Reindustrialisierung: Wachsender Markt in Nordamerika 3 Minuten Lesezeit
Innovation

Reindustrialisierung: Wachsender Markt in Nordamerika

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Für den voestalpine-Konzern ist Nordamerika ein wichtiger Wachstumsmarkt. Aber was macht Nordamerika und insbesondere die USA sowohl als Absatzmarkt als auch als Industriestandort so attraktiv?

nordamerikaDie voestalpine treibt ihre im Rahmen der Konzernstrategie 2020 beschlossene Internationalisierung weiter kräftig voran. In den Bestrebungen, v. a. außerhalb Europas zu wachsen, hat der voestalpine-Konzern insbesondere Nordamerika im Fokus. Beispiele dafür sind die Eröffnung eines neuen Produktionsstandortes in Cartersville (Georgia) und der Spatenstich für die geplante HBI-Anlage in Corpus Christi (Texas) Ende April 2014.

Neben dem voestalpine-Konzern wird Nordamerika auch für andere Unternehmen immer beliebter. Aber was macht Nordamerika und insbesondere die USA sowohl als Absatzmarkt als auch als Industriestandort so attraktiv?

 

Attraktiver Industriestandort

Die Gründe für Unternehmen wie die voestalpine in den USA zu investieren, sind vor allem zwei:

  • Einerseits bieten die USA, als größte Volkswirtschaft der Welt, dem voestalpine-Konzern Wachstumschancen in vielen relevanten Märkten
  • Andererseits machen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die USA als Industriestandort attraktiv

Gerade für energieintensive Wirtschaftszweige sind die historisch niedrigen Energiepreise entscheidend: Der Gaspreis in den USA liegt bei nur rund einem Drittel des europäischen, für Industriestrom muss man in Österreich mehr als doppelt so viel ausgeben.

cartersville voestalpine automotive body parts

Neuer Produktionsstandort in Cartersville, Georgia

Die niedrigen Energiepreise und das politisch stabile, kalkulierbare Umfeld ist ein weiteres wichtiges Kriterium für Standortentscheidungen. Denn im Gegensatz zu Europa gibt es in den USA ein klares Bekenntnis zur Industrie seitens der Politik, verbunden mit konkreten Initiativen wie dem Programm „SelectUSA“, das großen internationalen Konzernen Investitionen in den USA schmackhaft machen soll.

 

Reindustrialisierung erst am Beginn

Die positive Entwicklung im Bereich Energieversorgung wird sich in den USA fortsetzen: 2020 werden die Vereinigten Staaten der größte Energieproduzent der Welt, 2030 werden sie energieautark sein.

Doch nicht nur diese „Hard Facts“ machen die USA zu einem fruchtbaren Boden für die Industrie. Ein nicht unwesentlicher Faktor für die derzeitige Reindustrialisierung der USA sind auch weiche Faktoren, welche das Geschäftsleben beeinflussen. Einerseits wird die Bildungselite durch ethnische Diversität und die damit einhergehenden Sprachkenntnisse gefördert, andererseits sind auch die Flexibilität und Mobilität der Amerikaner ein Vorteil.

Ein Irrglaube ist es hingegen, dass es die USA in Sachen Umweltschutz weniger genau nehmen als die Europäer. Es bestehen nämlich ähnlich strenge Umweltauflagen wie in Europa.

 

voestalpine in Nordamerika: Umsatzverdreifachung als Ziel

Infografik Nordamerika

Infografik “voestalpine in Nordamerika”

Derzeit werden in Nordamerika 8 % des Konzernumsatzes, das entspricht rund 1 Mrd. EUR, erzielt. Bis 2020 wird eine Verdreifachung des Umsatzes, ein Anstieg von 8 % auf rund 15 %, in Nordamerika anvisiert. Insgesamt ist die voestalpine in Nordamerika bereits mit 68 Standorten und 36 Gesellschaften aller vier Divisionen in Kanada, Mexiko und den USA vertreten und beschäftigt 2.503 Mitarbeiter.

Mehr Daten und Fakten finden Sie in der Infografik „voestalpine in Nordamerika“: http://bit.ly/1lnNcP4

 

Schwerpunkt Nordamerika:

Viktoria Steininger