Die lange Reise des Riesen 2 Minuten Lesezeit
Mobilität

Die lange Reise des Riesen

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Ein neuer Portalhubwagen ist bei der voestalpine, genauer gesagt bei der Logistiktochter Logistik Service GmbH (LogServ) im Einsatz. Dieser hat schon eine lange Reise hinter sich, denn das Schwerfahrzeug wurde von Illinois (USA) nach Linz transportiert.

Portalhubwagen

Neuer Portalhubwagen bei der Logistik Service GmbH (LogServ). Das Projektteam der LogServ v.l.n.r.: Markus Jaksch (LTT-T), Reinhard Bauer (LTL-S), Andrea Bauernfeind (LKD-D), Thomas Sinner (LKD-D), Karl Eglseer (Einkauf), Karl Hartl (LTL-S), Rudolf Probst (BVB), Andre Besenbeck (LTT-T), Andreas Mitschan (LTS-N) und Ernst Wurm (LTL-S)

portalhubwagen

Bereit zur Abreise: Der verladene Grundrahmen bei Kress in Amerika

Der Transport des neuen Schwerfahrzeugs von Kress in Illinois/USA nach Linz zur Logistik Service GmbH (LogServ) hat einen hohen Aufwand erfordert. Der Portalhubwagen wurde nach der Abnahme in den USA völlig zerlegt, in Einzelteilen nach Europa transportiert und bei der LogServ in der NFZ-Werkstätte wieder zusammengebaut. Dann folgte die Ausstattung mit Klimaanlage und sämtlichen Zusatzsystemen, wie Bildschirmen, Kameras, Sensoren und Antennen. Der neue Portalhubwagen ist nun seit September im Einsatz.

Logistische Herausforderung

Felbermayr-Halle

Veerladung in der Felbermayr-Halle

Einigermaßen spannend war es demnach für die Logistikexperten, die bei diesem Projekt beteiligt waren. Die größte Herausforderung bestand darin, aufgrund des straffen Zeitplans die korrekten Dokumente und Genehmigungen zum richtigen Zeitpunkt zu erhalten, um den Transport zu organisieren. Erstmals in Linz angekommen, folgte die nächste Herausforderung, musste doch die Karosserie in der Felbermayr-Halle präzise abgeladen werden. Zweieinhalb Stunden dauerte es, bis der Kran mit den riesigen Teilen eine Wegstrecke von 70 m überwunden hat.

Aufwändige Entwicklung

Aber nicht nur der Transport des Schwerfahrzeugs war herausfordernd, auch bei der Entwicklung waren die LogServ-Mitarbeiter bereits involviert. Man war laufend in Kontakt mit dem Hersteller, um das Fahrzeug dem Bedarf entsprechend weiter zu entwickeln. Dank des Einsatzes des Teams in Linz, sind die zum Einsatz kommenden Motoren bei der Abgasnorm am Letztstand der Technik und gehören zu den ersten ihrer Art in Österreich. Kein Wunder also, dass LogServ auch Entwicklungspartner von Kress ist. Alle Brandschutzmaßnahmen beispielsweise, die in Linz erarbeitet wurden, werden von Kress in neuen Fahrzeugen umgesetzt.

Viktoria Steininger