25 Jahre Stahlstiftung – Erfolgsgeschichte Rene Windisch 3 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

25 Jahre Stahlstiftung – Erfolgsgeschichte Rene Windisch

Thomas Lindenhofer

Vor 25 Jahren wurde die voestalpine Stahlstiftung ins Leben gerufen. Sehr vielen, unter anderem auch Rene Windisch, bot sie eine Möglichkeit zur beruflichen Veränderung.

25 Jahre voestalpine Stahlstiftung – Erfolgsgeschichte Rene WindischNach seinem erfolgreichen Lehrabschluss als Schlosser kam Rene Windisch sehr viel in der Welt herum. Er diente als Zeitsoldat auf den Golanhöhen und im Kosovo und war danach in Deutschland und Belgien im Anlagenbau der Automobilindustrie tätig. Da zunehmend alle Kontakte in die Heimat verloren gingen, wechselte er schließlich 2005 zur voestalpine Austria Draht. Im Zuge der Wirtschaftskrise wurde nicht nur auf Kurzarbeit gesetzt und Urlaub abgebaut, einige Kollegen konnten in andere voestalpine Unternehmen wechseln und einigen wurde eine Weiterbildung im Rahmen der Stahlstiftung angeboten.

Das Unternehmen setzte alles daran, niemanden kündigen zu müssen. „Für mich persönlich hätte die krisenbedingte Personalumstellung in der Produktion wahrscheinlich bedeutet, wieder „Springer“ zu werden. Dabei wäre ich nicht nur Steuerstände und Walzer gesprungen, sondern auch die Querhalle. Das wäre ein Rückschritt gewesen, da ich dort schon in meiner Anfangszeit an den Kränen und beim Windungsleger war. Neben der wenig verlockenden Aussicht wieder dort zu sein, wo ich anfing, war es auch der Wunsch nach Weiterbildung, der mir meine Entscheidung erleichterte“, erinnert sich Rene Windisch.
Im Zuge des ersten Informationsgespräches in der Stahlstiftung erfuhr er, dass viele Kollegen einen HTL-Abschluss machten. Für jemanden, der gerade ein Haus gebaut hat, sind Finanzen natürlich ein großes Thema. Die Entscheidung die Matura nachzuholen musste daher gut überlegt sein. Es folgten einige sehr aufschlussreiche und intensive Beratungsgespräche, an deren Ende die Entscheidung für die Stahlstiftung und die HTL für Maschinenbau/ Wirtschaftsingenieurwesen stand. „Trotz aller Vorbereitungen hatte ich ein flaues Gefühl im Magen. Meine Schulzeit lag mittlerweile doch schon viele Jahre zurück. Alle Zweifel verflogen jedoch im Handumdrehen, als ich die ersten Prüfungen mit sehr guten Leistungen bestand.“
Das vorgeschriebene Praktikum konnte er bei der voestalpine in Donawitz beginnen. In der Zwischenzeit hatte sich die Auftragslage  wieder stark verbessert und so bekam Rene Windisch noch vor dem Ende der Ausbildungszeit ein Jobangebot für den Werksausbau. Da man aber nicht gleichzeitig in einem Dienstverhältnis und Stiftungsteilnehmer sein kann, entschied er sich für einen Stiftungsaustritt und die Möglichkeit die HTL berufsbegleitend abzuschließen. „Mein neuer Job ist abwechslungsreich, interessant und macht große Freude. Es ist ein Mix aus Projektabwicklung, Projektleitung, Kommunikation, Organisation und sehr viel Koordinationsarbeit. Es war eine gute Entscheidung, in der Krise in die Stahlstiftung zu gehen. Mit der richtigen Ausbildung stehen einem einfach viel mehr Möglichkeiten offen.“