voestalpine https://www.voestalpine.com/blog/de/ corporate blog der voestalpine Thu, 18 Apr 2019 06:54:46 +0000 de-DE hourly 1 Vordenken und Nachdenken:
 Group Day zu “voestalpine 2025” https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/arbeitswelten/vordenken-und-nachdenken%e2%80%a8-group-day-zu-voestalpine-2025/ https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/arbeitswelten/vordenken-und-nachdenken%e2%80%a8-group-day-zu-voestalpine-2025/#respond Wed, 17 Apr 2019 11:41:30 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92895 Rund 160 Führungskräfte der voestalpine zog es Ende letzter Woche am 11. und 12. April zum Group Day nach Linz. Dort ging es unter dem selbsterklärenden Motto "voestalpine 2025" um die nähere Zukunft des Konzerns – mit inspirierenden Inputs von spannenden Gästen wie dem deutschen Philosophen Richard David Precht.

 

]]>
Mit welchen Herausforderungen es die voestalpine gegenwärtig zu tun hat und welche in den kommenden Jahren unterwegs in Richtung “voestalpine 2025” noch auf den Konzern zukommen: Das war eines der wichtigsten Gesprächsthemen beim voestalpine Group Day 2019, zu dem die Topmanager des Konzerns aus aller Welt nach Linz angereist waren. Das Arbeitsprogramm eröffnete CEO Wolfgang Eder mit einem Bericht über die Lage des voestalpine-Konzerns, dem ein Überblick aus den Divisionen folgte. Nach einem kurzen Update zu den Digitalisierungsprozessen im Konzern – erneut von CEO Wolfgang Eder gegeben – ging es zwei Stunden lang um die Strategien der Gruppe wie auch der einzelnen Divisionen im Hinblick auf 2025.

Ein Philosoph als Stargast

Am frühen Abend wechselte der Schauplatz voestalpine Stahlwelt gegen das Design Center im Zentrum von Linz ein, wo ein Dinner und davor ein Gespräch mit Richard David Precht, geführt von ORF-Fernsehjournalist Martin Thür, auf dem Programm standen. Der vielseitige deutsche Publizist und Philosoph hat sich seine Beliebtheit im deutschen Sprachraum redlich verdient. Wie nur wenige andere versteht es Precht, seine Zuhörer in einer leicht verständlichen Sprache auf intellektuelle Reisen mitzunehmen. Und auch, weil er sich als moderner Universalgelehrter mit allen großen Fragen der Gegenwart befasst.

Group Day

Über die Digitalisierung zum bedingungslosen Grundeinkommen

Sein jüngstes Buch befasst sich mit der Digitalisierung, die er erst ganz am Anfang sieht:

"Wir sind noch gar nicht mitten in der Digitalisierung. Wir haben erst unsere Hausaufgaben dafür gemacht und analoge in digitale Daten umgewandelt. Das Revolutionäre ist auch nicht das Digitale, sondern dass wir es in Zukunft mit Maschinen zu tun haben, die selbstständig lernen. Machine Learning, also das Versprechen von Selbstprogrammierung, ist die Zäsur, nicht die Übertragung von Daten."
Richard David Precht

Einmal mehr trat Precht am Donnerstagabend für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein: “Die Sozialsysteme in Österreich und Deutschland haben keine Zukunft mehr. Schon aus demografischen Gründen, und weil als Folgeerscheinung der Digitalisierung die Einzahler immer weniger werden. Die Besteuerung von Arbeit ist keine Finanzierungsmöglichkeit mehr für das Sozialsystem. Wir brauchen in Zukunft ein anderes Steuersystem und ein bedingungsloses Grundeinkommen. Dann ist Erwerbslosigkeit kein Stigma und kein sozialer Sprengstoff mehr.”

Elektromobilität und Bildungsoffensive

Eines von Prechts Lieblingsthemen – nämlich die Zukunft von Europa – stand gleich am Freitagmorgen im Mittelpunkt einer Keynote des deutschen Ökonomen Marcel Fratzscher, der intensiv zu den Ursachen und Folgen wachsender wirtschaftlicher Ungleichheit forscht. Unter dem Titel “Die Aussichten Europas in Zeiten von Populismus und Protektionismus” gab der Vorstand des DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) einen Ausblick auf eine wohl weiterhin stark bewegte Zukunft, für die er noch “einige goldene Jahre” für die deutsche Volkswirtschaft erwartet:

"Der Wechsel zur Elektromobilität ist eine riesige Chance für die deutsche und die österreichische Volkswirtschaft, hier globale Marktführer zu werden."
Marcel Fratzscher, Vorstand DIW Berlin

Dennoch sei Deutschland so wie andere Länder auch gefordert, die gefährlich hohe Zahl der Menschen im Niedriglohnbereich zu senken und sie so zu qualifizieren, “dass sie in die Fachkräftelücken vorstoßen und sie füllen können. Die Politik muss hier den Menschen mehr Chancen eröffnen, mehr Teilhabe ermöglichen und auch mehr Immigranten besser integrieren.”

Group Day

Das Auto bleibt ein Stahlprodukt

Bereits davor hatte Magna-Europapräsident Günther Apfalter die Group Day-Teilnehmer in einer vierzigminütigen Präsentation mit seiner Analyse der automotiven Megatrends bekannt gemacht – und nüchtern Bilanz gezogen: “Der Elektromobilität gehört ein wesentlicher Teil der Zukunft, abhängig davon, für welche Nutzung wir Konsumenten uns entscheiden. Sie wird eine Übergangsperiode auf dem Weg zu anderen Antriebssystemen wie zum Beispiel der Brennstoffzelle sein.” 
Auf die voestalpine als Hersteller hochfester Stähle sieht Apfalter keine dramatischen Änderungen zukommen:

"Ein Fahrzeug wird unabhängig von der Antriebsart und egal ob autonom, nicht-autonom oder teil-autonom oder in der Shared Mobility weiterhin einen hohen Stahlanteil haben."
Günther Apfalter, Magna-Europapräsident

Group Day

Conclusio mit optimistischen Ausblick

Nach diesen Inputs skizzierten daraufhin Spitzenmanager aus den Divisonen die Mittel und Wege, um bis 2025 die größtmögliche “Operational Excellence” zu erreichen und gab sich im anschließenden Plenum wechselseitig Feedback. Wolfgang Eder und Herbert Eibensteiner fassten zum Abschluss der beiden Tage gemeinsam die besprochenen Themen zusammen und verabschiedeten das Führungskräftekollegium mit einem optimistischen Ausblick.

Group Day

Group Day

Group Day

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/arbeitswelten/vordenken-und-nachdenken%e2%80%a8-group-day-zu-voestalpine-2025/feed/ 0
Mitch Evans schreibt Geschichte: erster Sieger beim Start der voestalpine European Races https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/mitch-evans-schreibt-geschichte-erster-sieger-beim-start-der-voestalpine-european-races/ https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/mitch-evans-schreibt-geschichte-erster-sieger-beim-start-der-voestalpine-european-races/#respond Wed, 17 Apr 2019 09:29:31 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92896 Die ABB FIA Formula E Meisterschaft ist in Europa angekommen und – wie! Vor zehntausenden begeisterten Fans holte sich der Neuseeländer Mitch Evans (Panasonic Jaguar Racing) den Sieg nach einem grandiosen Überholmanöver gegen Andre Lotterer (DS TECHEETAH). Damit ist er der erste Sieger der Rennen im Rahmen der voestalpine European Races.

