Hybridplatine-Prototyp – der Wissenschaft einen Schritt voraus 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Hybridplatine-Prototyp – der Wissenschaft einen Schritt voraus

Stephanie Bauer
Als voestalpine Digital Native der ersten Stunde ist Stephanie Bauer für die Corporate Online & Social Media Strategie verantwortlich, als Chef vom Dienst für das Themenmanagement im Newsroom.

Gemeinsam mit Fronius gelang es der voestalpine Stahl GmbH die bisher herrschende Lehrmeinung technischer Wissenschaften zu widerlegen und einen Hybridplatine-Prototypen zu entwickeln.

Hybridplatine-Prototyp – der Wissenschaft einen Schritt voraus

Bis vor wenigen Jahren wurde noch an Universitäten gelehrt, dass thermisches Fügen von Stahl und Aluminium unmöglich bzw. die Verbindung so brüchig wie Keramik oder Glas ist. Die voestalpine schaffte es gemeinsam mit Fronius dennoch das Gegenteil zu beweisen.

Durch die Kombination aus dem Stahl-Anarbeitungspatent der voestalpine und dem Aluminium-Fügeprozess von Fronius sowie durch die Verwendung des richtigen Schweißlot und der idealen Schweißgeschwindigkeit, konnten Schweißnähte mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften erlangt werden. Mithilfe der Hybridplatine werden Aluminium und Stahl miteinander verschweißt und daraus entsteht ein Bauteil. Darüber hinaus zeichnet sich die Hybridplatine durch eine einwandfreie statische und dynamische Nahtfestigkeit, eine hohe Korrisionsbeständigkeit sowie eine gute Umformbarkeit aus.

Gemeinsam mit Fronius wurde eine Prototypenanlage in Wels aufgebaut. Hier können Hybridplatinen für Bauteile-Kleinserien produziert werden. Rückmeldungen, dass sich die Qualität für die Anwendung eignet, gibt es bereits von den Automobilherstellern. Wann die Innovation aber tatsächlich in einem Serienauto zu finden sein wird lässt sich noch nicht abschätzen.

Von den Redakteuren der Automobilfachzeitschrift Auto-Revue wurde die Hybridplatine im Vorjahr zur „Innovation des Jahres“ gewählt.