Auszeichnung und neuer Meilenstein für die voestalpine Stahlstiftung 3 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

Auszeichnung und neuer Meilenstein für die voestalpine Stahlstiftung

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Im November feierte die voestalpine Stahlstiftung einen neuen Meilenstein: Der 8.000ste Teilnehmer trat in die Stiftung ein. Im Juni 2016 wurde die Stahlstiftung beim Staatspreis für Unternehmensqualität für ihr nachhaltiges Engagement mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Ein Mitarbeiter, der seinen Arbeitsplatz verliert, soll nicht nur Geld im Rahmen eines Sozialplans erhalten, sondern eine berufliche (Neu)Orientierung, Qualifizierung und Unterstützung bei der Jobsuche. Das war die Grundidee der Stahlstiftung, die 1987 im Zuge der Stahlkrise auf Initiative von Betriebsräten und Managern gestartet wurde. Die Finanzierung kam durch einen Solidaritätsbeitrag aller Mitarbeiter zustande, die im Unternehmen blieben. Dieses Modell der Stahlstiftung wurde zum Erfolg. Nur gut 10 % jener, die in der Stiftung auf Arbeitsplatzsuche waren, mussten ohne neuen Job ausscheiden.

8.000ster Teilnehmer

Anfang November feierte die voestalpine Stahlstiftung ein Jubiläum: Der 8.000ste Teilnehmer trat in die Stahlstiftung ein. Und so wie alle anderen zuvor wird auch diese Person bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt. Dazu stehen Angebote wie berufliche Qualifizierung, Bildungsberatung, Qualifikationsangebote und Coaching in schwierigen Situationen zur Verfügung. Die absolvierten Qualifikationen reichen von Lehrabschlussprüfungen, über Kurse und Lehrgänge bis zu Berufsbildenden Höheren Schulen oder Universitäten.

Knapp 80 Mitgliedsfirmen nützen das Angebot der Stahlstiftung

Auszeichnung für voestalpine StahlstiftungDie Mitarbeiter von knapp 80 Mitgliedsfirmen finanzieren über einen Solidarbeitrag die Arbeit der Stahlstiftung und können damit – wenn Arbeitsplätze aus wirtschaftlichen oder strukturellen Gründen wegfallen – das Stiftungsangebot nutzen. Die Stahlstiftung wurde im Laufe der Jahre zum Vorbild für weitere Arbeitsstiftungen. Es entstanden Unternehmens-, Regional-, Branchen- und Insolvenzstiftungen. 1997 wurde das Stiftungsmodell von der Kommission der Europäischen Union als Best-Practice-Beispiel aktiver Arbeitsmarktpolitik ausgezeichnet.

5 Sterne für die voestalpine Stahlstiftung

2016 nahm die voestalpine Stahlstiftung zum ersten Mal am Staatspreis für Qualität teil. Nach einer sehr intensiven Vorbereitungsphase, deren Ergebnis auch ein neues Leitbild für die Stahlstiftung hervorbrachte, fand das Assessment statt.

Auszeichnung und neuer Meilenstein für die voestalpine Stahlstiftung

Eine Abordnung der voestalpine Stahlstiftung nahm im Palais Ferstel feierlich die Urkunde entgegen.

Ein Assessorenteam interviewte die Geschäftsführung, Mitarbeiter sowie Teilnehmer der Stiftung, um sich ein umfassendes Bild schaffen zu können. Betrachtet wurden die Themen Führung, Strategie, Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen, sowie die Kennzahlen. Der Staatspreis basiert auf dem EFQM Excellence Modell und am Ende des Assessments kommt es zu einem Punkteergebnis.

Viele Unternehmen, die das erste Mal am Staatspreis für Qualität teilnehmen, erlangen meist Ergebnisse im 300er Bereich, was eine Auszeichnung mit 3-Sternen bedeutet.  Die Stahlstiftung schaffte auf Grund ihres hohen Reifegrades auf Anhieb über 500 Punkte und ist somit ein 5-Stern Unternehmen. Eine kleine Abordnung der Stahlstiftung nahm im Palais Ferstel feierlich die Urkunde entgegen. Der Staatspreis selber, wurde leider (noch) nicht gewonnen. Dennoch ist die Stahlstiftung mit ihrem Auftritt die erste Arbeitsstiftung in Österreich, welche einen Schritt voraus ist.

Christopher Eberl

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