Digitalisierung der Bahn auf Vormarsch 2 Minuten Lesezeit
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Digitalisierung der Bahn auf Vormarsch

Volkmar Held

Die Digitalisierung des Bahntransports schreitet zügig voran. Die Grundlage stellt ein umfassendes digitales Monitoring der Bahnsysteme – Stichwort Smart Data – dar. voestalpine unterstützt Betreiber am Weg zur „digitalen Bahn“.

Fast 85 Prozent der Trucks auf unseren Straßen werden bereits in Real-Time kontrolliert und gesteuert. Präzise Wegemessung, Informationen zu Verschleiß und Fahrzeugzustand und ein exaktes Flottenmanagement geben ihnen einen Vorsprung gegenüber dem ökologisch sinnvolleren Schienentransport. Doch die Aufholjagd der Bahn hat begonnen.

Kooperation nötig

Nur gemeinsam können Industrie und Infrastrukturbetreiber der Herausforderung einer umfassenden digitalen Überwachung von Strecken bzw. rollendem Material begegnen. Der Fokus richtet sich insbesondere auf die maximale Verfügbarkeit der Bahnnetze, die Reduzierung der Lebenszykluskosten (LCC) sowie eine positive Ökobilanz. Dominierendes Instrument ist ein umfassendes digitales Monitoring der Bahnsysteme.

© Priestman Goode

© Priestman Goode

Datenjäger und -sammler: voestalpine Railpro

„Digitale Bahn“ bedeutet die Sammlung und Verarbeitung gewaltiger Datenmengen. Als „Smart Data“ werden sie, in nutzerspezifisch aufbereiteter Form, den Betreibern und deren Auftragnehmern zur Verfügung gestellt. Wie dies gemeistert werden kann, zeigen die voestalpine-Gesellschaft Railpro gemeinsam mit der niederländischen Bahnverwaltung ProRail:

  • Railpro stattet Gleis- und andere Anlagen mit RFID-Sensoren aus;
  • Die Sensoren sind mit Messsystemen in Zügen verbunden;
  • ProRail erfasst die Daten und das beauftragte Engineering-Unternehmen stellt Basis-Informationen zu Beschaffung und Wartung bereit.

„Smart Data“ im Einsatz

Analyse und Aufbereitung der riesigen Datenmengen bilden die Grundlagen für performance- und LCC-orientierte Entscheidungen. Smart Data können den Infrastrukturbetreibern, Systemlieferanten und Bauunternehmen dazu umfassende Informationen zur Verfügung stellen. Sie liefern auch die Basis für die Implementierung des MEAT-Prinzips („Most Economically Advantageous Tender“ – „wirtschaftlich günstigstes Angebot“) für öffentliche Ausschreibungen.