Optimierte Roboterprozesse dank Virtual Reality 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Optimierte Roboterprozesse dank Virtual Reality

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Am Automotive-Standort in Bunschoten, Niederlande, wird derzeit an einem einzigartigen Projekt im Bereich Digitalisierung gearbeitet: In Zusammenarbeit mit ABB werden diverse Roboterprozesse wie Schweißen, Lasern und Falzen mit Hilfe von Virtual Reality programmiert.

Die voestalpine Automotive Components Bunschoten übernimmt regelmäßig Roboteranlagen von ihren Kunden für die Produktion von Karosserieteilen im Servicesektor, wenn die Serienproduktion beim Originalhersteller ausgelaufen ist. Um diese in den eigenen Produktionsprozessen einsetzen zu können, müssen die Roboter vor Ort neu programmiert werden, damit die eigenen Daten mit den „neuen“ Geräten kompatibel zu machen. Das kostet Zeit und ist komplex. Außerdem müssen die Programmierer die 3D-Daten auf einem normalen 2D-Schirm Computerbildschirm beurteilen. Durch den Einsatz von Virtual Reality wird dieser Prozess nun effizienter und einfacher.

Virtuelle Simulation erleichtert Inbetriebnahme

In der voestalpine-Niederlassung in den Niederlanden arbeitet man nun an einem völlig neuen Konzept, das dort viel Zeit sparen wird bei der Inbetriebnahme der Installationen. Hierbei werden die gelieferten Gerätschaften im ersten Schritt mit einem Handscanner eingescannt und an den Programmierer geschickt. Mit Hilfe einer Virtual Reality Brille kann sich der Programmierer im zweiten Schritt dann in seinem Büro den Zustand des gelieferten Gerätes virtuell genau ansehen. Im dritten Schritt arbeitet die voestalpine Automotive Components Bunschoten mit dem Roboterproduzenten ABB zusammen. Deren Programm simuliert für den Programmierer in der virtuellen Realität den Arm des Roboters. Den Roboterarm kann man virtuell bedienen und festlegen, wo die Roboterpunkte platziert werden müssen. Der Computer merkt sich die Koordinaten und so kann der echte Roboter mit Hilfe des virtuellen Programms später die simulierten Schritte an der realen Anlage wiederholen.

Diese Arbeitsweise hat viele Vorteile: Zum einen geht das Programmieren so viel schneller und es können auch weniger erfahrene Programmierer diese Arbeit ausführen, weil die virtuelle Umgebung viel intuitiver ist. Zum anderen können die Techniker die nötigen Roboterbewegungen in der virtuellen Umgebung visuell viel besser einschätzen und somit laufen die Roboterarme viel schneller fehlerfrei.

Enge Zusammenarbeit mit ABB

Das gemeinsame Projekt mit dem Technologieunternehmen ABB und den Kollegen in Bunschoten ist einzigartig: derzeit gibt es keinen anderen Hersteller der ein so weit entwickeltes Virtual Reality Programm für seine Roboter anbietet. Der Erfolgsfaktor dafür ist unter anderem die enge Zusammenarbeit und der wechselseitiger Austausch der Experten bei voestalpine und ABB.

 

Viktoria Steininger