Sabrina Mayerhofer: Maschinenbautechnikerin im automatisierten Prüfzentrum 3 Minuten Lesezeit
Karriere

Sabrina Mayerhofer: Maschinenbautechnikerin im automatisierten Prüfzentrum

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

In der Probenwerkstätte von voestalpine in Linz betreut Werkmeisterin Sabrina Mayerhofer die automatisierte Station, an der Rohstoffe auf ihr Kerbschlagarbeitsvermögen getestet werden.

Im Herbst werden es schon zehn Jahre, dass Sabrina Mayerhofer bei voestalpine arbeitet. Einen vollständigen Überblick auf das Werksgelände in Linz hat sie noch immer nicht, doch das macht nichts: Den Weg zur Test- und Probenwerkstätte würde sie zur Not auch blind finden. Blind zurechtkommen würde sie auch im dort untergebrachten Kerbschlagproben-Fertigungs- und Prüfzentrum 3, wie der Arbeitsbereich der jungen Technikerin heißt. „Es besteht aus drei Robotern, einer Fräse, einer Säge und einigen weiteren Komponenten“, erklärt Mayerhofer, die sich seit der Anlieferung des kleinen Maschinenparks um die Prüfeinheit annimmt.

Wenn der Hammer fällt

Von der Aufstellung über die Inbetriebnahme bis zur gerade laufenden Optimierung war sie immer mit dabei. „Auch wenn sie mich viel Zeit und Nerven gekostet haben, sind Roboter und Co fast wie meine Kinder“, unterstreicht die Maschinenbautechnikerin die emotionale Bindung zu ihrer Arbeitsumgebung, aus der das neue Prüfzentrum hervorgegangen ist. „Seit seiner Eröffnung haben wir hier wieder ein bisschen mehr Platz“, freut sich Mayerhofer, die von Berufs wegen tagein, tagaus auf die Kerbe haut. Beziehungsweise hauen lässt: Ihr Job ist es, die automatische Herstellung und Prüfung der Proben zu managen, die hier auf ihr Kerbschlagarbeitsfähigkeit getestet werden: Kleine, vorgeschnittene Rohstoffteile mit eingefräster Kerbe. Im Test fällt darauf ein Hammer, um die Nehmerqualitäten des Materials zu prüfen.

 

Laufbahn mit Bergwertung

„Der Hammer“, bekommt Mayerhofer mitunter zu hören, wenn sie jemand nach dem Werdegang fragt, der sie hierher an die Schnittstelle von Produktion und Prüfung gebracht hat. Tatsächlich kann die gebürtige Linzerin bereits auf eine Berufslaufbahn mit mehreren Bergwertungen zurückblicken: Als ihr in der 2. Klasse einer HLW mit Gastronomieschwerpunkt klar wurde, dass sie ihr Glück nicht als Köchin oder Kellnerin finden würde, bewarb sie sich zu Ostern um eine Lehrstelle bei voestalpine, bestand den Aufnahmetest und trat ihre Lehre am 3. September 2012 in der Lehrwerkstätte an.

 

Von der HLW in die Probenwerkstätte

Nach zehn Schuljahren in reinen Mädchenklassen war die Umkehrung der Geschlechterverhältnisse ein kleiner Praxisschock, der sich 18 Monate später bei ihrem ersten Betriebs-Einsatz wiederholte. Aber sie wurde im Betrieb herzlich aufgenommen und gefördert. Die Arbeit selbst – die Reparatur von Kokillen aus dem Stahlwerk – war allerdings nicht lustig, sondern „anstrengend und hart.“ Nach einer weiteren Ausbildungsstation in der mobilen Instandhaltung kam Mayerhofer dann in die Probenwerkstätte, wo sie sich auf Anhieb wohlfühlte.

 

Berufsreif und werkmeisterlich

Etwaiger Unterforderung beugte sie vor, indem sie im zweiten Lehrjahr auf das Modell Lehre mit Matura umsattelte und an vielen, vielen Feierabenden und Wochenenden am BFI und zuhause auf ihre Berufsreifeprüfung hinarbeitete. Als sie die bestanden hatte, ging sie in Ausbildungsverlängerung und hängte den zweijährigen Werkmeisterkurs an.

Seit dem erfolgreichen Abschluss erfreut sie sich der wiedergewonnenen Freizeit. Für die Zeit, wenn ihre Schützlinge aus dem maschinellen Kerbprüfungsteam auf eigenen Beinen stehen, hat Mayerhofer schon einen Wunsch: „Ich würde gerne ein weiteres Automatisierungsprojekt begleiten.“

Christopher Eberl

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