Mitarbeiter als Erfolgsbasis 4 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

Mitarbeiter als Erfolgsbasis

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Dass die voestalpine heute ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologiekonzern ist, verdankt sie vor allem den 52.000 Menschen, die für sie arbeiten. Mit ihrem steten Streben, Neues zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen, formen sie gemeinsam jeden Tag aufs Neue unsere Zukunft. Die veränderten Ansprüche und Anforderungen der Beschäftigten sind jedoch eine Herausforderung für Unternehmen, auch für den voestalpine-Konzern.

Arbeitgeber müssen sich im ureigensten Interesse immer mehr um die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemühen. Zuerst, um sie für seinen Betrieb zu gewinnen und dann, um sie dauerhaft zu halten. Denn verlässliche und engagierte Fachkräfte und Spezialisten sind Mangelware, nicht zuletzt weil sich viele junge Menschen heute nicht mehr für eine Lehrausbildung, sondern eine „Schulkarriere“ entscheiden. Führt sie diese nach Abschluss dann in ein Unternehmen, geht es auch bei ihnen darum, sich als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Herausfordernder als früher ist dabei das Faktum, dass sich die Ansprüche und Bedürfnisse, die individuellen Erwartungen, die sozialen Rahmenbedingungen der bzw. für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer schneller verändern.

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Hegen, pflegen und motivieren

Unternehmen müssen sich heute öfter denn je zuvor fragen, wie attraktiv sie sind – für ihre Kunden genauso wie für die Mitarbeiter. Und da geht es nicht nur um eine entsprechende Bezahlung. Geld kommt in der Bedürfnispyramide erst recht weit hinten. Wichtiger sind den Menschen Fragen, wie sie sich selbst verwirklichen und weiterentwickeln können, ob ihre Tätigkeit geschätzt und anerkannt wird, ob ihre sozialen Bedürfnisse wahrgenommen werden und letztlich auch wie sicher ihr Arbeitsplatz ist.

"Gewinner-Mentalität heißt Freude am Erfolg zu haben. Wir sind in einem internationalen Wettbewerb und Wettbewerbe möchte man ja auch gewinnen. Und ich glaube, das bedeutet für uns die besten Innovationen zu bringen, die effizientesten Prozesse zu haben, lösungsorientiert beim Kunden zu sein und sich auch an neue Herausforderungen rasch anzupassen. Unsere Mitarbeiter sind gut ausgebildet, sind motiviert und ziehen in die richtige Richtung."
Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG

Schlagwort Work-Life-Balance

Diese Werteskala ist nicht neu, aber sie wird mehr denn je eingefordert und für die jüngere Generation muss sie auch erweitert werden. Ein zentrales Thema ist für junge Menschen in diesem Zusammenhang das Thema Work-Life-Balance. Sie legen Wert auf Freizeit, darauf, dass sie ihre Arbeitszeit ihren persönlichen Bedürfnissen bestmöglich anpassen können. Was nicht verwechselt werden darf mit mangelnder Leistungsbereitschaft, aber alles zu seiner Zeit.

Neue Wege im Recruiting gefordert

Personalabteilungen, heute HR-Departments genannt, stehen angesichts dieser Veränderungen vor großen Herausforderungen. Wird Personal gesucht, reicht es meist nicht mehr, einfach ein Inserat zu schalten, einen Metall-Facharbeiter findet man heute oft auf anderen Wegen als eine IT-Mitarbeiterin. In Österreich funktioniert das wieder anders als in China oder den USA. Ob ein Logistikexperte in Afrika, ein Facharbeiter in Österreich oder ein IT-Spezialist in China – ein Unternehmen wie die voestalpine ist mit dem gesamten Spektrum des globalen Arbeitsmarktes konfrontiert. Da genügt die eine Antwort – „wir sind ein tolles Unternehmen“ – nicht mehr.

Neuer CEO Herbert Eibensteiner

Es muss die jeweils individuell passende Antwort gefunden werden, um attraktiv zu sein und immer häufiger müssen Lösungen gefunden werden für die Frage, wie ein Lebensphasen-bezogener Arbeitsplatz – in welchem Land auch immer – sowohl für die Beschäftigten als auch das Unternehmen auf Basis oft völlig unterschiedlicher Rahmenbedingungen verträglich gestaltet werden kann. Die Antwort sind hunderte verschiedene Arbeitszeitmodelle, von attraktiven Schichtdiensten bis zum Homeoffice. Ungleich wichtiger als früher ist es heute, den Beschäftigten Perspektiven für die persönliche Weiterentwicklung geben zu können. Über diesen und vielen anderen Wünschen und Angeboten steht aber ein wichtiger Punkt als unerlässliche Verständnisbasis: Im Gegenzug muss das Unternehmen, die Marke voestalpine als berufliche Heimat auch mit Loyalität gepflegt und respektiert werden.

Aus- und Weiterbildung

Unerlässlich für den langfristigen Erfolg ist heute das Thema Aus- und Weiterbildung. Es widerspricht mehr denn je der Realität zu erwarten, dass Beschäftigte fertig ausgebildet ins Unternehmen kommen. Abgesehen von zunehmenden schulischen Defiziten ändern sich die Anforderungen heute so schnell, dass laufende begleitende Weiterbildung ein Muss ist, um das langfristig erforderliche Qualifikationsniveau zu sichern. Eine gut funktionierende innerbetriebliche Weiterbildung, wo sinnvoll mit kompetenter externer Unterstützung, ist da unerlässlich – vom Facharbeiter bis zur Führungskraft.

"Der Wissensdurst und auch die Freude für Spitzenleistungen ist etwas sehr wichtiges, um Innovationen voranzutreiben, die unseren Markt erfolgreich machen. Das ist das, was ich mir von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwarte."
Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG

Fazit: Unternehmen müssen sich heute permanent neuen Entwicklungen und Herausforderungen am Personalsektor stellen. Sie müssen Anreize schaffen, sie müssen motivieren und zeitgerecht reagieren. Sie müssen Sorgen der Beschäftigten ernstnehmen, etwa die immer wiederkehrende Frage, welche Konsequenzen die Digitalisierung auf die Zukunft der Arbeitsplätze, „meines Arbeitsplatzes“, haben wird. In einer fairen, offenen Arbeitsbeziehung sollte aber auch zum Ausdruck gebracht werden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Interesse eines dauerhaft funktionierenden Miteinanders ebenfalls gefordert sind. Denn wo etwas geboten wird ist es nicht vermessen, im Gegenzug Engagement, Qualität, Flexibilität und Erfolgswillen zu erwarten.

Am Ende kann man es drehen und wenden wie man will: je besser sich die Interessen der Mitarbeiter mit jenen des Unternehmens treffen, umso erfolgreicher wird sich die gemeinsame Zukunft darstellen.

Christopher Eberl

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