Die Donau als Hauptschlagader 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Die Donau als Hauptschlagader

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Die Donau ist für die voestalpine in Linz eine Art Hauptschlagader. Ohne das Kühlwasser von jährlich in etwa 560 Millionen m³ Donauwasser könnte hier kein Stahl produziert werden. Der Wasserwirtschaft kommt daher strategische Bedeutung zu.

11,2 Millionen Swimmingpools

donau

Hier im Pumpwerk beim Kraftwerk wird das Donauwasser angesaugt.

donau

Donauwasser sorgt für die Kühlwasserversorgung der voestalpine am Standort Linz.

Der Pichlingersee, ein Baggersee, der beim Bau des Werksgeländes der voestalpine in Linz gegraben wurde, hat eine Wasseroberfläche von 31 Hektar, die durchschnittliche Tiefe beträgt 4,5 Meter. Das Wasser dieses Sees würde gerade einmal 34 Stunden reichen, um die Kühlwasserversorgung der voestalpine zu gewährleisten. Wie gut, dass es da die Donau gibt. Das Flusswasser wird donauwestwärts beim Kraftwerk der voestalpine in Linz angesaugt und bildet über sein 25 Kilometer langes unterirdisches Kanalsystem so etwas wie die Hauptschlagader des Werkes. Dieses Netz verteilt das Donauwasser in teilweise begehbaren Kanälen überall am Werksgelände. Zusätzlich wird Brunnenwasser und Niederschlagswasser als Kühlmittel verwendet. Je nach Temperatur – die Donau schwankt zwischen durchschnittlich 7 °C im Winter und maximal 23 °C im Sommer – unterscheidet sich der Kühleffekt, je kälter, desto weniger Wasser wird benötigt.

 

kühlstrasse

Auch hier an der Breitbandstraße wird Kühlwasser aus der Donau benötigt.

An den Anlagen selbst gibt es geschlossene Wasserkreisläufe. Donauwasser fungiert als Medium, welches über einen Wärmetauscher das Kühlwasser runtertemperiert. Damit wird das Donauwasser nicht mit metallischen Sedimenten verunreinigt. Pro Jahr durchströmt so eine Wassermenge von 11,2 Millionen Swimmingpools à 50 m³ das Werksgelände. An unterschiedlichen Stellen wird das Wasser wieder dem Fluss zugeführt, natürlich nur unter strengsten behördlichen Messungen. Sowohl Temperatur, als auch pH-Wert werden ständig und online an die Behörden übermittelt, welche die Wasserqualität stets im Blick haben. Um die Wassergüte auch im Falle von Ölaustritten oder anderen Kontaminierungen zu schützen, gibt es überall an den Austrittskanälen Wasserabscheider, etwa in Form einer Luftdrucksperre, die im Unglücksfall sofort verriegelt.

So bleibt die Donau unter- und oberhalb der voestalpine einer der saubersten Flüsse Europas.

 

Mehr Informationen zum Themenschwerpunkt “Die Donau lebt!” der voestalpine Klangwolke 2014: www.voestalpine.com/klangwolke

 

Viktoria Steininger