Technischer Mathematiker: Aus Zahlen werden Datenmodelle 3 Minuten Lesezeit
Mitarbeiter im Fokus

Technischer Mathematiker: Aus Zahlen werden Datenmodelle

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

Michael Schmid ist Mathematiker bei der voestalpine in Linz – und erstellt aus enormen Datenmengen Modelle, die Prozesse in der Produktion optimieren sollen.

Eine Diplomarbeit als Türöffner für die Karriere – das war bei Michael Schmid aus Linz der Fall. Der 43-Jährige studierte technische Mathematik an der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) und knüpfte bei seinem Studium Kontakt mit der voestalpine. Unmittelbar nach dem Abschluss wechselte er zum Linzer Stahl- und Technologiekonzern. „Die Chemie hat gepasst.“

„Die Chemie hat gepasst.“ – Unmittelbar nach dem Abschluss wechselte Michael Schmid zur voestalpine in Linz

Auf Fehlersuche

Mittlerweile ist Michael Schmid in der angewandten Statistik des Unternehmens tätig und arbeitet dort mit Kollegen und Kolleginnen aus der Mathematik, Statistik und der Informatik zusammen. Seinen Berufsalltag beschreibt er so: „Ich bin dafür da, Fehler in Prozessen zu sehen, deren Ursachen zunächst nicht bekannt sind. Das Auftreten mancher Fehler kann man nicht voraussehen.“ In den einzelnen Schritten der Produktion fallen enorme Datenmengen an, die Schmid und sein Team analysieren und aufbereiten. Daraus entstehen Modelle, die Prozesse verbessern sollen. Aber nicht nur die „Feuerwehrtätigkeit“ zählt zu seinen Aufgaben, sondern auch das Projektgeschäft, in dem Apps und Methoden für die Prozessoptimierung weiterentwickelt werden. Schmid nennt als Beispiel ein Modell zur Vorhersage von Festigkeitseigenschaften des fertigen Stahlbandes.

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Automatismen erleichtern die Arbeit

An der Welt der Zahlen und Daten fasziniert Michael Schmid, dass genaues und konzentriertes Arbeiten unablässig sind. „Man muss aber auch wissen, was man mit den Daten macht. Einfach nur blind irgendwelche Daten zusammenzuwürfeln, führt nicht zum Ziel.“ Die Digitalisierung zieht sich vollständig durch den Berufsalltag des Linzers. Er sieht darin Vorteile. „Langwierige, mühselige, monotone Tätigkeiten werden durch einen Automatismus oder ein Programm wesentlich erleichtert.“ Entscheidungen würden dadurch beschleunigt.

Mathematiker bei der voestalpine in Linz: Michael Schmid

Digitalisierung als Chance

Die Stahlproduktion in Linz gehört durch die jahrelange, konsequente Digitalisierung der Produktionsprozesse zu den effizientesten der Branche. Mit dem Einsatz von Big Data, Künstlicher Intelligenz und Deep Learning werden laufend weitere Schritte gesetzt und die Digitalisierung gezielt weiter vorangetrieben. Beispielsweise werden mit selbstlernenden Analyseverfahren etwaige Qualitätsmängel vorhergesagt bzw. frühzeitig erkannt. Auch in der Planung und Instandhaltung sind volldigitalisierte Prozesse fixer Bestandteil: die in der Produktionsplanung und -kontrolle sowie Instandhaltung benötigten Programme und Funktionen stehen den Anlagentechnikerinnen und -technikern auch ortsunabhängig zur Verfügung. Damit können viele Wartungsschritte ohne Verzögerung ausgeführt und Stillstandzeiten verkürzt werden.

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Kooperation „Digital Job“ mit den OÖ Nachrichten. Das von Martin Roithner verfasste Porträt erschien am 8. Mai 2021.

Christopher Eberl

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