Bits und Bikes: Das indische “Metropolis” 2 Minuten Lesezeit
Mobilität

Bits und Bikes: Das indische “Metropolis”

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Was das Silicon Valley für die USA ist, stellt Bangalore für die IT-Branche von Indien dar. In und um diese High-Tech-Metropole leben rund zehn Millionen Menschen. Die Verkehrsinfrastruktur hält damit aber noch nicht Schritt. Deshalb wird in eine neue Metro investiert, die bereits in zwei Jahren rund 1 Million Passagiere befördern soll - und zwar pro Tag.

Softwaremetropole

SoftwaremetropoleIBM, Cisco Systems, Novell, Texas Instruments, Oracle, Dell oder Intel – man findet sie alle an einem Ort. Allerdings ist nicht von Kalifornien die Rede, sondern vom ebenso sonnigen Bangalore, der Hauptstadt der südindischen Provinz Karnataka.

“I want to ride my bike”
– die Stadt mit den meisten Motorrädern weltweit

In den vergangenen Jahren hat  sich die Stadt zur Softwaremetropole schlechthin entwickelt, die berühmten, gut ausgebildeten „IT-Inder“ haben hier in großer Zahl ihre Arbeitsplätze. Doch wer sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt bewegen will, gewinnt nicht unbedingt den Eindruck von Hightech: Straßenbahnen gibt es nicht, dafür sind die rund 4.000 Busse hoffnungslos überfüllt. Man ist auf den Individualverkehr angewiesen, und der macht Bangalore zur Stadt nicht nur zur Radlermetropole, sondern zur Stadt mit den meisten Motorrädern weltweit.

SoftwaremetropoleDie Entwicklung der Verkehrs-Infrastruktur konnte mit dem wirtschaftlichen Boom der vergangenen Jahre nicht Schritt halten. Doch das soll bald Vergangenheit sein. Derzeit baut man in Bangalore zwei U-Bahn-Linien. Mit dabei: die VAE: Das voestalpine-Unternehmen, weltweiter Markt- und Technologieführer in der Weichentechnologie, liefert für dieses Projekt rund 160 Weichen.

Bis 2021 soll die Metro pro Tag ganz Niederösterreich befördern.

Die Kernkomponenten kommen aus den VAE-Produktionen in Österreich und Spanien, aber auch ost- und nordosteuropäische VAE-Töchter sind involviert.

SoftwaremetropoleSoftwaremetropole

“Gehoben” wird übrigens nicht nur das große Potenzial des indischen Bahnmarktes, sondern auch die Metro selbst. Aus Kostengründen wird sie nämlich zum Teil auf Viadukten geführt. Die Bahn startet im Stadtzentrum und geht wie ein Spinnennetz nach außen. Das alles soll zu einem Bangalore führen, das „on the move“ ist, wie die Metrogesellschaft auf ihrer Homepage wirbt.

2011 will man über eine Millionen Menschen täglich transportieren, bis 2021 rechnet man mit 1,6 Millionen pro Tag. Das entspricht der Bevölkerung Niederösterreichs. Um diese Massen zu bewältigen, benötigt man gutes Material und Hightech – entsprechend hart ist der Wettbewerb bei derartigen Projekten in der fünfgrößten Stadt Indiens.

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