Additive Fertigung als Zukunftstechnologie – Rückblick auf die MAMC 2018 3 Minuten Lesezeit
Innovation

Additive Fertigung als Zukunftstechnologie – Rückblick auf die MAMC 2018

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Gemeinsam mit der ASMET, der österreichischen Gesellschaft für Metallurgie und Werkstoffe lud die voestalpine Entscheidungsträger, Ingenieure, Entwickler, Industrieexperten, Wissenschaftler und Studenten zur zweiten Metal Additive Manufacturing Conference (MAMC) nach Wien ein.

Vergangene Woche fand in Wien vom 21. bis 23. November-die MAMC 2018 statt, eine Konferenz über technologische Fortschritte von generativen Fertigungsverfahren mit Fokus auf die Metallverarbeitung. Die voestalpine war gemeinsam mit der ASMET (The Austrian Society for Metallurgy and Materials) nicht nur Gastgeber sondern – allen voran mit Vertreterinnen und Vertreter der High Performance Metals Division – auch in der Referentenliste stark vertreten.

„Die Konferenz bot wieder ein vielfältiges Programm, bunt gemischt mit technischen, marktspezifischen und firmenbezogenen Präsentationen und Diskussionen. Das Spektrum deckte die gesamte Wertschöpfungskette der additiven Fertigung ab und bot die Möglichkeit Einblicke in laufende und geplante Aktivitäten zu gewinnen“, berichtet Claus Lochbichler, Forschungskoordinator für den Bereich Value Added Services der High Performance Metals Division. „Zudem war es eine perfekte Gelegenheit, vorhandene Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.“

 

„Man spürte, dass die additive Fertigung von Metallen den Kinderschuhen entwachsen ist und nun einen festen Platz unter etablierten Fertigungsverfahren einnimmt“, schildert Horst Zunko, von der Produktentwicklung (VTRP) in der voestalpine BÖHLER Edelstahl. 
„In der Forschungsabteilung in Kapfenberg beschäftigen wir uns dementsprechend mit Neuentwicklungen von Legierungen mit optimierten Eigenschaften für den 3D Druck. Ein entsprechender Vortrag handelte über die Entwicklung des neuen AM-Werkstoffs M789AMPO, der dem internationalen Publikum bei der MAMC vorgestellt wurde“, informiert Zunko.

 

„Besonders interessant fand ich, dass durch den ausgeglichenen Mix an Teilnehmern aus Industrie und Forschungseinrichtungen sowohl die Grundlagen als auch die praktische Umsetzung der Additiven Fertigung beleuchtet wurden“, erzählt Stefan Wallner, von der voestalpine BÖHLER Edelstahl. „Ich selbst habe einen Vortrag über die unterschiedlichen Methoden der Metall-Pulverproduktion mit besonderem Fokus auf die Inertgasverdüsung gehalten.“ Denn ein Fokus in Kapfenberg liege auch auf der ständigen Optimierung der Pulver-Werkstoffe für die additive Fertigung.

"Großtechnisch eingesetzt wird die Technologie mittlerweile bereits in der Luftfahrt, im Sondermaschinenbau, in der Medizintechnik zur Herstellung von Implantaten sowie der Automobilindustrie – hierbei insbesondere im Rennsport"
ZitatFranz Rotter, voestalpine-Vorstandsmitglied und Präsident der ASMET.

 

 

 

„Die Fertigung von metallischen Bauteilen im 3D-Druckverfahren ist jedenfalls wesentlich komplexer als der bereits etablierte 3D-Druck aus Kunststoff, dafür ist das Wachstum höher“, so Rotter, der sich über das große Interesse an der zweiten MAMC-Konferenz freute. „Zusammengefasst, eine sehr gelungene Veranstaltung, die sich einen Fixplatz in der Additive-Manufacturing Veranstaltungslandschaft verdient hat. Meine Gratulation an die Organisatoren und alle Mitwirkende“, so Lochbichler abschließend.

 

 

Viktoria Steininger