 

]]>
In der Formel E regiert weiter die Vielfalt: im siebenten Rennen der Saison gab es den siebenten Sieger, und zum siebenten Mal gewann ein anderes Team.

Die Stunde des Jaguars

Es schien unmöglich, aber es ist tatsächlich passiert: Nachdem sechs verschiedene Teams die ersten sechs Rennen der Saison gewinnen, dachten viele, dass es bei elf Teams insgesamt nun gar nicht anders ginge, als das nun in Rom ein Rennstall zum zweiten Mal in dieser Saison gewinnen würde. Doch es gab erneut einen Saison-Premierensieger, der in diesem Fall sogar zum ersten Mal in seiner Geschichte in der Formel E gewann! Panasonic Jaguar Racing, in den vergangenen Tagen noch in Turbulenzen rund um einen Fahrertausch (Alex Lynn übernahm das Cockpit von Ex-Champ Nelson Piquet jr.), präsentierte sich in Top-Form. Der Sieg von Evans ist der erste für Jaguar in einem internationalen Rennen hoher Kategorie seit 1991.

Der „Slow Down“ – Schock des Siegers

Der Neuseeländer Evans feierte auch seinen eigenen Premierensieg in der Formel E, zugleich den ersten in seiner Karriere seit 2016 (Sieger des GP2-Rennens am Red Bull Ring. Diesmal gewann Evans vor den Augen seines großen Mentors: Mark Webber, Ex-Formel-1-Star und WEC-Weltmeister, fördert die Karriere von Mitch schon seit dessen Jugendjahren. Und wie alle war er begeistert davon, wie abgezockt sein Schützling den Führenden Andre Lotterer in einer der engsten Passagen überholte. Der aber kurz vor Ende des Rennens noch einmal einen Schock verkraften musste – als ihn sein Team den Befehl „Slow down“ gab. „Das will man in so einer Situation nicht hören“, lacht Evans. Doch es handelte sich nicht um technisches Gebrechen oder eine Energiesparmaßnahme, es ging nur darum, dass er die Aktivierungszone verpassen sollte.

Das war ihm nämlich in einem Versuch davor passiert, da er zu schnell an diese Stelle („Attack Mode“-Aktivierungszone) gekommen war.

Leid und Lust des Andre Lotterer

Das Glück von Evans war das Pech von André Lotterer. Zum zweiten Mal in drei Rennen lag er bis kurz vor Schluss in Führung, doch der Deutsche musste den Jaguar passieren lassen. Zwar muss Lotterer, der als einer der besten Langstrecken-Piloten des Jahrzehnts gilt und der schon die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat, auf den ersten Triumph in der ABB FIA Formula E Championship weiter warten, seine Passivität wird sich vielleicht am Ende lohnen. Denn wie Robin Frijns ist Lotterer voll im umkämpften Titelrennen, obwohl beide noch keinen E-Prix gewonnen haben.

Die am meisten umkämpfte Meisterschaft der Welt

Während in der Wertung der voestalpine European Races (in der es um die besten Podiumsplätze der fünf Europa-Rennen geht, also absolute Spitzenleistungen belohnt werden) logischerweise Premierensieger Evans vor Lotterer und Stoffel Vandoorne (Rom-Dritter, HWA RACELAB) führt, ist es in der Formel-E-Meisterschaft weiter hochdramatisch: Zwischen dem ersten Jerome D´Ambrosio und dem neunten Edoardo Mortara (VENTURI Formel E Team) liegen nur 13 (!) Punkte. Der erste eines E-Prix bekommt 25 Punkte, dann geht es so weiter: 18 – 15 – 12 – 10, und dann 8/6/4/2/1. Für eine Pole Position gibt es drei Punkte, für die schnellste Runde einen Zähler. Wenn man das beobachtet, merkt man, wie eng die Meisterschaft ist.

Vorgeschmack auf die Trophy der voestalpine European Races

Als erster Sieger der fünf „voestalpine European Races“ durfte Mitch Evans die 3D-gedruckte voestalpine-Trophäe kurz anfassen und hochheben. Gewinnen und mitnehmen darf ihn aber nur der Sieger mit den besten Podiumsplätzen aus allen fünf Rennen in Europa. Das nächste findet schon bald statt – in Paris, dem Heimatort vom aktuellen Titelträger Jean-Eric Vergne. Das Rennen findet am 27. April 2019 statt.

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/mitch-evans-schreibt-geschichte-erster-sieger-beim-start-der-voestalpine-european-races/feed/ 0
Was einen Formel-E-Piloten so richtig schnell macht https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/was-einen-formel-e-piloten-so-richtig-schnell-macht/ https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/was-einen-formel-e-piloten-so-richtig-schnell-macht/#respond Fri, 12 Apr 2019 10:13:39 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92887 Die „voestalpine European Races“ feiern ihre Premiere am 13. April in Rom. Als Teil der ABB FIA Formula E Championship kämpfen die Fahrer bei den fünf Europa-Rennen um die begehrte 3D-gedruckte Trophäe von voestalpine. Aber, ganz generell gefragt: Warum sind manche Rennfahrer schneller als andere?

 

]]>
Nur in der Formel 1 fahren (noch) Piloten, die einen besseren Ruf haben. Aber das betrifft dort nur einen Teil des Starterfeldes, noch immer können sich dort Fahrer auch mit hohen Sponsoren-Beiträgen einkaufen.

Die Piloten in der Formel E zählen zu den besten der Welt.

Ein Phänomen, dass es in der Formel E nicht gibt – aufgrund der Budgetdeckelungen und der vielen Werksteams, die solche Platzverkäufe aus Prinzip nicht machen, fahren in der Formel E ausschließlich gut bezahlte Profis, die bewusst für diese Aufgabe ausgesucht wurden. Und jeder der Fahrer hier fährt schon seit seinem dritten oder spätestens sechsten Lebensjahr Kart-Rennen und hat sich in den Nachwuchsklassen Jahr für Jahr nur behaupten können, weil er immer zu den allerbesten seiner Generation gehört hat.

Formel E Sanya

Motorsport ist vor allem eines: Sport!

Das erfordert die klassischen Stärken: Talent, Athletik, Fitness, Reaktionsschnelligkeit, gutes Auge, dreidimensionale Wahrnehmung, Gespür, Konzentrationsvermögen, technisches Grundverständnis, warum das Auto wann was tut, intuitiv richtiges Reagieren auf Situationen, Car Control.

Fahrer und Team können einzelne Einheitsautos besser machen als andere.

Lassen Sie sich vom Wort „Einheitsautos“ nicht zu sehr täuschen. Auch wenn diese Rennwagen in vielen Bereichen ident ausgeliefert werden und dadurch von Natur aus eine Chancengleichheit gegeben ist, die in der Formel 1 unmöglich ist, so haben erst einmal die Teams nun sehr viele Möglichkeiten, das Auto zu verbessern.

