FutureSteelVehicle – globale Road Show 2 Minuten Lesezeit
Mobilität

FutureSteelVehicle – globale Road Show

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Die führenden Stahlhersteller zeigten anhand des FutureSteelVehicles, dass eine Gewichtsreduktion von 35 % möglich ist. Im Zuge eines Kooperationsprojektes der WorldAutoSteel beteiligten sich insgesamt 17 internationale Stahlhersteller, darunter auch die voestalpine Stahl GmbH. Nun gehen die führenden Stahlhersteller damit auf globale Road Show.

Der Erfolg des FutureSteelVehicle spricht für sich. Durch den optimalen Einsatz moderner Stahlgüten und Verarbeitungstechnologien konnte das Gewicht der Rohkarosse um 35 % gesenkt werden. Da das Gewicht einer Batterie alleine schon 200 kg beträgt, sind Automobilhersteller vor allem im Sektor E-Mobilität besonders sensible für Gewichtseinsparungen.

Bei der Entwicklung war die voestalpine mit drei Divisionen beteiligt. Die Division Profilform brachte das Rollprofilieren als gewichtssenkende Methode ein. Das Know-How der Division Automotive erstreckt sich vom Einsatz lasergeschweißter Platinen, bis hin zur Fertigungstechnik. Die Division Stahl brachte ihre Expertise beim Einsatz von hoch- und höchstfesten Güten ein. Mithilfe dieser Technologien ist man gewappnet, um Alternativwerkstoffen wie Aluminium, Karbonfaser oder Magnesium Paroli zu bieten. Großer Vorzug von Stahl ist, dass die genannten alternativen Werkstoffe zwar leichter sind als Stahl, jedoch energieintensiver in der Herstellung. Darüber hinaus lassen sich diese schwerer verarbeiten und werden aus Kostengründen bei Serienmodellen mit großer Stückzahl nur begrenzt eingesetzt.

Ziel des Kooperationsprojekts war die gemeinschaftliche Entwicklung einer Stahl-Leichtbaukarosserie mit Zeithorizont 2020 durch Einsatz modernster Stahlwerkstoffe und -verarbeitungstechnologien. Das Ganze findet unter Einhaltung der ab 2020 geltenden Crash-Sicherheitsstandards vor dem Hintergrund neuer Antriebskonzepte und CO2-Emissionsregelungen für Automobilhersteller sowie ihre Auswirkungen auf Fahrzeugarchitektur, Werkstoffe und Bauteile, statt.

Die führenden Position von Stahl im Automobilbau wurde im Hinblick auf die zukünftigen Mobilitätsherausforderungen weiter gestärkt. Die im Rahmen von FutureSteelVehicle gewonnen Erkenntnisse und Entwicklungen können über E-Mobilität hinaus eingesetzt werden.