Blitzschnell: Das Steel Lab 2 Minuten Lesezeit
Innovation

Blitzschnell: Das Steel Lab

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Das neue und vollautomatische Vorort-Stahllabor, engl. Steel Lab, das für die Bestimmung der chemischen Zusammensetzung der Vorproben aus dem LD-Prozess verwendet wird, liefert ein Ergebnis in nur 60 Sekunden über eine Onlinedatenübertragung an den Operator.

Vollautomatisch und in kürzester Zeit liefert das neue Steel Lab ein Ergebnis

In der Stahlherstellung spielt die chemische Analyse vom Stahl eine wesentliche Rolle. Die ganze Prozessanalytik muss dem Produktionsprozess angepasst sein und sehr rasch funktionieren. Aus diesem Grund verfügt voestalpine Stahl Donawitz seit Dezember des Vorjahres über ein neues Vorort-Stahllabor für Proben, die am LD-Konverter entnommen werden.

Vorteile des Steel Lab

Mit dem neuen Stahllabor in unmittelbarer Nähe des LD-Konverters werden wieder Verbesserungen im Produktionsprozess erzielt: Erst wenn die entnommene Probe der Schmelze für in Ordnung befunden wird, kann der Produktionsprozess fortgeführt werden. Die Schmelze hat zu diesem Zeitpunkt rund 1.600 Grad Celsius. Der Konverter, der mit Feuerfestmaterial ausgemauert ist, wird durch diese hohe Temperatur sehr stark beansprucht. Das Ergebnis der Analyse muss deshalb sehr rasch verfügbar sein, um den Gießvorgang, den Abstich, starten zu können und die Haltbarkeit des Feuerfestmaterials zu verlängern.

"Acht bis neun Tiegelzustellungen werden derzeit im Jahr gemacht. Dabei wird der Konverter vier Tage abgestellt und das gesamte Feuerfestmaterial erneuert. Weniger Tiegelzustellungen hätten ein großes Einsparungspotenzial."
ZitatPeter Karner, Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung

 

Roboterarm im Einsatz

Eine schnelle Onlineübertragung hat einen positiven Einfluss auf die Produktivität, weshalb das neue Stahllabor vollautomatisch arbeitet: Für die chemische Analyse muss die Oberfläche der Probe in einer Fräse bearbeitet und mittels Funkenspektrometrie analysiert werden. Sämtliche Bewegungen der Probe von der Eingabe zur Fräse und weiter zum Analysengerät werden dabei von einem Roboter durchgeführt. Der Operator bekommt blitzschnell das Ergebnis auf die Bildschirme übermittelt und ebenso die zentrale Leitstelle. Die Analysenergebnisse können durch diesen optimierten Ablauf in nur 60 Sekunden abgeliefert und der Produktionsprozess rasch fortgesetzt werden – ein großer Vorteil.

Roboterarm im Einsatz

Das vollautomatische Stahllabor wurde im Dezember 2017 geliefert und befindet sich noch in der Probephase.

Viktoria Steininger