Die Hersteller und Teams dürfen einige Bereiche komplett in Eigenregie entwickeln. Der Antriebsstrang, der aus Motor, Getriebe, Inverter, Kühlsystem, Teilen der Hinterradaufhängung sowie der Software besteht, kann frei gestaltet werden. Genau das ist der Grund, warum Autokonzerne so sehr in die Formel E drängen. Hier können sie zum einen zeigen, was sie können – und zum anderen in einem unglaublich verdichteten Hochleistungssport unter Druck extrem viele Rückschlüsse für die Produktion ihrer (künftigen) Serien-Wagen ziehen.

Die Renn-Teams wiederum müssen sich entscheiden, ob sie bei der Motor/Getriebe-Kombination möglichst viel Gewicht einsparen, möglichst viel Drehmoment erzeugen oder eine möglichst ausgeglichene Balance erzielen wollen.

Formel E

Stadtkurse sind ganz anders als offizielle Rennstrecken.

Die meisten Rennfahrer verbringen ihre Karriere auf eigens dafür gebauten Rennstrecken – berühmte Beispiele dafür sind Monza, Silverstone, Hockenheim oder der Red Bull Ring. Das Fahren auf Stadtkursen ist aber völlig anders: die Fahrbahn ist naturgemäß schmäler, und vor allem meist durch Mauern und Banden begrenzt. Mehrere Meter lange Auslaufzonen sind hier nicht möglich. Jeder Fehler wird sofort mit einem Unfall und einer Beschädigung des Wagens bestraft. Die Fahrer fühlen sich unterschiedlich wohl, wenn Mauern so nahe ist. Und das von früh auf. Die Saisonsieger Antonio Felix da Costa und Edoardo Mortara waren etwa schon bei den wenigen Nachwuchsrennen, die auf Stadtkursen ausgetragen werden, in Macau, in Pau oder am Norisring, immer auffallend gut. Es ist kein Zufall, dass sie gut in die Formel E passen.

Stadtkurse sind völlig unberechenbar.

Mehr auf Autos auf weniger Platz – dadurch sind die Zweikämpfe in der Formel E besonders intensiv. Und die Rennen sind unvorhersehbarer, weil es dadurch mehr Zwischenfälle gibt, Kollisionen oder Dreher. Aber auch der Kurs selbst ist weniger simulierbar wie eine Rennstrecke. Auf permanenten Rennstrecken kennen Profi-Teams jeden Millimeter genau, sie haben dort oft schon Tausende von Testkilometern absolviert. Sie kennen die Beschaffenheit des Asphalts und wissen genau, wie sich dessen Oberfläche wo wie verhält.

Der Asphalt von Stadtkursen dagegen ist schwer zu ergründen, in den verschiedenen Straßenabschnitten können im Rest des Jahres sehr unterschiedliche Fahrzeuge ihre Spuren hinterlassen – im wahrsten Sinn des Wortes.

Copyright: Audi Communications Motorsport

Die bessere Vorbereitung kann das Rennen entscheiden.

Fahrer bereiten sich wochenlang akribisch auf die Rennen vor, sie versuchen in extrem aufwendig gebauten Simulatoren möglichst viel über die Strecke in Erfahrung zu bringen. Und gemeinsam mit den Ingenieuren und Technikern erarbeiten sie die bestmögliche Abstimmung für das Auto. Denn auch bei Einheitsautos gibt es Dutzende von Variablen, die selbst gewählt werden können. Will man ein Auto, dass auf der Geraden besonders schnell ist, oder entscheidet sich zum Beispiel dafür ein Setup, dass garantiert, dass der Wagen an einer vermeintlichen Schlüsselstelle wie eine Schikane oder einer besonders langsamen Kurve besonders gut liegt?

Man muss sich auf die Strecke einstellen.

Das alles ist nur der Anfang einer Kette von ganzen vielen Entscheidungen, die getroffen werde müssen: Wie finde ich mit meinem Team die optimale Einstellung für die Strecke? Jede Strecke hat ganz andere Voraussetzungen: wie ist der Asphalt? Wie viele Kurven gibt es und wie eng sind sie? Gibt es eine lange Gerade und wohin führt die Strecke nach dieser langen Geraden? Ändert sich der Asphalt auf der Geraden? Gibt es wo Verschmutzungen oder Unebenheiten? Welche Linie brauche ich eingangs der Kurve, um am Kurvenausgang optimal für die nächste Passage optimal positioniert zu sein? Und gibt es dort vielleicht wieder eine Besonderheit mit dem Asphalt? Wie halte ich die Reifen bei bestmöglicher Qualität, obwohl es im Lauf des Tages höchst unterschiedliche Temperaturen hat?

Im Rennen müssen viele wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Schon am Start muss der Fahrer eine Einstellung finden, mit der er optimal beschleunigen kann, ohne dass die Räder durchdrehen. Dann muss er sich im engen Kampf der 22 Autos, die sich mit in der Stadt in wenigen Sekunden von null auf 200 km/h hochbeschleunigen und wo jedes einzelne Auto eine unberechenbare Variable ist, richtig positionieren. Sowohl im Verhältnis zu den anderen Rennwagen, als auch bei der Wahl der Linie. Wie kann der Fahrer die erste Kurve möglichst schnell durchfahren und ist diese vermeintlich beste Linie, dann auch noch gut, wenn man sich gleich danach für die nächste Kurve wieder positionieren muss? Fahrer, die intuitiv gut reagieren und eine sehr gute dreidimensionale Wahrnehmung haben, sind in dieser Phase des Rennens im Vorteil.

Rennfahrer mit hoher Intelligenz & viel Wissen gefragt.

Rennfahren ist gerade in der Formel E ein Job, der sehr viel Wissen und eine hohe Intelligenz erfordert. Etwa im Bereich des Energiemanagements. Jedes Auto darf nur eine bestimmte Menge an Energie verbrauchen und man muss so fahren, dass man jede Meter Strecke genau die Menge an Energie verwendet, die nötig ist und auf keinen Fall mehr als notwendig. Etwa durch die Art, wie man bremst und beschleunigt, kommt es zu enormen Unterschieden im Stromverbrauch. All das liefert natürlich auch wertvolle Erkenntnisse in Sachen Nachhaltigkeit und effizientes Fahren. Vieles was über das Autofahren der Zukunft wissen muss, um Antriebe optimal zu programmieren, wird hier in den Rennen auf höchsten Niveau getestet. Und so ist jeder Rennfahrer in der nachhaltigen Formel E auch ein Erforscher, ein Teil eines faszinierenden wissenschaftlichen Projektes.

