voestalpine will weiblicher werden 3 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

voestalpine will weiblicher werden

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

Der Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen ist in der voestalpine im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen nach wie vor relativ gering. Das Unternehmen arbeitet aber bereits intensiv daran, die Anzahl an Frauen im Unternehmen konsequent zu steigern.

Insbesondere Industrieunternehmen sind mit der Tatsache konfrontiert, dass es in technischen Berufen nicht sehr viele Bewerberinnen gibt. Entsprechend herausfordernd stellt sich auch für die voestalpine die Rekrutierung von Mitarbeiterinnen auf breiter Basis dar. „14,8 % beträgt derzeit der Frauenanteil in der voestalpine, und er liegt damit im guten Mittelfeld unserer Branche. Sieht man sich nur den Angestelltenbereich an, erreichen wir einen Frauenanteil von rund einem Drittel. Bei kaufmännischen Lehrlingen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sind es sogar 50 %“, berichtet Max Stelzer, Leiter Group HR. „Dennoch sind wir uns einig, dass wir in den kommenden Jahren über alle Bereiche hinweg deutlich mehr Frauen beschäftigen wollen.“

 

Mehr Diversität = mehr Innovationsfähigkeit

Die Schwerpunkte des Konzerns liegen daher auf den Themen Chancengleichheit, Recruiting und frauenspezifische Weiterbildungsangebote. Das Ziel ist es, dass Frauen ihre Leistung unabhängig von ihrer Lebenssituation bestmöglich in unseren Konzern einbringen können. Dass diverse Teams erfolgreicher sind und Unternehmen einen Mehrwert bieten, ist wissenschaftlich gut belegt. Die Anhebung des Frauenanteils ist also sowohl ein gesellschaftliches Anliegen, als auch ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor.

Komm, mach MINT!

In technischen Lehrberufen (Region Österreich, Deutschland und Schweiz) ist es der voestalpine in den letzten zehn Jahren gelungen, den Anteil der Mädchen um mehr als die Hälfte auf 14 % zu erhöhen. Wenn junge Menschen sich für eine Ausbildung entscheiden, hat das Unternehmen noch Chancen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Die voestalpine setzt deshalb mit Maßnahmen wie beispielsweise dem Girls Day schon sehr früh an, um mehr Frauen für so genannte MINT-Berufe – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu gewinnen. „Wir können die Verantwortung nicht gänzlich an die öffentliche Hand bzw. die Gesamtgesellschaft abgeben, sondern wollen auch als Unternehmen aktiv dazu beitragen, dass sich klassische Berufsbilder zwischen Männern und Frauen ändern“, ergänzt Max Stelzer.

 

Frauen in Führungspositionen

Auch im Management soll der Frauenanteil gesteigert werden. Derzeit liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte in der voestalpine bei 13,6 % und damit nur knapp unter dem Gesamtanteil an Frauen im Konzern. Im internen Führungskräfteentwicklungsprogramm value:program ist es bereits gelungen, den Frauenanteil auf rund 30 % zu heben.

Förderung von Kinder und Berufstätigkeit

Ein Aspekt, der beim Thema Frauen und Beruf nicht außer Acht gelassen werden kann, ist die Karenz. Längere Karenzzeiten und die oft darauffolgende Arbeit in Teilzeit verlangsamen auch das berufliche Fortkommen. „Es muss uns daher gelingen, Karrierewege mit Karenzen zu verbinden – sowohl für Männer als auch für Frauen“, so Stelzer. Die voestalpine bietet ihren Beschäftigten schon heute an mehreren großen Standorten betriebliche Kinderbetreuung an, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Ergänzt wird das Angebot etwa um flexible Arbeits- und Schichtmodelle.

 

Langfristig und konsequent

Um die Attraktivität der voestalpine als Arbeitgeber speziell für Frauen zu steigern, werden nun weitere konkrete Maßnahmen umgesetzt. Bereits erfolgt ist zudem eine Erhebung von frauenspezifischen Maßnahmen in über 100 Konzerngesellschaften. Stelzer abschließend: „Uns muss bewusst sein, dass wir die Struktur unserer Beschäftigten in der voestalpine nicht von heute auf morgen verändern können. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Bemühungen um mehr Frauen in der voestalpine langfristig und konsequent verfolgen.“

Christopher Eberl

Finden Sie Ihren Traumjob bei der voestalpine!

Zum Online Jobportal