CO2-Regulierung sorgt für starkes Wachstum im Leichtbau 2 Minuten Lesezeit
Mobilität

CO2-Regulierung sorgt für starkes Wachstum im Leichtbau

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Bis 2020 müssen europäische Autohersteller die durchschnittlichen CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge auf unter 95 Gramm pro Kilometer senken. Ansonsten drohen ihnen Strafzahlungen von durchschnittlich 4.000 Euro pro Fahrzeug.

CO2-Regulierung sorgt für starkes Wachstum im Leichtbau Um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren, muss der Anteil von Leichtbauteilen gesteigert werden. Denn, je leichter der Werkstoff, desto geringer der Emissionsausstoß während der Autofahrt. Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company dürfte demnach der Jahresumsatz von Leichtbauteilen aus hochfestem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff bis 2030 von ca. 70 Milliarden auf mehr als 300 Milliarden Euro steigen.

Peter Schwab, Forschungsleiter des voestalpine-Konzerns, ist davon überzeugt, dass „jeder Werkstoff seine speziellen Vorzüge und Einsatzgebiete hat und es gilt diesen Platz nur entsprechend zu nutzen.“ Hybridverbindungen und Materialmixe sind Zukunftsthemen bei denen das Verbindungsthema gelöst werden muss. Auch McKinsey & Company zeigen auf, dass sich je nach Fahrzeugklasse unterschiedliche Leichtbau-Materialmixe rechnen. Beispielsweise eignet sich für Klein- und Mittelklassefahrzeuge ein konventioneller Mix mit 50 % hochfestem Stahl. Hochfester Stahl konnte seinen Marktanteil in der Automobilindustrie von 15 % auf 40 % steigern und bleibt damit einer der wichtigsten Leichtbaustoffe. „Stahl ist ein toller Werkstoff mit super Eigenschaften und er ist sehr variabel einsetzbar, beispielsweise von weich verformbar bis irrsinnig hart“, erläutert Peter Schwab die wesentlichen Vorteile des Werkstoffs.

Die zukünftigen Entwicklungen im Automobilsektor werden sich verstärkt Hybridbauweisen und dem stahldominierten Mischbau widmen. Außerdem wird sich im Bereich von kohlefaserverstärktem Kunststoff und Aluminium einiges tun. Auch Peter Schwab gewährt einen Blick in die Zukunft: „Stahl wird sein Entwicklungspotential weiter ausspielen, möglicherweise sogar seine Dichte oder seine Steifigkeit verbessern.“