Die Industrie für eine positive Zukunft in Europa stärken 3 Minuten Lesezeit
Innovation

Die Industrie für eine positive Zukunft in Europa stärken

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

voestalpine-CEO Wolfgang Eder diskutierte im Zuge eines Pressegesprächs der Industriellenvereinigung Oberösterreich sowie im Oberbank-Forum in Linz über die industrielle Zukunft Europas und zog Vergleiche zu den USA.

Am Nachmittag des 20. Oktobers lud die IV Oberösterreich mit dem Thema „Europa und seine Industrie: Was braucht es, um die schleichende De-Industrialisierung zu stoppen?“ zu einem Pressegespräch in die voestalpine Stahlwelt ein. voestalpine-CEO Wolfgang Eder diskutierte gemeinsam mit Emma Marcegaglia, Präsidentin von BUSINESSEUROPE, Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank AG und Axel Greiner, Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich über Europas Zukunft und dessen Herausforderungen.

Pressegespräch über Europas Zukunft

v.l.n.r.: Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Generaldirektor der Oberbank AG, Dr. Wolfgang Eder, CEO der voestalpine AG, Präsident des Weltstahlverbandes, Dr. Emma Marcegaglia, MBA, Präsidentin von BUSINESSEUROPE, IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner und IV OÖ-GF Dr. Joachim Haindl-Grutsch (Fotocredit: IVOÖ/ Krügl)

Investitionstätigkeit in Europa fördern

Ein Grund, dass der Industriestandort Europa in puncto Wirtschaftswachstum hinter die USA zurückgefallen ist, liegt laut voestalpine-CEO Wolfgang am Rückgang der Investitionstätigkeiten in Europa.

"In Europa ist eine Investitionslücke einer Größenordnung von rund 300 Mrd. Euro gegenüber den langfristigen Trends entstanden."
Zitatvoestalpine-CEO Wolfgang Eder

So sind zum Beispiel die Investitionen der energieintensiven Industrie in Europa zuletzt um 15 Prozent gesunken. In hohem Maße bestimmend für die Zukunft der europäischen Industrie sei letztlich laut Wolfgang Eder der Umgang mit dem Thema Energie- und Klima. Deshalb sei hier in den nächsten Jahren vor allem eine kluge Energie- und Klimapolitik der Europäischen Union notwendig.

Wiedererstarkte US-Industrie – welchen Weg geht Europa?

Über diese Fragestellung diskutierte voestalpine-CEO Wolfang Eder am Abend gemeinsam mit Emma Marcegaglia und Alexa Wesner, Botschafterin der Vereinigten Staaten von Amerika in Österreich. Gastgeber dieser Veranstaltung war das Oberbank-Forum in Linz. Wolfgang Eder unterstrich im Panel erneut, dass in den Vereinigten Staaten im Gegensatz zu Europa eine Re-Industrialisierung vor sich gehe und man ausländische Unternehmen zu Investitionen in den USA deutlich mehr motiviert.

"Die traditionelle Industrie muss auch in Europa wieder gestärkt werden und darf keinesfalls in Frage gestellt werden. "
Zitatvoestalpine-CEO Wolfgang Eder

Botschafterin Alexa Wesner thematisierte die aktuelle Renaissance der US-Industrie und deren Hintergründe. Darüber hinaus würdigte sie die jüngsten Investitionen der voestalpine in Nordamerika und verwies auf die positive Resonanz in den USA. Nachdem US-Präsident Obama bereits beim SelectUSA Investment Forum Ende 2013 die voestalpine-Investition in ein hochmodernes Automobilkomponentenwerk in Cartersville/Georgia sowie die Direktreduktionsanlage in Corpus Christi/Texas hervorgehoben hatte, erwähnte bei der letzten SelectUSA-Veranstaltung US-Außenminister ‪John Kerry die intensiven Aktivitäten der voestalpine in den USA.

Wolfgang Eder beim Oberbank-Forum

voestalpine-CEO Wolfgang Eder am Podium mit US-Botschafterin Alexa Wesner und BUSINESSEUROPE-Präsidentin Emma Marcegaglia. (Fotocredit: IVOÖ/Krügl)

Christopher Eberl