EUMICON Enquete 2017 im Zeichen der Digitalisierung 2 Minuten Lesezeit
Innovation

EUMICON Enquete 2017 im Zeichen der Digitalisierung

Christopher Eberl
Holds editorial responsibility for career topics and for the apprentice website. His stories offer insights into the world of work at voestalpine.

Die zweitägige EUMICON Enquete (15. & 16. März) in Wien widmete sich dem Thema Smart Mining und Production. Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied und Leiter der Steel Division des voestalpine-Konzerns, sprach auf dieser Konferenz über die Entwicklung digitaler Innovationen sowie Geschäftsmodelle.

Die European Mineral Resources Confederation (kurz: EUMICON) versteht sich als Plattform der internationalen Rohstoffbranche im Schnittpunkt zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Im Fokus stehen vor allem die Gewinnung, Aufbereitung und das Recycling mineralischer Rohstoffe. Mitte März widmete man sich bei der zweitägigen Konferenz dem Themengebiet „Smart Mining und Production“. Mehr als 120 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik trafen sich bei der EUMICON Enquete 2017 zu hochkarätigen Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Auch Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied und Leiter der Steel Division, diskutierte am 15. März über die Chancen sowie Herausforderungen der digitalen Transformation und der dazu notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Der Weg in die digitale Zukunft

Die voestalpine bestreitet schon seit einigen Jahren den Weg in die digitale Zukunft: Industrie 4.0 bzw. Digitalisierung ist ein Kernthema der weiteren strategischen Entwicklung des voestalpine-Konzerns.  Die Stärke aus der Verbindung von Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz machen die voestalpine zum Innovations- und Weltmarktführer in zahlreichen Spezialbereichen (wie Automobil- und Hausgeräteindustrie, Energiesektor, Luftfahrt oder Bahninfrastruktur. Neben der Digitalisierung der Wertschöpfungskette beschäftigt man sich im Konzern vor allem auch intensiv mit der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle.

"Um digitale Innovationen und Geschäftsprozesse zu entwickeln müssen wir die Dinge aus dem Blickwinkel des Kunden betrachten."
ZitatHerbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied und Leiter der Steel Division des voestalpine Konzerns

Die konsequente Umsetzung umfasst laut Herbert Eibensteiner die Digitalisierung

  • der eigenen Prozesse (=vertikale Integration) sowie
  • der Verknüpfungen zu Lieferanten und Kunden (=horizontale Integration).

Üblich ist es, mit der Digitalisierung der eigenen Prozesse zu beginnen. „Smart Production“ ist in der voestalpine bereits gelebter Alltag. Die darüber hinausgehende Digitalisierung von Lieferanten- und Kundenbeziehungen ist ebenfalls stark im Fokus, da daraus digitale Geschäftsmodelle resultieren, welche langfristig Wettbewerbsvorteile absichern. Ziel dieser Aktivitäten ist es, sowohl für die Partnerunternehmen als auch für die voestalpine Vorteile zu generieren. Die bewusste Einnahme der Kundenperspektive ist hier genauso Voraussetzung wie der Mut zu Veränderungen.

Neue Berufsfelder entstehen

Digitalisierung bedeutet aber auch die Notwendigkeit der Gewinnung und Analyse von „Big & Good Data“ – dadurch entsteht auch für den voestalpine-Konzern der Bedarf nach neuen Fähigkeiten beziehungsweise „Spezialisten“. Neue Mitarbeiter wie der Data Scientist oder Data Engineer werden ein wesentlicher Taktgeber für das Voranschreiten der Digitalisierung sein.

Christopher Eberl