Eine Ausbildung, die Schule macht 3 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

Eine Ausbildung, die Schule macht

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Bei voestalpine Automotive Body Parts Inc. setzt man auf eine maßgeschneiderte, betriebseigene Ausbildung: Seit Juni 2014 kommen Zachary Canning und Hunter Gates nach der High School ins Werk, um hier jene Fertigkeiten zu erlernen, die es am jungen Standort der Metal Forming Division in Cartersville braucht.

Die USA bieten vieles, aber ein solides duales Ausbildungssystem, wie wir es in Österreich oder Deutschland kennen, bieten sie nicht. Jungfacharbeiter werden nach der High School oder dem College vor Ort in den Betrieben „angelernt“. voestalpine Automotive Body Parts Inc. wäre kein voestalpine-Unternehmen, würde es nicht bei der Ausbildung künftiger Mitarbeiter einen Schritt voraus sein: Seit Juni 2014 bildet das Unternehmen zwei junge Menschen für einen künftigen Einsatz aus, noch während diese die High School besuchen.

 

Betriebseigene Ausbildung

Eine Ausbildung, die Schule macht

Hunter Gates und Zachary Canning (vorne)

Zachary Canning und Hunter Gates heißen die beiden, sie sind 17 bzw. 16 Jahre alt und sie unterscheiden sich von ihren Altersgenossen vor allem dadurch, dass sie nach der Schule nicht ihre wertvolle Freizeit genießen, sondern ihre wertvolle Ausbildung in der voestalpine. Viermal die Woche für jeweils drei bis vier Stunden gibt es „Unterricht“ in Werkzeuginstandhaltung, Qualität und Logistik. „Wir sind sehr zufrieden mit den beiden – wir haben sie aus 30 Bewerbern ausgewählt. Und auch die zwei schätzen die Ausbildung, vor allem die Praxisorientierung.“, weiß Shenelle Gordon, die Personalverantwortliche.

"Dieses Konzept hat Zukunft. Wir wollen ja wachsen und da brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter mit Kenntnissen in advanced manufacturing."
ZitatShenelle Gordon, HR Manager, voestalpine Automotive Body Parts Inc.

Diese in der Region zu finden, ist nicht einfach, deshalb bilden wir sie selbst aus“, betont Geschäftsführer Philipp Schulz.

 

Vertrag auf zwei Jahre

Begleitet werden die beiden von zwei Mentoren, Maurice Stradinger und Christian Scheyhing, sie haben vor ihrer Tätigkeit in den USA am voestalpine-Stamptec-Standort Pfaffenhofen gearbeitet. Dass die betriebseigene Ausbildung so gut funktioniert, liegt auch daran, dass auch die Eltern und die Lehrer in dieses Ausbildungskonzept eingebunden sind. Es wurde auch ein Vertrag aufgesetzt, der dem Ganzen eine gewisse Verbindlichkeit gibt – in zwei Jahren soll die Ausbildung abgeschlossen sein. Dann haben auch die beiden „Lehrlinge“ die High School hinter sich und – so alles gut läuft – eine Zukunft bei voestalpine Automotive Body Parts Inc. vor sich.

Christopher Eberl

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