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/was-einen-formel-e-piloten-so-richtig-schnell-macht/feed/ 0
Rennen in Rom: Startschuss für die „voestalpine European Races“ https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/rennen-in-rom-startschuss-fuer-die-voestalpine-european-races/ https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/rennen-in-rom-startschuss-fuer-die-voestalpine-european-races/#respond Thu, 11 Apr 2019 10:51:39 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92821 Die ABB FIA Formula E Meisterschaft der Season 5 startet ihre Europa-Tournee und damit beginnt auch die Serie der „voestalpine European Races“. Die Premiere dieser Rennen geht am Samstag, dem 13. April, in den Straßen Roms über die Bühne. Wenn am Circuito Cittadino dell'EUR 21 Kurven pro Runde absolviert werden, dann fehlt den motorsportverrückten Italienern zwar ein echter „Lokalmatador“, also ein Pilot, der für Italien fährt. Nicht aber ein italienischer Lenker.

 

]]>
Die Strecke

Der Circuito Cittadino dell’EUR befindet sich im Süden der Stadt und hat 21 Kurven. Mit einer Länge von 2,87 km ist die Strecke eine der längsten im Kalender. Die Premiere des ersten Formel-E-Rennens in Italien verfolgten 2018 rund 45.000 Zuschauer vor Ort.

Der Start erfolgt an der Piazza G. Marconi, dann geht es in eine 180-Grad-Haarnadel. Nach einer Rechts/Links-Kombination samt anschließender kurzen Geraden folgt eine langgezogene Linkskurve, eine Doppel-Links-Passage sowie eine weitere lange Gerade, die zum Überholen ideal ist. Nach einem weiteren Linksknick und einer kleinen Schikane kommt man zurück zu Start-Ziel. Die Boxengasse ist beim Kongresspalast. Top-Speed auf der Strecke: heuer wohl rund 200 km/h.
Rennstrecke in Rom

Die „Lokalmatadoren“

Bislang hat kein Italiener einen E-Prix gewinnen können und auch in dieser Saison ist kein Lokalmatador am Start. Doch Pilot Edoardo Mortara (VENTURI Formula E Team), der für die Schweiz fährt und in Genf lebt, besitzt wegen seines Vaters auch die italienische Staatsbürgerschaft. Und sein Teamkollege Felipe Massa ist zwar Brasilianer, aber seine Großeltern stammen aus Cerignola in Apulien. Und, für die Italiener besonders relevant: er bestritt 139 Formel-1-Grand-Prix für Ferrari, und siegte dabei elf Mal.

voestalpine European Races in Rom

Edo Mortara: „Für mich sind Europarennen Heimrennen!“

Und überhaupt ist Edo Mortara, der Sieger des E-Prix von Hongkong, wohl ein einzigartiges Beispiel eines Weltenbürgers, der wie kein zweiter die „voestalpine European Races“ verkörpert. Denn in gewisser Hinsicht bietet jedes (!) Rennen „Heimvorteil“ für den in Genf lebenden 32-jährigen, der sein Studium in Business Administration erfolgreich absolviert hat: Mortara ist Staatsbürger von Italien und der Schweiz, davor hatte er einen französischen Pass, sein Team ist in Monte Carlos zuhause – und in Deutschland hat er zuletzt sieben Jahre lang „gearbeitet“, als Werkspilot von Audi und Mercedes in der DTM. Im Interview erzählt Mortara vom Aufstieg des monegassischen Teams und warum es oft besser ist, große Probleme zu haben als kleine.

Ihr Sieg in Hongkong war ein Beweis, dass in der Formel E nicht nur große Werksteams gewinnen können. Wie stolz macht die Tatsache, mit einem kleinen Team größere zu schlagen?

Edoardo Mortara: Sehr! Das alles hat nämlich mit der Qualität der Leute zu tun. Und bei uns ist so eine hervorragende Truppe zusammengekommen. Alle machen einen herausragenden Job. Man muss sehen, wie die arbeiten! Manchmal gehen die um Mitternacht nach Hause und sind dann um 6 in der Früh schon wieder da. Immer wieder arbeiten sie am Wochenende und sie investieren Extra-Stunden. Ohne je zu jammern oder sich zu beklagen. Diese Menschen sind einfach richtig gut, und das ist einfach inspirierend! Und die Erfolge, die beflügeln alle nun natürlich noch mehr. Das macht mich glücklich.

Dabei war der Saisonstart recht schwierig für Ihr Team.

Wir haben unser Auto bedeutend weiterentwickelt. Wir haben die Probleme, die wir in den ersten beiden Rennen hatten, richtig analysiert und verstanden. Und die waren groß. Aber man muss wissen: Es ist viel einfacher, große Probleme zu lösen als kleine. Sind sie klein, ist es oft eine Detailarbeit, die dich verzweifeln lässt. Doch je größer deine Probleme sind, die du hast, desto größer sind deine Schritte, die du gehen kannst.

Kommt der Erfolg unerwartet?

Vom Testen wussten wir schon, dass wir ein sehr anständiges Paket zusammen haben. Unser Auto ist für mich sehr wohl ein Top-10-Auto. Und wenn wir ein richtig gutes Wochenende haben und die anderen dann auch noch Fehler machen, dann sind wir ein Fall für das Podium. Oder für noch mehr, wie wir in Hongkong gezeigt haben.

Sie haben, im Rennsport leider noch ungewöhnlich, eine Frau als Teamchef: Susie Wolff.

Als Susie kam, organisierte sie die Struktur des ganzen Teams sofort sehr gut. Zudem holte sie mit viel Gespür absolute Schlüssel-Figuren für dieses Venturi-Projekt. Sie kam erst letztes Jahr – und jeder kann sehen, welche Erfolge wir nun schon haben. Ich kann ihr nur danken, sie hat alle besser gemacht und sie pusht weiter. Man sieht, wie sehr sie diesen Job verdient hat. Sie macht es mega. Und ich freue mich für Sie!

Jetzt kommt die Zeit der „voestalpine European Races“. Fast schon eine Heimspiel-Tournee für Sie.

(lacht). Das stimmt. Ich verkörpere wohl diese Europa-Rennen! Rom ist für mich etwas Besonderes, mein Vater ist Italiener. Davor war ich Franzose, Schweizer bin ich auch, aus Monaco kommt das Team, Deutschland kenne ich sehr gut. Ich bin einfach richtiger Europäer.

Dabei hatten sie sogar schon ein Heimrennen heuer, ehe die Serie nach Europa kommt.

Ja, das stimmt! Denn meine Frau ist Chilenin. Deshalb war auch Santiago was ganz Spezielles für mich. Das ist dort wie ein zu Hause.

Zur Formel E Seite

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/rennen-in-rom-startschuss-fuer-die-voestalpine-european-races/feed/ 0
Eine Europa-Tournee, die Geschichte schreiben wird https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/eine-europa-tournee-die-geschichte-schreiben-wird/ https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/eine-europa-tournee-die-geschichte-schreiben-wird/#respond Wed, 10 Apr 2019 09:43:00 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92681 Die ABB FIA Formula E Meisterschaft der fünften Saison kehrt heim auf jenen Kontinent, auf dem der Motorsport einst erfunden worden ist: nach Europa. Und für die zumindest 22 Piloten des Championats beginnt damit auch eine Reise mit einer ganz speziellen Herausforderung, einem höchst attraktiven Ziel. Sind die nun folgenden Rennen in Rom, Paris, Monaco, Berlin und Bern doch zugleich die ersten „voestalpine European Races“.

