Materialeigenschaften sind Charaktersache 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Materialeigenschaften sind Charaktersache

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Seit 12. Jänner ist die Linzer Johannes Kepler Universität um ein Christian Doppler Labor und die voestalpine um eine viel versprechende Forschungskooperation reicher.

Eröffnet wurde das neue Christian Doppler Labor für mikroskopische und spektroskopische Materialcharakterisierung (kurz: MS-MACH) von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Das neue Labor unter der Leitung von David Stifter entwickelt zukunftsträchtige Analysetechniken für die Charakterisierung von Oberflächen und Schichtsystemen – für hochqualitative Stähle sind effektive Werkzeuge zur genauen Charakterisierung des Materials in jedem Schritt der Produktentwicklung und Produktion unerlässlich.

Investition in die Zukunft

Beheimatet ist das neue Labor am Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik (ZONA) an der Johannes Kepler Universität – ZONA wird übrigens seit der Gründung im Jahr 2008 von der voestalpine unterstützt. Das neue MS-MACH-Labor, das bereits siebente Christian Doppler Labor an der Johannes Kepler Universität, verfügt über ein Jahresbudget von 550.000 Euro. Dieses wird je zur Hälfte vom Wirtschaftsministerium und von der voestalpine Stahl GmbH sowie der EV Group E. Thallner GmbH aufgebracht. „Marktführerschaft geht nur mehr über Technologieführerschaft – wir erwarten uns von dieser Kooperation einen neuerlichen Schub für unsere Produktentwicklung“, sagte voestalpine Forschungschef Peter Schwab bei der Eröffnung.

voestalpine an 15 CD-Labors beteiligt

Die voestalpine ist zurzeit an 15 Christian Doppler Labors beteiligt – an Universitäten und Forschungsinstituten in Leoben, Linz, Graz, München und Düsseldorf – und ist damit der größte Partner der Christian Doppler Gesellschaft. Von der engen und auf sieben Jahre begrenzten Partnerschaft im Rahmen eines CD-Labors profitieren alle beteiligten Partner: Die voestalpine erhält Know-how aus der Grundlagenforschung für ihre industriellen Anwendungen. Für die zumeist jungen Wissenschafter ist es eine gute Gelegenheit, sich auf ihrem Fachgebiet zu etablieren. Und auch die Universitäten, die den Labors die Infrastruktur zur Verfügung stellen, werden als Forschungsstandort aufgewertet.

Die Christian Doppler Gesellschaft

Ziel der Christian Doppler Gesellschaft (CDG) ist die Förderung der „anwendungsorientierten Grundlagenforschung“. Die Labors gelten als Brücken zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen Universitäten und Unternehmen – sie werden relativ unbürokratisch und ohne große Overheadkosten an Universitäten oder außeruniversitären Forschungsinstitutionen für maximal sieben Jahre eingerichtet. In diesen Labors arbeiten die Wissenschafter zielgerichtet an von den Partnerunternehmen vorgegebenen Fragestellungen.