Metal Additive Manufacturing Conference 2016: Zwischenstopp auf dem Weg in die Zukunft 3 Minuten Lesezeit
Innovation

Metal Additive Manufacturing Conference 2016: Zwischenstopp auf dem Weg in die Zukunft

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Zwei Tage lang ist Linz bei der Metal Additive Manufacturing Conference das Gravitationszentrum der jungen Welt des 3-D-Drucks mit Metall.

Bei der zweiten Ausgabe der MAMC – Metal Additive Manufacturing Conference am 24. und 25. November 2016 tauschen sich Forscher, Entwickler und Hersteller in der voestalpine Stahlwelt über die rasanten Fortschritte der neuen Disziplin in der Metallproduktion seit der ersten MAMC vor zwei Jahren aus – und berichten über die Herausforderungen, denen sie sich beim Teilebau aus Metallpulver gerade stellen.

Hochkarätige Konferenz

2. Metal Additive Manufacturing Conference

Die Gastgeber

Es ist eine hochkarätige Konferenzgemeinschaft von über 220 Teilnehmern aus 23 Nationen, die Gastgeber Franz Rotter bei der Eröffnung der Metal Additive Manufacturing Conference 2016 am frühen Donnerstagvormittag des 24. November im gut gefüllten Besucherzentrum der voestalpine begrüßen kann. Wissenschafter der Technischen Universität Peking, des deutschen Fraunhofer Instituts für Lasertechnologie, der Freien Universität Brüssel und zahlreicher anderer Hochschulen zählen ebenso zu ihr wie Vertreter von Unternehmen und Organisationen wie Airbus, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder der europäischen Weltraumorganisation ESA. Gut gefüllt ist nicht nur das Auditorium im Tiefparterre der voestalpine Stahlwelt, sondern auch das Veranstaltungsprogramm mit nicht weniger als 35 Vorträgen und Präsentationen.

"Wir haben einen klaren strategischen Fokus auf Metal Additive Manufacturing."
ZitatFranz Rotter, Leiter der Special Steel Division der voestalpine und Präsident der ASMET

Rotters Gastgeberrolle ist dabei eine doppelte: Er ist Präsident der ASMET, der Austrian Society for Metallurgy and Materials, die zur Konferenz eingeladen hat, und in Personalunion  auch Leiter der Special Steel Division des Konferenzpartners voestalpine. In letzterer Eigenschaft betont Rotter, dass die voestalpine bei den neuen Technologien unbedingt vorne mit dabei sein wolle: “Wir haben einen klaren strategischen Fokus auf Metal Additive Manufacturing.” Das sei ein weiterer wichtiger Schritt für das zum Technologie- und Industriegüterkonzern gewordene Weltunternehmen.

Die Rohstoffe: Wissen und Metallpulver

Erst Mitte September hat der Konzern in Düsseldorf seine diesbezügliche Forschungs- und  Entwicklungsarbeit im neu eröffneten voestalpine Additive Manufacturing Center in Düsseldorf gebündelt. Franz Rotter: “Unser Blick ist hier insbesondere auf den Werkzeugbau als eines unserer angestammten Kerngebiete gerichtet.” Mit der österreichischen Böhler Edelstahl GmbH und der schwedischen Uddeholms AB sorgen zwei Konzerntöchter der voestalpine dafür, dass das Metallpulver für den 3-D-Druck in verschiedenen Zusammensetzungen zur Verfügung steht. Damit hat die voestalpine die wichtigsten Rohstoffe direkt im Unternehmen an der Hand: Know-how und Pulver.

Neue Geschäftslogiken am Horizont

Für die Fachleute von Böhler, Uddeholm und des voestalpine Additive Manufacturing Centers ist die MAMC eine Pflichtveranstaltung, deren Programm sie mit Vorträgen und Präsentationen auch aktiv mitgestalten. Auf diesem steht neben vielen material- und verfahrenstechnischen Details auch die Frage nach den zukünftigen Marktperspektiven für die additive Fertigung.

"Woran wir in Düsseldorf arbeiten, spielt von Amerika bis Taiwan weltweit eine große Rolle in unserem Konzern. Da werden in den nächsten Jahren neuartige Geschäftslogiken entstehen. "
ZitatFranz Rotter

Schon zu Konferenzbeginn steht also fest, dass sich hier etwas Großes mit dem Potenzial auftut, die metallindustriellen Wertschöpfungsketten künftig neu zu gestalten.

Viktoria Steininger