Im Drohnenflug zur Lageroptimierung 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Im Drohnenflug zur Lageroptimierung

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Digitale Hilfe aus ungewohnter Perspektive verhilft voestalpine Automotive Components Bunschoten zur effektiveren Nutzung der stark frequentierten Lagerflächen für Presswerkzeuge.

Bei einem gut drei Hektar großen Lager mit 8.000 Presswerkzeugen fällt es nicht leicht, die Übersicht zu behalten. Das ist eine der Herausforderungen, vor der man am voestalpine-Standort Bunschoten steht, denn die Ausweitung der Produktion verlangt mehr Werkzeuge, die zu lagern und rechtzeitig bereitzustellen sind.

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Lagerausschnitt aus Drohnensicht: 8.000 Werkzeuge von 60 x 60 cm bis 2,6 x 4,5 m.

Digitaler Check

DrohneLandwirtschaftlich genutzte Fläche auf der einen, Gewerbebetriebe auf der anderen Seite, im Rücken die eigenen Produktionshallen – der Lagerplatz für die meist tonnenschweren Presswerkzeuge ist begrenzt. Zu viert übereinander gestapelt ist auch die dritte Dimension schon so gut wie ausgereizt. In dieser außerordentlichen Situation griff man bei der voestalpine Automotive Components Bunschoten zu einer unkonventionellen Lösung: Damit herausgefunden werden kann, wie und wo der Platz besser genutzt werden kann, wurde mithilfe eines spezialisierten Unternehmens das Lager per Drohne aufgenommen und die 3D-Daten für Virtual-Reality-Programme aufbereitet.

 

Virtuelle Lagerpflege

Nur wenige Stunden währte die Luftunterstützung, dann konnten alle Messdaten in das Programm überspielt und verarbeitet werden. Das Ergebnis fasziniert; versehen mit einer VR-Brille kann man jetzt den Bestand im besten Sinne überschauen, „zu Fuß“ die Gassen in alle Richtungen durchstreifen, die Ausrichtung der Werkzeugstapel eingehend prüfen – und vor allem Lücken in den Lagerreihen lokalisieren und vermessen. Damit erbringt die virtuelle Tool-Tour große Vorteile für die Optimierung des Lagers:

  • bessere Übersicht und eine
  • noch effizientere Nutzung der vorhandenen Fläche.
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Die Brille zur Effektivität: Prüfung der Platzverfügbarkeit im Werkzeuglager mithilfe eines virtuellen 3D-Bildes.

Bereits jetzt geht man davon aus, dass mit der digital optimierten Planung ein Lagerplatzgewinn von 5 % – mehr als 100 zusätzliche Werkzeuge – erzielt wird.

Bei voestalpine Automotive Components Bunschoten und anderenorts gibt es sicher noch weitere Reserven auf diese intelligente, zeitsparende Art zu erschließen.

Rubert Dröge

Mitarbeiter Rubert Dröge digital orientiert am „echten“ Lager.

Viktoria Steininger