Aluminium Kompetenz der voestalpine 3 Minuten Lesezeit
Mobilität

Aluminium Kompetenz der voestalpine

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

In der Metal Forming Division sieht man im Mix von metallischen Werkstoffen die Zukunft. Gerade hinsichtlich Leichtbau im Automobilbereich wird etwa Aluminium immer wichtiger.

Die Antwort auf die Frage „Stahl oder Aluminium?“ ist bei voestalpine klar: es gibt kein ‚Entweder-Oder‘, sondern nur ein ‚Sowohl-als-auch‘. Nur mit dem richtigen Mix aus metallischen Werkstoffen kann man künftig den Markt optimal bedienen.

 Aluminium in der Metal Forming Division

Aluminium-Produkte sind vor allem in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie sowie in der Luftfahrtindustrie gefragt. Mit dem Leichtmetall hat man in der Metal Forming Division schon einiges an Erfahrung gesammelt, vor allem bei der voestalpine Roll Forming Corporation (RFC) in den USA und bei der voestalpine-Polynorm-Gruppe. Aber auch weitere voestalpine-Standorte sind erfolgreich im Bereich Aluminium:

  • voestalpine-Polynorm-Gruppe (Bunschoten, Niederlande, und Schwäbisch Gmünd, Deutschland): Hang-on-Teile (Klappen und Türen) aus Alu für PKWs und LKWs
  • voestalpine Europlatinen GmbH (Linz, Österreich): Geschweißte Platinen aus Alu
  • voestalpine Roll Forming Corporation (USA): Sitzschienen sowie Strukturteile aus Alu für Rumpf und Nase von Flugzeugen
  • voestalpine Stamptec GmbH (Dettingen, Deutschland): Serienaufträge für kaltumgeformte Strukturteile aus Alu (auch mit alternativen Fügetechniken)
  • voestalpine Rotec GmbH (Krieglach, Österreich, und Annweiler, Deutschland): Halbwarmumgeformte Rollkolben und Druckluftspeicher aus Alu für Luftfedersysteme, Rohrfixlängen für Gummimetallteile
Die Aluminium-Produkte der Metal Forming Division sind vor allem in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie sowie in der Luftfahrtindustrie gefragt.

Die Aluminium-Produkte der Metal Forming Division sind vor allem in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie sowie in der Luftfahrtindustrie gefragt.

Bei voestalpine Polynorm in Bunschoten und Schwäbisch Gmünd können heute alle Großpresslinien Außenhautteile aus Aluminium verarbeiten – damit ist voestalpine unter den Top 3 Europas bei Premiumkunden.

Vorteile beider Werkstoffe optimal einsetzen

Den optimalen Werkstoff optimal einsetzen, das ist das Erfolgsrezept der Zukunft. Während Aluminium im Bereich Gewicht einen Vorteil gegenüber Stahl hat (Alu wiegt nur etwa die Hälfte von Stahl), gibt es auch einige Nachteile wie etwa die schlechtere Umformbarkeit, die höheren Kosten und der höhere Energieverbrauch bei der Primärerzeugung. Daher verfolgt man in der Metal Forming Division eine differenzierte Herangehensweise: im Hang-on-Bereich der Automobilfertigung, also bei Klappen und Türen, ist Aluminium immer mehr gefragt – vor allem bei Premium-OEMs (Original Equipment Manufacturer / Erstausrüster). Im Strukturteilebereich allerdings hat Stahl auf längere Sicht Vorteile. Hier setzt man bei voestalpine verstärkt auf UHSS-HD (Ultra high strength steel mit verbesserten Umformeigenschaften), phs-ultraform®, phs-directform® und künftig phs-rollform®.

Anspruchsvolle Umformung

Mittlerweile ist man bei voestalpine sogar beim anspruchsvollen Thema Umformung technologischer Vorreiter, obwohl Aluminium sehr schlechte Umformeigenschaften besitzt. Das Material ist weicher als Stahl und reagiert empfindlicher auf Beschädigungen. Dennoch gehört bei voestalpine Polynorm in Schwäbisch Gmünd das Kaltumformen von Aluminium bereits zum Tagesgeschäft.

Die ganze Bandbreite

Die Metal Forming Division ist aber nicht nur in der Verarbeitung ein anerkannter Technologieführer. Auch das Laserschweißen für Türen und Klappen wird bereits beherrscht, welches in Europa ein Einstellungsmerkmal darstellt. Somit vereint die Division alle erforderlichen Aluminiumkompetenzen unter einem Dach – von der Herstellung des Halbzeugs und der Bauteile über die Fügetechnologien bis zur Oberflächenbehandlung.

Website der Metal Forming Division

Viktoria Steininger