Neue Kaltprofilwalzanlage am Standort Bruck an der Mur 2 Minuten Lesezeit
Technologie

Neue Kaltprofilwalzanlage am Standort Bruck an der Mur

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

Mit der jüngsten Investition in eine neue Kaltprofilwalzanlage positioniert sich voestalpine Wire Technology mit Sitz in Bruck an der Mur als Komplettanbieter im Profildrahtsektor und eröffnet sich Zugang zu neuen Märkten, unter anderem im Bereich der Lebensmittelindustrie.

Die neue Kaltprofilwalzanlage der voestalpine Wire Technology ermöglicht durch höchste Flexibilität in Bezug auf das Dimensionsportfolio und die Produktion von sehr kleinen Querschnitten zusätzliche Anwendungsfelder für die in Bruck an der Mur produzierten Hochleistungsdrähte.

Profildrähte für die Lebensmittelindustrie

Auf Basis der neuen Anlage wird das bestehende Angebot um Profildrähte mit einem Querschnitt von bis zu 2 mm² erweitert (bisher max. 6 mm²) sowie die Oberflächenqualität der Drähte weiter optimiert. Besonders gefragt sind diese speziellen Profildrähte in der Lebensmittelindustrie, wo bei Konservierungsprozessen höchste Anforderungen an das eingesetzte Material gestellt werden. Bei der sogenannten Hochdruckbehandlung werden Lebensmittel mit einem Druck von bis zu 6.000 bar – dies entspricht in etwa dem Druck in theoretischen 60 km Meerestiefe – haltbar gemacht. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass sich der Druck überall im Produkt gleich stark verteilt und keine Erhitzung notwendig ist.

Das Projektteam der voestalpine Wire Technology

 

Die für die Armierung von solchen Hochdruckbehältern speziell benötigten Flachdrähte werden nun von voestalpine Wire Technology auf der neuen Kaltprofilwalzanlage hergestellt. Diese Drähte müssen den enormen Kräften, die im Inneren des Hochdruckbehälters aufgebaut werden, entgegenwirken. Laut der Organisation der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft wird der Anteil von Lebensmitteln, die im Hochdruckverfahren konserviert werden, künftig um rund 15 % pro Jahr steigen.


Christopher Eberl