Die voestalpine übernimmt auch im Recruiting soziale Verantwortung 4 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

Die voestalpine übernimmt auch im Recruiting soziale Verantwortung

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

Das myAbility Talent® Program bringt Studierende (und Jungakademiker) mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in Kontakt mit namhaften Unternehmen – zum beiderseitigen Nutzen. Anfang März war „Matching Day“ in Linz. Die voestalpine war Gastgeberin und Teilnehmerin einer Recruiting-Veranstaltung, die ihresgleichen sucht.

Menschen mit Behinderung sind gar nicht so selten in der voestalpine. Vor allem an den großen Produktionsstandorten arbeiten einige Kollegen mit einer Behinderung. „Es gehört schon seit jeher zur Kultur der voestalpine, Mitarbeiter, die beispielsweise verunfallen, an anderer Stelle im Unternehmen weiter zu beschäftigen, das unterscheidet uns von so manch anderen Industriebetrieben“, weiß Christoph Graf (Corporate Human Resources).

Zukunftsweisendes Programm

Menschen mit Behinderung haben in der voestalpine aber nicht nur „Tradition“, wenn man so will, sie haben auch Zukunft. Seit 2019 ist die voestalpine im myAbility Talent® Program mit an Bord. Das Programm wurde 2016 in Wien gegründet und ist nun in 7 Städten europaweit aktiv – es vernetzt hochqualifizierte Studierende mit Behinderung und Unternehmen, die eine Behinderung nicht nur als Hemmnis, sondern auch und vor allem als Stärke sehen, als eine Art besonderes „Asset“, wie es so schön auf Neudeutsch heißt. „Behinderungen, so einschränkend sie auch sein mögen, bringen auch immer etwas Gutes mit sich. Die Talents, die wir coachen und vernetzen, sind High Performer auf ihrem Gebiet und damit Arbeitskräfte, wie sie sich Unternehmen, nur wünschen können“, betont Daniel Schörghofer, Talent Manager und „Programmchef“ von myAbility.

myAbility Talent Program

myAbility Talent Program “Matching Day”, Anfang März 2020

Win-Win im wahrsten Sinn

Studierende und Jungakademiker mit Behinderung, die myAbility Talents, werden über den Zeitraum eines Semesters in Bewerbungsfragen, Karriereplanung und Soft Skill Aufbau begleitet. Bei Networking Events – den so genannten „Matching Days“ – werden Verbindungen mit Unternehmen geknüpft, die das Potential von Menschen mit Behinderung erkannt haben und offen sind für neue Wege im Recruiting.

myAbility Talent Program

Wie Speed Dating, nur sinnvoller: Gemeinsam mit zwei anderen namhaften österreichischen Unternehmen – Hofer und Swietelsky – hat die voestalpine am „Matching Day“ Kontakt zu vielversprechenden Talents geknüpft.

Die ersten Kontakte werden dann bei so genannten „Job-Shadowings“ vertieft: Ausgewählte Talents verbringen ein bis drei Tage an der Seite  der Job „Shadowinggeber“ und erhalten Einblick in deren Arbeitsalltag. Sie begleiten wie „Schatten“ in Meetings, Tätigkeiten, Veranstaltungen, etc. Aus diesem Kennenlernen kann (aber muss nicht) ein Dienstverhältnis entstehen. In jedem Fall profitieren beide Seiten von der (oftmals für beide) neuen Erfahrung.

myAbility Talent Program

Zwei Fragen an …

… Christoph Graf (Corporate HR voestalpine AG)

Warum macht die voestalpine beim myAbility Talent Program mit?

Zum einen wollen wir damit unserer sozialen Verantwortung noch ein Stück weit mehr gerecht werden, das liegt in unserer DNA – Corporate Social Responsibility ist uns seit jeher wichtig. Und zum anderen wollen wir, ich sage es ganz ehrlich, uns damit neue Möglichkeiten eröffnen, High Potentials kennen zu lernen. Es ist kein Geheimnis, dass der „War for Talents“, egal ob in der IT, in der Technik, in der Forschung und in vielen anderen Bereichen schon längst begonnen hat.

Christoph Graf

Christoph Graf (Corporate HR voestalpine AG)

Ist die voestalpine bei diesem Thema offener als andere Unternehmen?

Dass die Menschen in einem Unternehmen die zentralen Erfolgsfaktoren sind, das behauptet ja heute jeder Arbeitgeber von sich. Wichtig ist, wie man diesen Leitsatz mit Leben füllt. Und da sind wir in manchen Bereichen weit voraus, in anderen stehen wir erst am Anfang – Stichwort „Diversity“. Faktum ist, dass die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, bei uns in der voestalpine groß ist. Genau diese Bereitschaft zeichnet uns ja im Bereich F&E zum Beispiel seit langem aus. Diesen Spirit gilt es nun auszurollen auf andere Themen. Ich bin fest davon überzeugt: Je bunter unsere Belegschaft ist, desto mehr können alle voneinander profitieren.

Christopher Eberl

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