Eine gute Arbeit kann ein guter Einstieg sein 4 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

Eine gute Arbeit kann ein guter Einstieg sein

Michael Leithinger

Von der Diplomarbeit zum spannenden Job: Regina Täubl hat für den Bau des neuen Drahtwalzwerks von voestalpine Wire Rod Austria GmbH das Logistikkonzept erarbeitet. Heute treibt sie am Standort verschiedenste Bauprojekte voran.

Das neue Drahtwalzwerk in St. Peter-Freienstein spielt alle Stückerl – die Anlage gilt als die modernste weltweit. Auch der Bau der Anlage war eine Meisterleistung, da haben alle am Standort an einem Strang gezogen – mit dabei auch Regina Täubl, damals noch Studentin der Industrielogistik an der Montanuniversität Leoben.

Ein faszinierendes Thema

Von einem Bekannten habe sie erfahren, dass die voestalpine eine Diplomarbeit vergibt zu den logistischen Herausforderungen dieser Großbaustelle. „Da bin ich hellhörig geworden. Die voestalpine ist in Leoben bekannt. Und das Thema hat mich fasziniert, ich habe ja die HTL für Bauingenieurwesen absolviert“, erinnert sich Täubl.

voestalpine Wire Rod Austria: Eine gute Arbeit kann ein guter Einstieg sein

Von der Diplomandin zur Projektverantwortlichen. Regina Täubl: „Ich kann hier sehr frei und eigenverantwortlich an meine Aufgaben herangehen, das ist extrem motivierend!“

Komplexe Logistik

Nach einem Gespräch war man sich schnell einig: Regina Täubl war die Richtige. Am Anfang war natürlich vieles neu für die Diplomandin: „Ich bin herumgelaufen und habe den Verantwortlichen Löcher in den Bauch gefragt“, lacht Täubl. Mit der Zeit hat die heute 27-jährige schnell den Überblick gewonnen und das will was heißen, denn das Bauprojekt war überaus komplex und die Logistik dahinter nicht minder.

"Es galt, die Logistik der Baustelle mit der der Produktion unter einen Hut zu bringen."
Regina Täubl, voestalpine Wire Rod Austria GmbH

Die Großbaustelle war mitten im Werk, zwischen den laufenden Anlagen. Regina Täubl musste die Materialströme für die verschiedenen Gewerke der 1 km langen Baustelle mit den Produktionsströmen in Einklang bringen und auch die Mitarbeiter sollten in ihren Wegen zu und von der Arbeit nicht beeinträchtigt werden. In Zusammenarbeit mit den Kollegen der verschiedenen Abteilungen hat sie diese Aufgabe gemeistert.

Jobangebot nach getaner Arbeit

Die Diplomarbeit mit dem Titel „Logistik einer Großbaustelle“ war das eine. Darüber hinaus hat Regina Täubl auch gleich ein Logistikhandbuch verfasst, das heute im Unternehmen als Standardwerk in der Planung von Bauprojekten genutzt wird. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen von voestalpine Wire Rod Austria GmbH die junge Frau nicht gleich wieder ziehen lassen wollten. „Nach der Präsentation meiner Arbeit im Juni 2014 habe ich ein Jobangebot bekommen“, erzählt Täubl.

voestalpine Wire Rod Austria: Eine gute Arbeit kann ein guter Einstieg sein

„Ein Nine-to-Five-Job, bei dem ich jeden Tag dasselbe mache, wäre nichts für mich.“

Gutes Projektmanagement ist gefragt

Nach reiflicher Überlegung und einem freien Sommer, den sie unter anderem beim Forum Alpbach verbrachte, hat die diplomierte Industrielogistikerin im Herbst 2014 ihren Job bei voestalpine Wire Rod Austria GmbH in der Abteilung „Strategische Projekte“ angetreten. Ihre Tätigkeit geht heute über Logistikthemen weit hinaus: Als Projektleiterin managed sie verschiedenste Bau- und Investitionsprojekte am Standort. Der Neubau eines Bürogebäudes neben dem Walzwerk, die Sanierung eines Sozialgebäudes und ein Lärmschutzprojekt sind hier nur einige Beispiele unter vielen…

voestalpine Wire Rod Austria: Eine gute Arbeit kann ein guter Einstieg sein

Regina Täubl weiß nur zu gut: Im Baugeschäft reicht es nicht, einen guten Plan und die Übersicht über die verschiedensten Fachthemen zu haben. Kommunikationstalent ist mindestens genauso gefragt.

 

 

Drei Fragen an Regina Täubl

Was macht Ihnen Spaß an Ihrem Job?

Die Vielfalt und das Interdisziplinäre. Mein Aufgabenbereich reicht von Planungen über Vertragsverhandlungen und Baubesprechungen bis hin zu Behördenterminen. Und jedes Projekt ist eine neue Herausforderung. Das ist gut so, denn ein Nine-to-Five-Job, bei dem ich jeden Tag dasselbe mache, wäre nichts für mich.

Was zeichnet die voestalpine als Arbeitgeber aus Ihrer Sicht aus?

Ich habe früher im Laufe von Praktika auch andere Unternehmen kennengelernt.

"Hier in der voestalpine gibt es, denke ich, eine große Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Ich kann hier sehr frei und eigenverantwortlich an meine Aufgaben herangehen, das motiviert!"
Regina Täubl, voestalpine Wire Rod Austria GmbH

Diese Frage musste ja kommen: Wie geht’s Ihnen als junge Frau in der männlichen dominierten Stahl- bzw. Baubranche?

Die Frage kommt oft. Und ich antworte gerne mit „nicht anders als einem Mann“. Ich hatte nie Probleme, in diesem Job zählen einfach das Know-how und die Kommunikationsfähigkeit. Dass mich so manch einer anfangs unterschätzt oder für eine Assistentin hält, das kommt vor, aber das ist unterhaltsam.

Das Projekt „Walzwerk“ neu …

  • … war das größte Investitionsprojekt der voestalpine in Europa.
  • Investitionssumme: über 100 Mio. Euro
  • Bauzeit: Ein Jahr Betonbau plus ein Jahr Anlagenbau
  • Halle: 700 m lang, 140 m breit

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