6 Innovationen, die die Zukunft von Bahn und Metro verändern 3 Minuten Lesezeit
Bahn

6 Innovationen, die die Zukunft von Bahn und Metro verändern

Viktoria Steininger (Karenz)
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Die hohe Veränderungsgeschwindigkeit in Technologie, Umwelt und Demografie führt zu bedeutenden technischen Innovationen im Bereich Bahn und Metro. Wie aber wird der Schienenverkehr der Zukunft aussehen? Hier sind sechs der größten Innovationen.

Bahn der Zukunft

Foto: Andreas Vogler

Durch die fortschreitende Urbanisierung steigen die Anforderungen an Infrastruktur und damit auch die Abhängigkeit von der Schiene. Innovationen sind deshalb nötig, um den zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

  1. Digitale Revolution

Der Schienenverkehr befindet sich in einer digitalen Revolution: Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ermöglicht es, mithilfe von integrierten Sensoren Auswertungen und Überwachungen in Echtzeit zu liefern, Probleme zu erkennen, bevor sie zu Verspätungen führen, Wartungsarbeiten zu automatisieren und sicherzustellen, dass sich die Züge jederzeit zu 100 % am richtigen Ort befinden.

  1. Neue Stähle für Schienen

Auch bei den  Schienen  selbst ergeben sich Veränderungen, denn neue Stähle verbessern das Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht und erzielen dabei Werte, die den besten Titanverbindungen in nichts nachstehen. Werkstoffen wie Graphene tragen dazu bei, langlebigere Materialien herzustellen, die gleichzeitig extremen Wetterbedingungen besser standhalten und umweltverträglicher sind.

  1. Drohnen zur Problemerkennung

Unterdessen sind bereits heute hoch über den Schienen Drohnen dabei, Probleme aufzuspüren und die Wartungsarbeiter zu unterstützen; mit ihrer Hilfe werden auch unbefugte Eindringlinge und andere Gefährdungen erkannt.

  1. Virtuelle Realität

Dieses Schlagwort ist derzeit in aller Munde; bei dem Branchenriesen Bombadier ist die virtuelle Realität bereits in den Herstellungsprozess integriert. Nachdem Zeit- und Kostenprobleme der Technologie überwunden sind, wird nun in der VR-Produktion das 3D-Modell eines Produktes hergestellt und seine Funktionalität virtuell getestet, um es dann schneller und wirtschaftlicher auf den Markt zu bringen.

  1. Führerlose Züge

Die Metros von Kopenhagen und Dubai sind nur zwei Beispiele, wo führerlose Züge verkehren und die Automatisierung nimmt bei neuen Schienennetzen immer weiter zu. Wieso? Ein führerloses Schienennetz ist berechenbarer. Es kann in Zeiten, in denen viele Metrosysteme Probleme haben, die Nachfrage befriedigen, Kapazitäten voll ausnutzen und die Sicherheit erhöhen, weil es das Element „menschlicher Fehler“ außen vor lässt.

  1. Neue Energieformen

Umweltschutzinteressen und Sorgen um eine sichere Energieversorgung sowie sinkende Einführungskosten rücken neue Energieformen in den Fokus des Schienenverkehrs. Unter diesen stellt das  Flüssiggas LNG (Liquified Natural Gas) die vielleicht interessanteste Alternative dar. Es ist bereits bei einigen Schienenverkehrsgesellschaften in der Erprobung und bietet im Vergleich zu anderen fossilen und erneuerbaren Energielieferanten neben einem günstigen Preis und geringeren CO2-Ausstoß auch eine bewährte Regelstruktur.

 

Bahn der Zukunft

Foto: Priestman Goode

Herausforderungen, die mit Urbanisierung, raschem Bevölkerungswachstum und Klimawandel einhergehen, kommen nun auch in Regionen wie dem Nahen Osten an, wo bisher kein Interesse bestand, in Bahn und Schiene zu investieren und die nun deren Vorteile erkennen und nutzen. Solche Anforderungen und dynamische neue Entwicklungen wie die obig gelisteten führen dazu, dass öffentliche Verkehrsmittel nachhaltig und wettbewerbsfähig werden und eröffnen Zug- und Bahnverkehr eine spannende und erfolgreiche Zukunft.

Viktoria Steininger (Karenz)