KTM setzt auf Motorrad-Rahmen aus Stahl 2 Minuten Lesezeit
Mobilität

KTM setzt auf Motorrad-Rahmen aus Stahl

Viktoria Steininger
Holds editorial responsibility for blog topics, is researching and writing articles. Her stories give insights into the world of the voestalpine Group.

Der Spezialist für Sportmotorräder KTM setzt bei seinen Modellen auf Stahlrahmen. Die Basis dafür sind kaltgezogene Profilrohre, wie sie von voestalpine Rotec GmbH produziert werden.

KTM entwirft, entwickelt und baut hochwertige Motorräder und setzt dabei auf Gitterrohr-Rahmen aus Stahl. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die meist Aluminiumrahmen verwenden, baut KTM aufgrund des erarbeiteten Know-hows und der Konzernphilosophie auf dieses Konzept. Und das sogar in der Königklasse des Motorrad-Rennsports, der MotoGP.

Heimrennen am Red Bull Ring

Stahl-Gitterrohr-Rahmen

Stahl-Gitterrohr-Rahmen

Einen ersten Eindruck von der Performance der KTM RC16 erhielten die Fans am 11.-13. August 2017 beim MotoGP Heimrennen in Spielberg: KTM Factory Racing Team, das als einziges Team auf einen modernen Stahlrahmen setzt, feierte diese Saison seinen Einstand in der MotoGP und belegte beim Rennen am Red Bull Ring den beachtlichen 10. Rang.

KTM RC16 – die Einzige mit Stahl-Gitterrohr-Rahmen

KTM ist mit ihrem Modell KTM RC16 das einzige Team im MotoGP, das auf einen Stahlrahmen setzt. Die Stahlrahmen werden auf Basis von kaltgezogenen Profilrohren hergestellt, die unter anderem von voestalpine Rotec GmbH im steirischen Krieglach produziert und geliefert werden. Durch die sogenannte Kaltumformung und die Verwendung von hochfestem Stahl erlangen die Profilrohre eine sehr hohe Festigkeit und sind damit dreimal so stabil wie Aluminium. Daher kann der Rahmen wesentlich dünner produziert und der Gewichtsunterschied beider Materialien ausgeglichen werden.

Einen wesentlichen Vorteil bringt der Stahlrahmen jedoch vor allem im Spitzensport: Die im MotoGP notwendige exakte Anpassung jeder Maschine an Sitzposition und Winkel des Fahrers lässt sich durch die schnelleren Arbeitsprozesse und die exzellente Verarbeitbarkeit mit Stahl viel zeitsparender ausführen.

Viktoria Steininger