 

]]>
Fünf Rennen in fünf der schönsten Städte Europas. Beim letzten Europa-Rennen am 22. Juni in Bern wird der Fahrer mit den meisten Podiumsplätzen der „voestalpine European Races“ mit einer speziellen und begehrten Trophäe ausgezeichnet: Die mit voestalpine-Technologie 3D-gedruckte Trophäe, die am 4. April in Wien präsentiert wurde, ist weltweit einzigartig.

European Races - Trophy

Was muss man aber nun über die fünf Rennen wissen? Hier die wichtigsten Facts.

Rom (13. April 2019)

Die Zukunft beginnt in der „ewigen Stadt“. Hier wird das erste voestalpine European Race der Geschichte ausgetragen – am Circuito Cittadino dell’EUR . Dieser befindet sich im Süden der Stadt und hat 21 Kurven. Mit einer Länge von 2,87 km ist die Strecke eine der längsten im Kalender. Die Premiere des ersten Formel-E-Rennens in Italien verfolgten 2018 rund 45.000 Zuschauer vor Ort. Der Sieger: Sam Bird. Auch heuer wird es in der Gegend rund um die Piazza Guglielmo Marconi ein Dolce Vita für Rennsport-Fans geben. Auch wenn es am Ende eines Rennens noch nie eine italienische Hymne für den Sieger gab, so sind doch zwei Piloten hier die Local-Heroes. Da ist zum einen Edoardo Mortara. Der Pilot des Rennstalls VENTURI Formula E Team fährt zwar mit Schweizer Lizenz, ist aber auch italienischer Staatsbürger, wie sein Vater. Und auch sein Teamkollege, der Brasilianer Felipe Massa, kann sich der Unterstützung der römischen Fans sicher sein. War er doch viele Jahre Ferrari-Pilot und freut sich nun auf sein erstes Formel E-Rennen in Rom.

Paris (27. April)

Paris ist Heimatstadt des aktuellen „Königs“ der ABB FIA Formula E Meisterschaft. Jean-Eric Vergne, der aktuelle Champion und zugleich der Sieger des bislang letzten Rennens in China, hat hier auch im Vorjahr sein Heimatrennen gewonnen, „emotional war das sicher der schönste Erfolg meiner Karriere“, erzählt der DS TECHEETAH Pilot, der wie viele Paris zu einen den Höhepunkte im Kalender zählt: „Von der Strecke aus kann man sogar den Eiffelturm sehen.“ Zum vierten Mal kommt die Formel E in die Hauptstadt Frankreichs und auf die Strecke Circuit des Invalides, die mit 1,9 Kilometern Länge eine der kürzesten im Kalender ist. Mit Tom Dillmann ist ein zweiter französischer Rennfahrer am Start, doch es ist auch ein Heimrennen für Vergnes Team. Immerhin ist DS Automobiles, der einzige Autokonzern mit Sitz in Frankreich, der den Antriebsstrang für das Techeetah Team entwickelt und produziert.

Monaco (11. Mai)

Ein weiterer Höhepunkt im Kalender. Auf einem Teil des traditionellen Kurs ist alle zwei Jahre auch die Formel E zu Gast. Und heuer findet hier das dritte der voestalpine European Races statt. Mit einer Länge von 1,76 km und zwölf Kurven ist Monaco die kürzeste Strecke im Kalender der Saison 2018/19. Nach der ersten Kurve bei Sainte-Devote biegen die 22 Formel-E-Autos direkt ab in Richtung Hafen, statt bergauf in Richtung Casino de Monte Carlo zu fahren. Vorbei am Schwimmbad geht es durch die berühmte Rascasse-Kurve, bevor es zurück auf die Start-und-Ziel-Gerade geht. Heimteam ist das Team VENTURI, das in Monaco stationiert ist und das von der Austro-Schottin Susie Wolff erfolgreich geführt wird. In Hongkong gab es heuer den ersten Sieg. Die Rennen in Monaco waren aber bisher eine rein Schweizer Angelegenheit: Sebastien Buemi gewann sowohl 2015 als auch 2017. Heuer fährt er für das Team Nissan e.dams.

Berlin (25. Mai)

Die deutsche Hauptstadt war bislang jedes Jahr auf dem Tourneeplan der Formel E. Das heurige „voestalpine European Race“ findet am ehemaligen Flughafen Tempelhof statt. Der 2,377 km lange Kurs hat zehn Kurven und gilt als technisch anspruchsvoll. Der griffige Vorfeldbereich des Flughafens ist besonders hart für die Reifen. Auf den langen und schnellen Geraden können die Fahrer ihre Gen2-Autos so richtig fordern. Das Rennen in Berlin wird heuer auch zu einem Schaulaufen der deutschen Automobil-Industrie. Werden doch ab der nächsten Saison mit Audi, BMW, Mercedes und Porsche alle vier großen deutsche Premium-Marken mit Teams vertreten sein. Auch bei den Piloten ist ein starker regionaler Bezug vorhanden: Pascal Wehrlein, Andre Lotterer und Sieger der letzten Saison Daniel Abt sind fix am Start.

Bern (22. Juni)

Das große Finale der „voestalpine European Races“! In der Hauptstadt der Schweiz, die zum allerersten Mal die Formel-E-Boliden empfängt, wird entschieden, wer die begehrte Trophäe bekommt, die mit voestalpine-Technologie mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde und dem Piloten mit den meisten Podiumsplätzen der Europa-Rennen 2019 zusteht. Der 2,688 km lange Kurs mit 14 Kurven weist eine starke Neigung und Steigung auf, die der Formel E eine weitere Herausforderung bringt. In Kombination mit den Schikanen und Haarnadelkurven ist für Action auf dem Stadtkurs gesorgt. Schweizer sind auch am Steuer der Boliden: Sebastien Buemi und Edoardo Mortara vertreten die Eidgenossenschaft. Und beiden kann man zutrauen bis zu diesem Rennen auch um die Trophäe der „voestalpine European Races“ mitzukämpfen. Mit guten Aussichten.

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/eine-europa-tournee-die-geschichte-schreiben-wird/feed/ 0
“Es geht um die Sicherheit von Menschen” https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/mitarbeiter-im-fokus/es-geht-um-die-sicherheit-von-menschen/ https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/mitarbeiter-im-fokus/es-geht-um-die-sicherheit-von-menschen/#respond Mon, 08 Apr 2019 08:48:45 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92627 Als technischer Geschäftsführer der voestalpine BÖHLER Aerospace sorgt Gerhard Lichtenegger in Kapfenberg für tolle Zahlen. Auch im Bereich Health & Safety, der für den promovierten Werkstoffwissenschafter besonderen Stellenwert hat.

