voestalpine-Innovation für mehr Straßensicherheit 3 Minuten Lesezeit
Mobilität

voestalpine-Innovation für mehr Straßensicherheit

Michael Leithinger

Die Straßensicherheit-Profis der voestalpine Krems Finaltechnik GmbH haben den ersten H4b-geprüften Übergang auf den europäischen Markt gebracht – eine widerstandsfähige Rückhaltelösung, die in Zukunft (noch mehr) Leben retten wird.

Es gibt viele verschiedene Fahrzeugrückhaltesysteme. Die Übergänge von einem zum anderen System sind besonders heikel, müssen doch hier mitunter zwei komplett unterschiedliche Werkstoffe, beispielsweise nachgiebiger Stahl und starrer Beton, miteinander verbunden werden. „Das sind die potentiell gefährlichsten Passagen, Unfälle an Übergängen enden oft tragisch“, weiß Roland Stichauner, der Vertriebsleiter des Geschäftsbereiches Straßensicherheit.

"Unser neuer Übergang hält sogar einem 38,5 t LKW stand."
ZitatRoland Stichauner, Leiter Vertrieb Straßensicherheit

Eine Europa-Premiere

Die Straßensicherheit-Profis der voestalpine Krems Finaltechnik GmbH haben nun für eben diesen besonders heiklen Bereich zwischen Stahl- und Betonsystem eine äußerst solide Übergangslösung (aus Stahl und Beton) auf den Markt gebracht. „Das ist der erste Übergang europaweit, der H4b geprüft ist“, freut sich Roland Stichauner, der Vertriebsleiter des Geschäftsbereiches Straßensicherheit. H4b heißt, dass die Übergangslösung der allerhöchsten Aufhaltestufe entspricht – das ist also das Ende der Fahnenstange, wenn man so will.

Der erste H4-b Übergang

Der erste H4b-Übergang wurde in Niederösterreich in der Nähe vom Flughafen Wien- Schwechat verbaut. Diesen Frühling werden weitere Übergänge aus Krems montiert, um potenzielle Gefahrenstellen auf dem hochrangigen österreichischen Straßennetz (und in der Folge darüber hinaus) zu entschärfen.

Innovationskraft im Haus

Auch Mitbewerber haben sich bereits in dieser Champions League der Übergänge versucht, bis dato ohne Erfolg. Das hauseigene Entwicklungsteam hat etwa ein Jahr lang an der neuen Übergangslösung getüftelt. Das Geheimnis hinter dem „Übergangserfolg“ des kleinen, schlagkräftigen Teams: „Wir haben bei voestalpine Krems Finaltechnik alles im Haus – die Entwicklung, die Produktion, die Projektabwicklung, die Montage und natürlich die jahrzehntelange Erfahrung mit Fahrzeugrückhaltesystemen. Außerdem sind wir bei dieser speziellen Lösung eine Kooperation mit einem erfahrenen Betonhersteller eingegangen“, weiß Roland Stichauner.

Optimierte Konstruktion

Das Innovative an dem neuen Übergang ist die technisch optimierte Konstruktion, sprich die Kremser Techniker haben so lange an allen Schrauben gedreht und alle Bauteile punktgenau aufeinander abgestimmt, bis das 25 m lange Gesamtsystem aus Stahl und Beton die größtmögliche Stabilität erreicht hat und die eklatanten Unterschiede der beiden Werkstoffe bestmöglich ausgeglichen werden konnten. Ein externes Prüfinstitut hat gemeinsam mit der TU Graz die innovative Lösung aus Krems auf Herz und Nieren und nach EN 1317 bzw. H4b geprüft.

Geprüfte Gesamtlösung

Die deutsche Bundesanstalt für Straßenwesen (bast) hat darüber hinaus den ungünstigsten Anprallpunkt für die umfangreichen Praxistests festgelegt, um auch wirklich auf Nummer Sicher zu gehen – mit Erfolg. „Unser neuer Übergang hält sogar einem 38,5 t LKW stand“, freut sich Roland Stichauner. Das Interesse am Markt ist durchaus groß, denn die neue Übergangslösung lässt sich quasi „nahtlos“ in die meisten gängigen Rückhaltesysteme einfügen. Auf dass die Straßen wieder ein Stück weit sicherer werden!