Das A(M)-Team hinter Additive Manufacturing 3 Minuten Lesezeit
Karriere

Das A(M)-Team hinter Additive Manufacturing

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Armin Wiedenegger, Stefan Wallner und Kenneth Asvik haben den Einstieg der voestalpine in die additive Fertigung maßgeblich gestaltet – und mitgeholfen, "in kurzer Zeit aus Nichts ein Business zu machen."

Große Entwicklungen beginnen oft unscheinbar. So wie der Einstieg der voestalpine in die sogenannte additive Fertigung komplexer Bauteile aus Metallpulver, das in speziellen 3-D-Druckern unter einem Laserstrahl verschmolzen und Schicht für Schicht in Form gebracht wird.

Maßgeschneiderte Mission

Vorstandsmitglied Franz Rotter beauftragt 2013 seine damalige Abteilung „Future Markets Business Development“ damit, zu prüfen, ob diese Technologie möglicherweise Potenzial für die voestalpine habe. Dieser Auftrag ist für Armin Wiedenegger, damals erst seit kurzem bei der voestalpine und Teil der „Future Markets“-Abteilung wie persönlich gemacht. Hier lässt sich sein universitärer Hintergrund aus Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau plus Wirtschaftsrecht und strategischem Management perfekt einbringen.

Sowohl-als-auch statt entweder-oder

Was es über Additive Manufacturing zu wissen gibt, weiß Wiedenegger rasch. Fast ebenso schnell ist klar, dass die voestalpine die neue Technologie nutzen wird. “Lange Zeit war die Frage nur nach dem Wie, das Warum war schnell klar”, erinnert sich Wiedenegger. “Beschränken wir uns auf die Pulverherstellung oder steigen wir auch in die Bauteilfertigung ein?” Die Antwort der voestalpine lautet schließlich: Wir machen Beides. Für Wiedenegger ist die Entscheidung bis heute der Meilenstein schlechthin:

"Wir sind auf einer ganz anderen Ebene der Wertschöpfungskette eingestiegen als bei unseren Projekten davor. Das erfordert ein anderes Denken, andere Methoden und andere Prozesse, denn nur so kann man etwas Neues machen."
Armin Wiedenegger

Pulverisierte Herausforderungen

Schon 2015 fallen wichtige Investitionsentscheidungen: Für die Einrichtung eines ersten Additive-Manufacturing-Zentrums in Düsseldorf, das Wiedenegger von 2016 bis 2018 an Ort und Stelle aufbauen hilft – und für eine erste Pulververdüsungsanlage. Für ihren Versuchsbetrieb ist Stefan Wallner von der voestalpine BÖHLER Edelstahl in Kapfenberg zuständig. Unter der Regie und dem vollen Einsatz des an der Montanuniversität Leoben promovierten Metallurgen verwandelt sich der Forschungsbereich Metallpulver binnen kurzem in einen eigenen Produktionsbereich, den Wallner heute leitet. “Die vergangenen vier Jahre waren für mich eine spannende und auch intensive Phase”, zieht Wallner Bilanz. “Die Pulverproduktion an sich war in unserem Hause schon gut bekannt, aber die Aufbereitung der Pulver für den 3-D-Drucker war eine große Herausforderung, durch die wir Erfahrung und Know-how dazugewonnen haben.”

Das große Ganze sehen

Bald gehen die Pulver- und Werkstückproben nicht mehr nur zwischen dem voestalpine Additive Manufactring Center in Düsseldorf und der voestalpine Böhler Edelstahl in Kapfenberg hin und her, sondern nehmen ihren Weg auch über das schwedische Hagfors, wo sich die voestalpine-Company Uddeholm in die Pulverproduktion für die additive Fertigung einbringt. Zum Business Developer dafür wird Kenneth Asvik nominiert, der 25 Jahre Forschungs- und Entwicklungserfahrung aus einer Metallgießerei und der LKW-Sparte von Volvo mitbringt.

Ihm kommt es auf einen klaren Fokus an: “Du musst wissen, wohin du gehen willst – auch wenn das wegen der vielen und schnellen Veränderungen am Markt oft schwierig im Blick zu behalten ist. Doch es ist unerlässlich, das große Ganze zu sehen, wenn du so wie wir lieber treibende Kraft bist und den Markt führst, statt getrieben zu werden und reagieren zu müssen.”

Rückendeckung aus der Forschung

Mittlerweile ist das „A(M)-Team“ im voestalpine-Konzern endgültig global geworden. Mit weiteren Zentren in Nordamerika und Asien, mit offensiv ausgebauten Pulverproduktionskapazitäten – und ganz nach Plan bereits mit inzwischen sechsstelligen Umsätzen aus der additiven Fertigung: “Da ist innerhalb sehr kurzer Zeit aus Nichts ein Business entstanden”, sagt Armin Wiedenegger, der als Koordinator für die Vernetzung aller Beteiligten sorgt, nicht ohne Stolz. Stefan Wallner kennt das Rezept dieses Erfolges: “Es ist der Rückhalt aus einer guten Forschung und Entwicklung, die nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Technologien auf ihre Umsetzbarkeit und Nutzen für die voestalpine beleuchtet.”

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