 

]]>
Dass es an den Arbeitsplätzen der voestalpine BÖHLER Aerospace sicher zugeht, hat für Gerhard Lichtenegger “einen hohen emotionalen Stellenwert”, wie der gebürtige Mürztaler sagt: “Immerhin geht es um die Gesundheit und Sicherheit von Menschen.” Um diese kümmert er sich bereits seit nahezu zwanzig Jahren – und kann auf entsprechend große Erfahrung zurückgreifen, die er während 13 Jahren als Leiter des Schmiedebereichs bei der Schwesterfirma voestalpine BÖHLER Edelstahl sammelt. 2014 wechselt Lichtenegger in die Geschäftsführung der voestalpine BÖHLER Aerospace und sieht sich dort mit neuen Sicherheitsherausforderungen konfrontiert:

"Das größte Risiko in unseren Betrieben stellen Handarbeitsplätze dar, an denen Schmiedeteile händisch manipuliert werden. Grundsätzlich versuchen wir zwar, mit automatisierten Arbeitsvorgängen das Unfallrisiko zu verringern, doch lässt sich der Automatisierungsgrad nicht in allen Produktionsbereichen eines Schmiedebetriebs erhöhen."
Gerhard Lichtenegger, Geschäftsführer der voestalpine BÖHLER Aerospace
Sicherheit von Menschen

Gerhard Lichtenegger, Geschäftsführer der voestalpine BÖHLER Aerospace in Kapfenberg

Gut, dass du mich darauf ansprichst

Automatisierung ist bei weitem nicht die einzige Strategie, mit der Lichtenegger und sein Team dem Unfallrisiko in den letzten Jahren energisch und von den verschiedensten Seite auf den Leib gerückt sind. “Auf technischer Seite haben wir viele Investitionen getätigt, dank denen die Arbeitsplätze, die Arbeitsvorgänge und das Arbeitsumfeld sehr sicher geworden sind”, freut sich Lichtenegger. 
Darüber hinaus hat das Unternehmen Sicherheitsfachkräfte und Sicherheitsvertrauenspersonen installiert, der Arbeitssicherheit einen eigenen Platz im Organigramm eingeräumt – und erst jüngstens einen neuen Sicherheitsansatz eingeführt. Unter der etwas sperrigen Bezeichnung “Behaviour Based Safety” setzt es auf der Ebene des Verhaltens an: Alle Mitarbeiter sind gebeten, unsicheres Verhalten von Kollegen freundlich und ohne Schuldzuweisungen oder Belehrungen anzusprechen. Damit solche Ansätze jedoch auch wirklich Früchte tragen, bedarf eines regelrechten Kulturwandels. Und zwar hin zu einer Arbeitsweise, in der Sicherheit ganz selbstverständlich eine so hohe Priorität hat, dass man einander in wertschätzender Form auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam macht.

Lass uns darüber reden

Eine Vorbildfunktion nehmen dabei natürlich die Führungskräfte ein, betont Lichtenegger:

"Wer sich von den Mitarbeitern ein Umdenken und eine Verhaltensänderung hin zu einem erhöhten Sicherheitsbewusstsein wünscht, muss Arbeitssicherheit vorleben."
Gerhard Lichtenegger, Geschäftsführer der voestalpine BÖHLER Aerospace

Dazu gehört in der Geschäftsführung der voestalpine BÖHLER Aerospace auch, jeden einzelnen Zwischenfall systematisch per Analysegespräch mit dem Verunfallten aufzuarbeiten. “Wir versuchen, den Hergang und die Gegebenheiten zu reflektieren, zu analysieren und Verbesserungspotenziale abzuleiten”, erklärt der technische Geschäftsführer. Hand in Hand mit der Unfallprävention geht ein umfangreiches betriebliches Gesundheitsförderungsprogramm, in dem Bewegungsangebote wie Biken, Laufen oder Yoga ebensowenig fehlen wie informative Workshops.

Sicherheit von Menschen

Mehr tun als nur Vorschriften einhalten

“Health & Safety gehört genauso wie die notwendigen Arbeitsmittel zur täglichen Arbeit”, sagt Lichtenegger, der den Unterschied zwischen dem bloßen Einhalten von Sicherheitsvorschriften und einem wirklich guten Health & Safety-Management in einer gelebten Sicherheitskultur sieht: “Arbeitssicherheit muss ständig thematisiert werden und die Mitarbeiter müssen damit laufend konfrontiert werden – das Thema muss immer am Köcheln bleiben.”

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/mitarbeiter-im-fokus/es-geht-um-die-sicherheit-von-menschen/feed/ 0
E-Mobilität und Leichtbau https://www.voestalpine.com/blog/de/mobilitaet/automotive/e-mobilitaet-und-leichtbau/ https://www.voestalpine.com/blog/de/mobilitaet/automotive/e-mobilitaet-und-leichtbau/#respond Fri, 05 Apr 2019 06:47:53 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92520 Fahrzeuge leichter und sicherer machen – Leichtbau im Automobilbau ist nach wie vor ein Trend, auch in der Elektromobilität. voestalpine ist mit ihrer Kompetenz in der Entwicklung höchstfester Stähle und andererseits mit innovativen Warmumformungstechnologien bestens für die Anforderungen der Automobilindustrie gerüstet.

 

]]>
Autos sollen leichter werden. So sinkt ihr Kraftstoffbedarf und damit auch der CO2-Ausstoß. Solange Verbrennungsmotoren den automobilen Antrieb dominieren, galt dies als ein unumstößlicher Fakt. Doch wie steht es in den Zeiten der Elektromobilität um den Leichtbau?

E-Mobilität und Leichtbau

Leichtbau im Elektro-Zeitalter

Elektroautos sind schon vom konstruktiven Ansatz her anders als konventionelle „Verbrenner“. Sie verlangen nach einem subtilen Ausgleich von Eigengewicht und Leistung. Das hat u. a, mit der Rekuperation zu tun – ein Effekt, den Stromer und Hybride nutzen, um aus ihrer Bremsenergie Strom für die Antriebsbatterien zu gewinnen. Das wirkt bei leichteren Fahrzeugen weniger effektiv. Konstrukteure wägen daher im „moderaten Leichtbau“ ab, wie sich das Fahrzeuggewicht hinsichtlich der Gesamtenergiebilanz verhält. Leichtere Fahrzeuge gewinnen weniger Kraft aus der Rekuperation; sie verlangen dafür jedoch von vornherein für ihre Bewegung einen geringeren Energieeinsatz als automobile Schwergewichte unter gleichen Bedingungen.
Markus Borz, der im Corporate Development der voestalpine AG für strategische Projekte zur Elektromobilität zuständig ist, erklärt:

"Es gibt Berechnungen, dass durch die Rekuperation im E-Auto der Energieverbrauch nicht mehr so stark an das Fahrzeuggewicht gekoppelt ist. Das ist sicher richtig, aber nur ein Teilaspekt. Denn das Gewicht ist nicht allein beim Antrieb bestimmend. Es wirkt entscheidend auf das Fahrverhalten, die Belastung des Fahrwerks usw. Der Leichtbau wird auch bei Elektrofahrzeugen ein wichtiges Thema bleiben!"
Markus Borz, Corporate Developer der voestalpine AG

Was ist Leichtbau?

