Strukturteilen und Komponenten aus hochlegiertem Stahl sowie Titan- und Nickelbasislegierungen behaupten.“

Umfeld positiv, Wetter schlecht

Die Luftfahrtindustrie zeigt nach wie vor einen anhaltenden Aufwärtstrend. Wie Thomas Kornfeld feststellt, reagierten die Gesprächspartner durchaus positiv auf die Informationen der BÖHLER-Gesellschaften über aktuelle Investitionspläne. Gemeinsam habe man in Farnborough zukünftige Geschäftsmöglichkeiten ausloten können.

Traditionell werden auf der FIA die ersten Messetage für Businesstermine genutzt. „Dieses Procedere hat sich in diesem Jahr bewährt“, schmunzelt der Böhler-Geschäftsführer. „Die FIA erwies sich als nicht so wetterfest wie die ausgestellten Flugzeuge und musste zeitweise evakuiert werden.“ Die Geschäfte hätten darunter allerdings nicht gelitten.

"In zahlreichen Gesprächen mit Entscheidungsträgern konnten wir uns klar als ein Top-Zulieferer auf dem Gebiet von Materialien, Strukturteilen und Komponenten aus hochlegiertem Stahl sowie Titan- und Nickelbasislegierungen behaupten."
Thomas Kornfeld, Geschäftsführer der BÖHLER Schmiedetechnik

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