Die neue Sekundärmetallurgie 4 am Standort Linz 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Die neue Sekundärmetallurgie 4 am Standort Linz

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Im Stahlwerk am Standort Linz wurde eine hochmoderne Stahlbehandlungsanalage errichtet. Nach dreieinhalb Jahren Laufzeit wurde das Projekt „Sekundärmetallurgie 4“ Ende Jänner 2016 erfolgreich abgeschlossen.

SekundärmetallurgieDie neue Sekundärmetallurgie 4 der voestalpine Stahl GmbH in Linz ist ein weiterer Baustein in der konsequenten Weiterführung der Qualitätsstrategie der voestalpine. Die Sekundärmetallurgie besteht aus einer Vakuumanlage, einem Pfannenofen und einem Konditionierungsstand. Sie dient der Feineinstellung der chemischen Analyse und Temperatur der geforderten Stahlsorten. Gemeinsam mit der Inbetriebnahme der neuen Stranggießanlage CC8 (Continuous Caster 8) am Werksgelände in Linz Mitte 2017, wird man knapp 4,5 Mio. t vakuumbehandelten Stahl produzieren können – dies entspricht dann einem Vakuumanteil von 75 % der Gesamtproduktion. Dadurch ist die Abdeckung der gegenwärtigen und auch zukünftigen Mengen- und vor allem Qualitätsanforderungen der Kunden gewährleistet.

Herausforderung laufender Betrieb

Von Anfang an war das Projekt von der Herausforderung geprägt, die laufende Produktion im Stahlwerk nicht zu stören. Beispielsweise musste bei der Baufeldfreimachung die gesamte LD-3-Legierungsanlieferung, die Energieversorgung und die Infrastruktur umverlegt werden, ohne den Betrieb zu behindern. Dafür war viel Know-how, Anlagenwissen und Innovationsgeist aller Beteiligten gefragt. Darüber hinaus mussten die umfangreichen Baustellenbewegungen wie etwa der straßen- und schienengebundene An- und Abtransport von produktionsnotwendigen Betriebsmitteln ohne erkennbare Produktionseinschränkung abgewickelt werden. Während der gesamten Bauphase sorgte die Logistik Service GmbH (LogServ) für uneingeschränkte Transporte und die betriebliche Sicherheit.

Auf die Zukunft vorbereitet

Nach einer straffen Testphase erfolgte mit der ersten Charge die Heißinbetriebnahme Mitte November 2015. Seit dem 7. Jänner 2016 wird die Anlage kontinuierlich beplant. Die neue Sekundärmetallurgie 4 leistet somit ab sofort einen wesentlichen Beitrag für die strategische Ausrichtung des Stahlstandorts Linz.

Website Steel Division

Viktoria Steininger