Doch: Was ist eigentlich Leichtbau? Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie, um den Herausforderungen hinsichtlich Energie- und Materialeffizienz zu begegnen und zugleich die Produktivität zu erhöhen. Für das Auto heißt das: Mit der gleichen zugeführten Energie sollten längere Fahrtstrecken zurücklegbar sein. Dabei spielt das Gewicht eine wichtige Rolle. Daher unterwerfen alle Hersteller ihre Automodelle einem Diätplan aus Werkstoff-, Fertigungs- und Formenleichtbau.
Zu seiner Verwirklichung wurden bisher unterschiedlichste Wege eingeschlagen, die zum Beispiel Magnesium, Aluminium oder CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) hießen. Dafür griff die Automotive-Industrie tief in die Tasche, denn die Kosten für die Massereduktion des Fahrzeuggewichts liegen beim Einsatz von Aluminium fünf Mal und bei Karbon sogar zwölf Mal höher als bei intensivem Stahleinsatz, ermittelt die Studie „Die Rolle von Stahl in der Elektromobilität“ vom Handelsblatt Research Institute in Auftrag von voestalpine (HRI-Studie). „Vor 5 oder 10 Jahren wurde viel Geld in jeglichen Leichtbau investiert“, erinnert sich Enno Arenholz, Leiter Vorfeldforschung/Innovation der voestalpine Stahl GmbH. Jetzt stehe das Thema „bezahlbarer Leichtbau“ im Fokus.

E-Mobilität und Leichtbau

Leichtbau im E-Auto

Dank der mit Leichtbau-Hilfe gesenkten Fahrzeuggewichte können Hersteller die notwendige Größe der Batterien reduzieren. Die sind nämlich mit ca. 30 bis 50 Prozent der Kosten maßgeblich für die vergleichsweise hohen Preise von batteriegetriebenen Elektrofahrzeugen verantwortlich, bekräftigt die HRI-Studie. Die Formel ist simpel: Für die gleiche Strecke benötigt man zum Antrieb eines leichteren Fahrzeugs weniger Energie. Das senkt mit den Batterie- die Gesamtherstellungskosten.
Die HRI-Studie geht davon aus, dass der Anteil mittel- und hochfester Stähle von derzeit 18 auf knapp 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Stahlsorten steigen soll. Dabei können Leichtbaulösungen in der E-Mobilität eine neue Schlüsselrolle einnehmen: Bei der Einhausung und Sicherung der Batterien von E-Autos beispielsweise. Batteriekästen aus Stahl könnten an dieser Stelle in echten Wettbewerb zu reinen Aluminium-Lösungen treten, in Hinsicht auf ihr Crashverhalten, ihre Wirtschaftlichkeit und auf ihre Lebenszyklusbetrachtung (LCA). Der Batteriekasten wird somit ein neues, wichtiges Betätigungsfeld für europäische Werkstoffhersteller.

voestalpine für die Zukunft des Leichtbaus gerüstet

Leichtbau verlangt daher in der Elektromobilität neue, komplexe Ansätze aus einer Kombination von Werkstoff, Technologie und Konstruktion. Ansätze, die in den voestalpine-Gesellschaften seit mehreren Jahren konsequent verfolgt werden. Zum einen mit der Entwicklung höchstfester Stähle und andererseits mit innovativen Warmumformungstechnologien wie phs-ultraform® und phs directform®, die im Auto für sicherheitsrelevante Komponenten wie A-/B-Säule, Querträger u. dgl. eingesetzt werden. Auch im Bereich der Batteriegehäuse liefert der Konzern bereits heute besonders leichte und sichere Komponenten.

E-Mobilität und Leichtbau

Mehr zu den Lösungen der voestalpine im Bereich Elektromobilität: Blogbeitrag „Elektromobilität bei voestalpine“

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/mobilitaet/automotive/e-mobilitaet-und-leichtbau/feed/ 0
Vom Ausbildungszentrum zum größten Industrieroboter Österreichs https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/mitarbeiter-im-fokus/vom-ausbildungszentrum-zum-groessten-industrieroboter-oesterreichs/ https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/mitarbeiter-im-fokus/vom-ausbildungszentrum-zum-groessten-industrieroboter-oesterreichs/#respond Tue, 02 Apr 2019 09:04:57 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92463 Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen. Nach diesem Motto bereitet die Polytechnische Schule in St. Peter ihre Schüler aufs Berufsleben vor. Jakob Dippelreit-her war einer von fünf Absolventen seines Jahrgangs, die sich 2012 für eine Lehre bei der voestalpine in Böhlerwerk entschieden haben. Bereut hat er es nicht.

 

]]>
Für Jakob Dippelreither war eine Lehre in der voestalpine schon insofern naheliegend, als sein Vater dort seit 35 Jahren Mitarbeiter ist. „Aber erst das Schnuppern in der Lehrwerkstätte der voestalpine Precision Strip hat mich endgültig überzeugt.“ Nach vier Jahren Ausbildung in den Berufen Metalltechnik/Maschinenbau und Elektrotechnik/Anlagen und Betriebstechnik zieht der begeisterte Klarinetten-Spieler heute eine mehr als positive Bilanz seiner Lehrzeit. „Wir hatten ein extrem cooles, junges Ausbilderteam, eine absolut tolle Atmosphäre und das Wichtigste von allem: eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Fachausbildung auf allerhöchstem Niveau.“

Fit für Österreichs größten Roboter

Seit 2016 arbeitet Jakob Dippelreither als Betriebselektriker in der Instandhaltung am neuen Standort von voestalpine Precision Strip in Kematen. Im modernsten Kaltwalzzentrum der Welt liegt sein Fokus auf der Steuerungstechnik. Weshalb er es ständig mit allerneuester Technologie zu tun hat. Stichwort Industrie 4.0. Und das in einer global einzigartigen Produktionsanlage. Dass Jakob noch dazu an einem der größten Industrieroboter in Österreich arbeitet, ihn adjustiert, wartet und seine Performance optimiert, gibt seinem Job noch einmal eine neue Dimension. „Unser Roboter bindet die Bandstahlringe automatisch ab und erzeugt eine große Bandbreite an Produkten. Von klein bis groß. Deshalb gibt es viele Aufnahme- und Ablagepunkte, die natürlich programmiert werden müssen. Auch das unterscheidet ihn von den meisten herkömmlichen Robotern, die immer nur „denselben Handgriff‘ ausführen.“

Jakob D. Industrieroboter

Demnächst vielleicht schon Werksmeister?

Spätestens jetzt wird nachvollziehbar, warum Jakob seine Entscheidung für eine Lehre in der voestalpine niemals bereut hat. Und warum er jedem diesen Weg ans Herz legt, der einen ab-wechslungsreichen und sicheren Job mit Perspektive nach oben anstrebt. Zum Beispiel weil die Ausbildung fachlich top ist, die Bezahlung überdurchschnittlich und das Arbeitsumfeld leistungsorientiert aber dennoch menschlich. Oder wie er es in eigenen Worten sagt: „Die Lehre in der voestalpine war voll lässig, ich habe echt viel gelernt und man ist als Facharbeiter super gerüstet für die Zukunft.“ Apropos Zukunft: Derzeit überlegt Jakob schon, ob er den Werksmeisterkurs belegen soll. So wie wir ihn kennen, wird er dieses Projekt sicher bald in Angriff nehmen.

