Umweltschutz durch Performance – auf Europas größter Verkehrsforschungskonferenz TRA 3 Minuten Lesezeit
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Umweltschutz durch Performance – auf Europas größter Verkehrsforschungskonferenz TRA

Mareike Felhofer

Von 16. bis 19. April fand in der „Messe Wien“ Europas größte Verkehrsforschungskonferenz, die „Transport Research Arena“ (TRA), statt. Die perfekte Bühne, um voestalpine als Technologie- und Innovationsführer im Bereich Eisenbahninfrastruktur zu präsentieren.

Unter dem Motto “A digital era for transport – Solutions for society, economy and environment” trafen sich auf der TRA 2018 etwa 3.000 internationale Experten, um über Entwicklungen und Forschungsergebnisse im Bereich Mobilität zu sprechen. Damit passte die TRA mit den diesjährigen Schwerpunkten Digitalisierung und Umwelt genau zum Verständnis von Mobilität der Metal Engineering Division der voestalpine.

Beitrag zur Nachhaltigkeit

c-regine-schoettl-9810Der Umweltgedanke ist in der Metal Engineering Division ein wesentlicher Faktor der Corporate Social Responsibility. So betreibt die Division etwa das größte Weichenwerk Europas völlig CO2-neutral. Andererseits ist das System Bahn – Kerngeschäft der Division – das mit Abstand ökologisch effektivste Verkehrsmittel und trägt mit nur rund 1,8 % den kleinsten Anteil in der EU zu den CO2-Emissionen im Bereich Transport bei. Spätestens mit den Klimazielen, die sich die EU gesteckt hat, tut die Politik also gut daran, auf Schienenverkehr zu setzen. Dass dies aber ohne umfassende Digitalisierung, ohne Diagnose- und Monitoringsysteme, ohne Data Analytics und präventive Instandhaltungsregimes heute nicht mehr umsetzbar ist, wird auch auf höchster Ebene verstanden.

"Unsere Gesellschaften sind als Technologieführer und Innovationspioniere im Bahnfahrweg anerkannt, und werden deshalb auch von den europäischen Institutionen gehört. Das bedeutet allerdings, dass man von uns nicht nur hochentwickelte Produkte und Lösungen erwartet, sondern ebenso einen strategischen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Systems Bahn."
Martin Platzer, Senior Vice President, voestalpine Schienen GmbH

„Performance on Track“

c-regine-schoettl-9854Denn mit einer höheren Beanspruchung des Bahnsystems steigen auch die Anforderungen daran und zu oft wird im öffentlichen Beschaffungswesen noch auf das Billigstbieterprinzip gesetzt, das ökologische Kriterien oder Faktoren wie Verfügbarkeit, Performance oder Kosten – nicht nur bei der Anschaffung, sondern über den ganzen Lebenszyklus – außen vor lässt. Um sich gegen andere Transportmittel zu behaupten, benötigen Bahnbetreiber allerdings eine leistungs- und wettbewerbsfähige Infrastruktur. „Performance on Track“ lautete daher ein Slogan, mit dem die Metal Engineering Division ihren Stand auf der TRA 2018 versehen hat. Nicht zufällig auch der Claim der brandneuen Zusammenführung der Geschäftsbereiche „Schiene“, „Weichensysteme“ und „Signaltechnik“ unter dem Namen „voestalpine Railway Systems“.

Beste Voraussetzungen

Ziel der Teilnahme war es, sich erstmals öffentlich als Gesamtanbieter für Eisenbahninfrastrukturlösungen zu präsentieren, erklärt Frederick Kübler, Geschäftsführer der voestalpine Schienen GmbH: „voestalpine Railway Systems ist nicht einfach eine Dachmarke, sondern es geht auch um Synergien zwischen den Bahnunternehmen der Division. In Zukunft werden wir ergänzend zu hochqualitativen Produkten verstärkt Lösungen für das Gesamtsystem Bahninfrastruktur anbieten. voestalpine ist der einzige Konzern der Welt, der alle Schlüsselkomponenten – Weichen, Signaltechnik, Schienen und Services – dafür im Haus hat und jede davon in einer sehr starken Position.“

"Neben der Innotrans ist die TRA eine der wichtigsten Veranstaltungen des Jahres. Während aber die Innotrans die weltgrößte Bahnmesse für Kunden und Industrie ist, sind hier viele Meinungsmacher, die politische Weichen stellen."
Frederick Kübler, Geschäftsführer voestalpine Schienen GmbH

Verantwortung über die Zeit

Die Metal Engineering Division trat auf der TRA 2018 als Aussteller und Goldsponsor der Veranstaltung auf. Im dichten Programm der Präsentationen fand sich aber auch der Vortrag von Jochen Holzfeind, CTO der voestalpine VAE GmbH, der ebenfalls behandelte, wie ökonomische und ökologische Faktoren bei einer effizienten Bahninfrastruktur Hand in Hand gehen: „Jetzt ist die Zeit gekommen, um dem Umweltgedanken, etwa bei Ausschreibungen, mehr Beachtung zu schenken. Wir sehen unsere Verantwortung hier in der Lieferung von hochwertigen Ausgangsprodukten, aber auch danach, in den Services entlang des Lebenszyklus, über die Strecke und über die Zeit.“

"Neben der Entwicklung innovativer Technologien und Methoden zur Gewährleistung der geforderten Verfügbarkeit und Senkung der Gesamtsystemkosten sehen wir die Berücksichtigung der Umweltauswirkungen als wichtigen Beitrag an der Wertschöpfung für unsere Kunden."
Jochen Holzfeind, CTO voestalpine VAE GmbH