Die Mikrokosmonautin aus Düsseldorf 3 Minuten Lesezeit
Mitarbeiter im Fokus

Die Mikrokosmonautin aus Düsseldorf

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Statt Astronautin wurde Farwah Nahif lieber doch Metallurgin. Und so erforscht die Entwicklungsleiterin von voestalpine eifeler in Düsseldorf statt des Alls nun das Universum der Dünnbeschichtung.

Farwah Nahif ist das perfekte Role Model für Initiativen wie “Mädchen und Technik”, die es in ihrem Fall allerdings gar nicht gebraucht hat, um das Interesse an der Festkörperphysik zu wecken. Denn die in Bonn aufgewachsene Entwicklungsingenieurin hat schon als Kleinkind “immer in der Bauecke statt mit Puppen gespielt”, wie die Rheinländerin lachend sagt: “Astronautin zu werden war mein erster Berufswunsch.” Den hat sich Nahif auch durchaus erfüllt: “Ich bin bloß im Mikrokomos statt im Makrokomos gelandet.”

Farwahl NahifLiebe auf den ersten Blick

Das Universum, das die promovierte Metallurgin und Werkstofftechnikern seit ihrem Studium an der Rhein-Westfälischen Technischen Hochschule erforscht, ist die Welt der Dünnbeschichtungstechnologie. Mit der verbindet Nahif mehr als nur eine Arbeitsbeziehung: “Während des Studiums habe ich bei einem Praktikum im Labor meines späteren Doktorvaters zum ersten Mal Plasma für Oberflächenbeschichtungen gesehen”, erinnert sich Nahif, “und das war, ich kann es gar nicht anders sagen, Liebe auf den ersten Blick.” Aus dieser Liebe wurde eine fürs Leben. Über das Studium hinaus, das sie 2013 mit einer – für Laien auch auf den zweiten Blick ein Buch mit sieben Siegeln bleibenden – Dissertation über die Phasenstabilität bestimmter dünner Filme abschloss. Und sich damit jede Menge Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt erschloss.

Oberflächenexperte im Konzern

Ihre Wahl fiel schnell auf voestalpine eifeler in Düsseldorf: “Weil eifeler im Verbund eines Weltkonzerns eine einzigartige Möglichkeit für Innovationen über den eigentlichen Rahmen der reinen Beschichtungstechnologie bietet. Dieser Verbund bringt mit sich, dass ich mich einerseits intensiv mit Beschichtungen befassen kann und andererseits auch viel mit Metall und Werkzeugbau zu tun habe. So öffnet sich der Blick für das Gesamte und die Anwendung.” Der Düsseldorfer Beschichtungsspezialist im voestalpine Konzern erwies sich als ideales Umfeld für die junge Frau, die bereits in ihrem ersten Arbeitsjahr in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zur stellvertretenden Leiterin des sechzehnköpfigen Teams ernannt wurde. Im Sommer des Vorjahres rückte sie auf den Chefsessel in der Abteilung vor. Ein fast kometenhafter Aufstieg, auf den es Farwah Nahif allerdings gar nicht angelegt hatte: “Ich habe nie auf eine Führungsposition hingearbeitet”, sagt sie, “ich wollte nur schon immer etwas bewegen.”

F&E mit Leidenschaft

Das kann sie bei voestalpine eifeler. Nicht zuletzt dank ihres Teams:

"Was uns gemeinsam auszeichnet, ist dieser absolute Wille, neue Wege zu beschreiten und lösungsorientierte Ideen zu entwickeln. Das geht aber nur einem Unternehmen mit genau dieser Mentalität. In einem stagnierenden Unternehmen macht man in der F&E immer dasselbe. Bei voestalpine eifeler arbeiten wir hingegen immer wieder an innovativen und zukunftsträchtigen Themen."
Farwah Nahif

Wie zum Beispiel an jener neuartigen Beschichtung für Werkzeug zum Umformen von hoch- und damit extrem zugfesten Stahlblechen , die voestalpine eifeler gerade unter dem Markennamen Duplex-VARIANTIC®-1400 lanciert. Mit dem Verkaufsversprechen, damit die Werkzeugstandzeiten bis zum Vierfachen und mehr zu verlängern.

Premiere in San Diego

Mit ihren Qualitäten hat die – Ingenieurin nicht nur innerhalb der voestalpine auf sich aufmerksam gemacht: Auf Einladung der renommierten International Conference on Metallurgical Coatings and Thin Films in San Diego hat sie heuer im Mai den industriellen Hauptvortrag ebendort gehalten. Als erste Frau in der 46-jährigen Geschichte der Veranstaltung, die in der Branche Weltruf genießt. Und mit einem Vortrag entgegen den bisherigen Konferenzgepflogenheiten: Statt sich auf einen weiteren Aspekt der Dünnbeschichtungstechnologie zu beschränken, stellte sie das Coating in den großen Zusammenhang der ganzen Wertschöpfungskette der voestalpine vom Werkstoff bis zum Werkzeug. Am Beispiel der voestalpine:

"Teil dieser Wertschöpfungskette zu sein macht uns auf dem Gebiet der Verschleißschutzschichten einzigartig."
Farwah Nahif
Christopher Eberl

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