Vom Lehrling zur Vorarbeiterin 3 Minuten Lesezeit
Mitarbeiter im Fokus

Vom Lehrling zur Vorarbeiterin

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

Jacqueline Mühleder arbeitet bereits seit fast 12 Jahren bei der voestalpine in Linz als Prozesstechnikerin. An ihrem Beruf schätzt sie die Flexibilität und den Abwechslungsreichtum.

Um 3.45 Uhr am Morgen befindet sich der Großteil der Oberösterreicher noch im Tiefschlaf. Bei Jacqueline Mühleder klingelt, wenn sie Frühschicht hat, um diese Zeit der Wecker. 25 Minuten später sitzt die Freistädterin mit Kollegen bereits im Auto und macht sich auf den Weg nach Linz. Denn dort befindet sich ihr Arbeitsplatz: Mühleder ist Prozesstechnikerin bei der voestalpine Stahl GmbH in Linz.

Die Frühschicht beginnt um 4.30 Uhr. Kein Problem für Jacqueline Mühleder.

Digitalisierung trifft auf Handwerk

Als Prozesstechnikerin plant sie den Einsatz der Werkzeuge und Vorrichtungen auf Fertigungsmaschinen und Fertigungsanlagen. Zu ihren Aufgabengebieten gehören: Maschinen und Anlagen einstellen, sie mit Roh- und Hilfsstoffen beschicken, Prozesskontrollen durchführen, bei Störungen und Fehlern eingreifen und die Produktqualität überwachen. „Viele Faktoren spielen zusammen, man muss die ganze Maschine im Blick haben“, sagt Mühleder.

An ihrem Beruf schätzt sie, dass er abwechslungsreich ist und dass sie ein Team um sich hat, in dem sie sich wohl fühlt. Auch die Digitalisierung spielt eine wesentliche Rolle. 75 bis 80 Prozent ihres Berufsalltags füllt die Digitalisierung: mit Diensthandy, E-Mails und Robotern, die viele Prozesse automatisch gestalten. Das war zu Beginn ihrer Lehrzeit noch anders: „Damals haben wir noch vieles manuell erledigt, mittlerweile läuft der Großteil automatisch.“

Als Prozesstechnikerin plant Jacqueline Mühleder den Einsatz der Werkzeuge und Vorrichtungen auf Fertigungsmaschinen.

Mehr Flexibilität in der Schichtarbeit

Auch an ihren Arbeitszeiten findet Mühleder gefallen. Im 5-Schicht-Modell arbeitet sie fünf Tage und hat danach vier Tage frei. Der Frühschichtbeginn um 4.30 Uhr bereitet der 27-Jährigen keine Probleme, im Gegenteil: „Ich mache das schon fast zehn Jahre, man gewöhnt sich daran“, sagt Mühleder und lächelt. 2009 startete die Mühlviertlerin als Lehrling bei der voestalpine – und ist ihrem Arbeitsplatz bis heute treu geblieben. „Die Work-Life-Balance ist besser als in der 4er-Schicht, man ist wesentlich flexibler“, sagt die Prozesstechnikerin, die sich ehrgeizige Ziele gesetzt hat. Kürzlich absolvierte sie einen Facharbeiterkurs, in naher Zukunft peilt Mühleder die Meisterprüfung an. „Denn im Berufsleben lernt man bekanntlich nie aus.“

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Kooperation „Digital Job“ mit den OÖ Nachrichten. Das von Martin Roithner verfasste Porträt erschien am 17. April 2021.

Christopher Eberl

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