voestalpine beteiligt sich an Forschungsinitiative „Virtual Vehicle Austria Consortium+“ 4 Minuten Lesezeit
Mobilität

voestalpine beteiligt sich an Forschungsinitiative „Virtual Vehicle Austria Consortium+“

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Die Top-Player der heimischen Bahnindustrie, darunter auch voestalpine, haben sich zum „Virtual Vehicle Austria Consortium+“ zusammengeschlossen. Ende 2015 erhielt das Konsortium den Zuschlag zur Teilnahme an der Forschungsinitiative „Shift2Rail“.

Vier österreichische Marktführer der internationalen Bahn-Branche, der größte Frachtwaggonhersteller Europas sowie acht weitere Top-Player aus der Industrie haben sich zum „Virtual Vehicle Austria Consortium+“ (VVAC+) zusammengeschlossen. Darunter auch die voestalpine-Gesellschaften im Bereich Schienen und Weichensysteme, die voestalpine Schienen GmbH und die voestalpine VAE GmbH.

pressekonferenz shift2rail

Pressekonferenz “Alles auf Schiene”: Österreichisches Konsortium schafft Einstieg in 920 Mio. Euro schwere
Forschungsinitiative. (v.l.n.r.): Sektionschef Mag. Andreas Reichhardt (BMVIT), Dr. Klaus Pseiner (Geschäftsführer FFG), Dr. Jost Bernasch (Geschäftsführer, VIRTUAL VEHICLE), Dr. Christian Buchmann (Wirtschaftslandesrat Steiermark), Dr. Thomas Starzer (Geschäftsführer, voestalpine Forschungsservicegesellschaft Donawitz GmbH), Dr. Josef Affenzeller (Prokurist, Koordinator nat. & intern. Forschung, AVL List GmbH), Dr. Martin Rosenberger (Projektleiter VVAC+, VIRTUAL VEHICLE).

 

"Die voestalpine zählt im Bereich der Bahninfrastruktur mit ihren Produkten zu den globalen Markt- und Technologieführern. Um diese Position auch in Zukunft halten und ausbauen zu können, sind Innovationen und die Zusammenarbeit mit externen Forschungspartnern, wie sie im Rahmen der Forschungsinitiative Shift2Rail forciert werden sollen, unerlässlich."
Thomas Starzer, Geschäftsführer, voestalpine Forschungsservicegesellschaft Donawitz GmbH

Das Ziel der Vereinigung: Der europäische Bahnverkehr und die Bahnindustrie sollen wesentlich vorangetrieben werden. Ende 2015 erhielt das Konsortium den Zuschlag zur Teilnahme an der europaweiten Forschungsinitiative „Shift2Rail“ in der Höhe von knapp 21 Mio. Euro. Die EU erwartet sich dadurch

  • eine deutliche Verbesserung des Transportsystems und
  • eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bahnindustrie.

Darüber hinaus profitiert Österreich von neuen Arbeitsplätzen, der weltweiten Vermarktung heimischer Technologien und Vorteilen für den Forschungs- und Innovationsstandort.

Die Bahn als Transportmittel der Zukunft

VIRTUAL VEHICLE Research Center

Der österreichische Schienenfahrzeugbau ist der EU-weite Spitzenreiter in Bezug auf F&E-Leistung: 9 % der Wertschöpfung werden in Forschung und Entwicklung investiert. Bild: VIRTUAL VEHICLE Research Center

Die Bahn als Transportmittel hat für Europa großes Potential und wird als wesentlicher Faktor in der Erreichung der längerfristigen Ziele im Bereich Transport gesehen: Die europäischen Entwicklungen sollen in Richtung intelligentes, langfristiges und ganzheitliches Wachstum gehen. Das gesamte Verkehrssystem soll ressourcen-effizient und vor allem wettbewerbsfähig sein.

Dank der laufenden Entwicklung neuer Bahnlösungen und hoher Investitionen im Bereich der Schnellbahnen erlebt die Eisenbahn in Österreich sowie in Teilen Nord-, West- und Zentraleuropas bereits heute einen großen Aufschwung. Trotzdem hinken die Marktanteile im Vergleich zu anderen Transportmitteln noch hinterher. Für Europa – und somit für die Forschungsinitiative Shift2Rail – bleibt also noch viel zu tun, um die großen Visionen umzusetzen und die globale Wettbewerbsfähigkeit garantieren zu können.

Gemeinsam an neuen Lösungen arbeiten

Seit Ende 2015 ist nun auch das VVAC+ (Virtual Vehicle Austria Consortium+) Teil von Shift2Rail, der ersten gesamt-europäischen Forschungsinitiative. Das VVAC+ wird dabei seine Kompetenzen in drei der fünf Innovationsprogramme von Shift2Rail einsetzen. Der Fokus liegt auf

  • der Umsetzung von kosteneffizienter und leistungsfähiger Infrastruktur sowie
  • auf Technologien für einen nachhaltigen und attraktiven europäischen Güterverkehr.

Derzeit werden erste konkrete Projekte innerhalb des Shift2Rail-Programms definiert, die ab Herbst 2016 starten werden.

Viktoria Steininger