Linz-Donawitz-Verfahren feiert 60igsten Geburtstag 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Linz-Donawitz-Verfahren feiert 60igsten Geburtstag

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Zum 60jährigen Jubiläum des LD-Verfahrens lud voestalpine die Online-Community zu einem exklusiven Event vor dem offiziellen Start der Sonderausstellung „60 Jahre LD-Verfahren – eine Innovation verändert die Welt“ ein.

Linz-Donawitz-Verfahren feiert 60igsten GeburtstagEinige Mitglieder der Online-Community ergriffen die Gelegenheit und nahmen am 11. April 2012 beim Exklusiv-Event in der voestalpine Stahlwelt teil. Bei der Pressekonferenz sprachen CEO Wolfgang Eder und Forschungschef Peter Schwab über die Bedeutung des LD-Verfahrens für die voestalpine und die Stahlindustrie. Im Anschluss wurde die Sonderausstellung „60 Jahre LD-Verfahren – eine Innovation verändert die Welt“ feierlich eröffnet. Beim Linz-Donawitz-Verfahren, kurz LD-Verfahren, handelt es sich um ein Sauerstoffblasverfahren, mit dem man Stahl nicht nur rascher, sondern vor allem in hervorragender Qualität herstellen kann. Nach 60 Jahren zählt das LD-Verfahren noch immer zu den revolutionärsten Entwicklungen der Stahlindustrie. Derzeit werden etwa 2/3 der weltweiten Stahlproduktion mithilfe des LD-Verfahrens hergestellt.

Linz-Donawitz-Verfahren feiert 60igsten GeburtstagAm 27. November 1952 nahm das erste LD-Stahlwerk der Welt seine Produktion in Linz auf. In nur wenigen Jahren revolutionierte das Verfahren die weltweite Stahlindustrie. Bis 1960 waren bereits 18 Stahlwerke nach diesem Verfahren eröffnet. Ein LD-Konverter besteht aus einem Tiegel, der mit feuerfestem Material ausgekleidet ist. Darin werden flüssiges Roheisen und Kühlmittel, wie Schrott oder Eisenschwamm, und zusätzliche Legierungselemente eingebracht. Reiner Sauerstoff mit einer wassergekühlten Sauerstofflanze von oben auf das Eisenbad im Tiegel aufgeblasen. Dadurch wird der im Roheisen enthaltene Kohlenstoff bis auf wenige Zehntelprozent verbrannt und das spröde Roheisen zu schmiedbarem Stahl.

Linz-Donawitz-Verfahren feiert 60igsten GeburtstagDas LD-Verfahren ist die Basis, die den Werkstoff Stahl heute zu einem Hightech-Produkt macht. In den vergangenen 60 Jahren wurde das Verfahren ständig weiterentwickelt und verfeinert. Das Prinzip ist jedoch gleich geblieben. LD-Stahl wird hauptsächlich in der Automobil-, Bau- und der Haushaltindustrie, in Röhrenblechen und Schienen eingesetzt. Zurzeit gibt es keine wirtschaftliche bzw. qualitative Alternative zum LD-Prozess.