Mission zum Mars: mit Beteiligung von BÖHLER Schmiedetechnik 3 Minuten Lesezeit
Innovation

Mission zum Mars: mit Beteiligung von BÖHLER Schmiedetechnik

Viktoria Steininger (Karenz)
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Im August 2015 führt das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) ihre 11. Mars Analog Simulation durch. Dieses Mal ist der Kaunertaler Gletscher in Österreich Schauplatz einer simulierten, bemannten Marsmission. Mit dabei das Know-how von BÖHLER Schmiedetechnik.

In den unendlichen Weiten des Weltalls, konkret am roten Planeten Mars, schwebt bald ein Astronaut mit einem Helm, der unter anderem mit dem Know-how der voestalpine-Tochter BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG optimiert wurde. Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) führt dazu vom 3. bis 15. August 2015 gemeinsam mit internationalen Partnern eine zweiwöchige Mars Simulation („AMADEE-15“) auf Eis- und Blockgletschern im Kaunertal, Österreich, durch. Dabei stellen Analog-Astronauten in Raumanzugssimulatoren und mit robotischen Fahrzeugen die Erkundung des Planeten Mars nach.

Team

Das Team von BÖHLER Schmiedetechnik (Martin Stockinger, Alfred Krumphals (Projektleiter), Marko Bek, Robert Augustinovic, Philip Span, Hans Puhr; nicht am Bild: Robert Ellmeier und Michael Lutterschmidt). Die Arbeiten an dem Projekt wurden von den Beteiligten größtenteils neben der Normalarbeitszeit durchgeführt. (Copyright: Böhler Schmiedetechnik / ÖWF)

Optimierung des Helms durch BÖHLER Schmiedetechnik

Dieser Raumanzugsimulator, der sogenannte „AOUDA-Raumanzug-Simulator“, ist eines der derzeit laufenden ÖWF-Forschungsprojekte. Laut ÖWF-Definition handelt es sich dabei um ein 45 kg schweres „Raumschiff zum Anziehen“, das allen Eventualitäten des Weltalls gewachsen sein muss. Dieser Raumanzugsimulator wird ständig weiterentwickelt. Erst kürzlich suchte das ÖWF nach einem kompetenten Partner für ein notwendiges Redesign und trat an die voestalpine heran. Der Helm des Raumanzugs wurde dann in weiterer Folge mit Hilfe der BÖHLER Schmiedetechnik in Zusammenarbeit mit der Firma Taibinger & Co. Sondermaschinenbau in Kindberg optimiert. Das Redesign des Helms beinhaltete folgende Komponenten:

  • Das bestehende Aluminium-Design wurde überarbeitet – die neue Helmausführung ist nun aus Titan (Ti-6Al-4V).
  • Das provisorische Verschlusssystem wurde professionalisiert: Das neue System verfügt nun über eine geeignete, luftdichte Datenverbindung des notwendigen Datenkabels (USB 3.0) in den Anzug. Der Verschluss kann außerdem vom Astronauten im Notfall allein geöffnet werden.

Die BÖHLER Schmiedetechnik konnte dank ihres Forschungs- und Innovationsvorsprungs die ultraleichten und gleichzeitig hochbeständigen Titanteile für den Raumanzug schmieden und so einen wichtigen Beitrag zum ÖWF-Projekt liefern.

Mission zum Mars: mit Beteiligung von BÖHLER Schmiedetechnik

Bei den Dreharbeiten für Video in den Dachsteinhöhlen für den schwedischen Songcontest-Beitrag. Der Helm ist „made by“ Böhler Schmiedetechnik (Foto: Manfred Schöpf).

Raumanzug für Songcontest Videodreh

Dieser Raumanzug war übrigens auch im Video des schwedischen Siegerbeitrags des ESC 2015 im Einsatz. Der Dreharbeiten zum Video fanden in den Dachsteinhöhlen in Oberösterreich statt.

Ein Prototyp des Helms wird bald auch in der voestalpine Stahlwelt in Linz zu bewundern sein.

AOUDA-Raumanzug-Simulator

AOUDA-Raumanzug-Simulator (Copyright: Böhler Schmiedetechnik / ÖWF)

Weitere Informationen:

Viktoria Steininger (Karenz)