Großprojekt Hochofenzustellung: Gut vorbereitet dank virtueller Simulation 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Großprojekt Hochofenzustellung: Gut vorbereitet dank virtueller Simulation

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Der Hochofen A am Standort Linz geht nach einer „Ofenreise“ im Sommer 2018 in einen umfassenden Wartungsstillstand. Um einen reibungslosen Ablauf der Zustellung zu gewährleisten, werden alle Anlagenbereiche im Vorfeld virtuell simuliert.

Bei einem von Juni bis September 2018 dauernden Großprojekt der Steel Division erfolgt die Neuzustellung des Hochofen A, der für zwei Drittel der erzeugten Roheisenmenge am Standort Linz sorgt. Neben dem Austausch des Feuerfestmaterials findet auch eine Erneuerung der Nebenanlagen, wie z.B. der Winderhitzer, Gebläsezentrale, Gasreinigung etc. statt. Um eine professionelle Abwicklung sicherzustellen, wird der Projektablauf mittels eines digitalen Systems im Vorfeld wirklichkeitsnah simuliert.

Digitalisierte Welt am Hochofen

Großprojekt Hochofenzustellung: Gut vorbereitet dank virtueller Simulation

Bereits bei der vergangenen Zustellung der beiden kleinen Hochöfen (5 + 6) wurde in einigen Teilbereichen mit Simulationen gearbeitet. Im Zuge der Hochofen-A Zustellung gehen die Verantwortlichen nun erstmals daran, den gesamten Anlagenbereich digital abzubilden und alle Szenarien durchzuspielen: Anlagen hochfahren, Roheisen produzieren und gezieltes Niederfahren. Rund zwei Jahre Vorbereitung waren nötig, um einen virtuellen „Klon“ des Hochofen A im System abzubilden. Dabei werden vierzig CPUs (Prozessoren) mit ca. 250.000 Ein/Aus- und Softwaresignalen digital dargestellt. In insgesamt fünf Räumen werden rund vierzig Mitarbeiter – darunter Softwareprofis, Anlagenbediener, Instandhaltungspersonal und Betriebsingenieure – gleichzeitig an der Simulation über einen Zeitraum von vier Monaten tätig sein. Danach ist man für einen reibungslosen Ablauf im Echtbetrieb bestens gerüstet.

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Viktoria Steininger