Jetzt für eine Lehrstelle bei voestalpine Precision Strip bewerben:

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/karriere/mitarbeiter-im-fokus/vom-ausbildungszentrum-zum-groessten-industrieroboter-oesterreichs/feed/ 0
Motorsport mit Batterie: Was die Formel E für Serienautos bringt https://www.voestalpine.com/blog/de/mobilitaet/automotive/motorsport-mit-batterie-was-die-formel-e-fuer-serienautos-bringt/ https://www.voestalpine.com/blog/de/mobilitaet/automotive/motorsport-mit-batterie-was-die-formel-e-fuer-serienautos-bringt/#respond Thu, 28 Mar 2019 09:43:05 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92439 Warum betreiben Autohersteller Rennsport? Die gängige Kurzformel lautet: "Win on Sunday, sell on Monday." Das ist zwangsläufig aber nicht mehr bei allen Rennserien so. Die Formel E hat sich jedoch als wichtigstes Entwicklungslabor entpuppt, um die Technologien von morgen auf die Straße zu bringen.

 

]]>
Aber es gibt ein größeres Bild, für das wir ein paar Schritte zurückgehen müssen. Bis zum Pferd, um genau zu sein. In der Frühzeit waren Autorennen hauptsächlich Ausdauerfahrten, bei denen durchkommen schon als Sieg galt. Das Auto hatte tierische Konkurrenz – es musste damals noch beweisen, dass es seine Insassen ebenso verlässlich ans Ziel bringen konnte wie ein Fuhrwerk mit Pferden. Das war ja keine ausgemachte Sache. Bergrennen waren eine spezielle Disziplin – es galt nicht nur, den höchsten Punkt zu erklimmen, sondern auch wieder in einem Stück herunterzukommen. Was vielleicht die noch größere Anstrengung war: In der Bremsentechnik fuhr noch das alte Fuhrwerk mit.

Vom Motorsport in die Serie?

Der Motorsport machte dann Karriere als Publikumsattraktion, mit dem synergetischen Nebeneffekt, dass die Extrembelastung eines Renneinsatzes auch wertvolle Hinweise für den Serienbau lieferte. Das geriet in den Hintergrund, je ausgereizter die Renntechnologie betrieben wurde: In der Formel 1 springt schon länger nichts ab, womit sich im Serienbau etwas anfangen ließe. Diese Technologie ist viel zu teuer für Straßenautos und bringt ihnen auch kaum verwertbare Vorteile.

Technologieplattform Formel E

Aber wir kommen wieder dorthin: Die Formel E ist ein hochaktuelles Experimentierfeld, in der sich alles ums Wesentliche dreht: den Antrieb und die Speicherung von elektrischer Energie. Mit einer Steigerung auf 54 kWh Akku-Kapazität des neuen Gen2-Autos lässt sich in der aktuellen Saison ein ganzes Rennen mit einem Auto bestreiten, technischer Knackpunkt ist das schnelle und effiziente Be- und Entladen der Akkus, also durch Abrufen der Leistung – wir dürfen es gerade noch Gas geben nennen – und die Rekuperation (Zurückgewinnen) im Schubbetrieb. Die Balance dieser Wechselwirkung und das Bei-Laune-Halten der Akkus (etwa durch Thermomanagement) unter schwierigen Bedingungen (Vibrationen, Hitze) entscheidet auch auf der Straße über die Effizienz und damit letztlich die Reichweite. Rund um das Einheits-Chassis und die einheitliche Batterie des Formel E-Boliden, haben die Teams einige Freibereiche. Dazu gehören der Antriebsstrang, das Brake-by-Wire-System, Getriebe, Antriebswellen, die tragende Struktur und Fahrwerksteile an der Hinterachse sowie Kühlsystem und Steuergerät.

Formel E als Testfeld für Serienfahrzeuge von morgen

Wenn man in der Zukunft der E-Mobilität also mitmischen will, ist es entscheidend, in diesem rasanten Entwicklungslabor des Rennsports eine Hand am Geschehen zu haben. Das Engagement der großen Autohersteller spricht da eine klare Sprache: Neben Audi Sport ABT Schaeffler sind BMW i Andretti Motosport, DS Techeetah, Nissan e.dams, NIO Formula E teamAudi und ab der nächsten Saison auch Mercedes und Porsche in der aufstrebenden Motorsportserie vertreten. Jaguar fährt sogar noch eine eigene Rennserie als Rahmenprogramm. Damit gehen Ende 2019 insgesamt elf Hersteller an den Start. Ebenso unter den Technologiepartnern der Formel E trifft man auf bestens vertraute Namen wie McLaren, Dallara, Pankl und Williams. Seit der Saison 2018/19 ist auch voestalpine Partner der weltweit ersten vollelektrischen Straßenserie und Hauptsponsor der europäischen Rennen. Für die voestalpine ist der dynamisch wachsende Zweig der Elektromobilität ein wichtiges Wachstumsfeld und gemeinsam mit der Formel E will man die Elektromobilität weiterentwickeln sowie den Technologietransfer zwischen Automobilzulieferern, -herstellern und -nutzern vorantreiben.

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/mobilitaet/automotive/motorsport-mit-batterie-was-die-formel-e-fuer-serienautos-bringt/feed/ 0
Sechstes Rennen, sechster Sieger: Formel E unter Hochspannung https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/sechstes-rennen-sechster-sieger-formel-e-unter-hochspannung/ https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/sechstes-rennen-sechster-sieger-formel-e-unter-hochspannung/#respond Mon, 25 Mar 2019 12:34:15 +0000 https://www.voestalpine.com/blog/?p=92382 Die ABB FIA Formula E Meisterschaft hat vor ihrer Europa-Tournee ein weiteres Mal gezeigt, dass sie eine wie keine ist. Denn ausgerechnet der (erste) Sieg des Titelverteidigers Jean-Eric Vergne in dieser Saison sorgt für eine imponierende Bilanz der Vielfalt: In sechs Rennen gewannen sechs verschiedene Fahrer in sechs verschiedenen Teams mit Antrieben von fünf verschiedenen Herstellern. Jetzt kommt die neue Königsklasse der Vielfalt zu den fünf Rennen nach Europa, die als „voestalpine European Races“ eine besondere Bedeutung haben werden.

 

]]>
Nach dem Rennwochenende in Sanya hat die Formel E seit dem Start am 15. Dezember 2018 so viele unterschiedliche Sieger präsentiert wie die Formel 1 bei ihren Sieger-Teams seit dem 13. Mai 2012 (GP Spanien) und bei den Antriebsherstellern seit dem 6. August 2006 (GP Umgarn), also in den vergangenen 13 Jahren zusammen.

Das Comeback des Champions

Jean-Eric Vergne hat eine schwierige Zeit hinter sich. Nachdem er 20 Rennen in Serie in den Punkten platziert war und damit einen Rekord aufgestellt hatte, folgten drei Läufe in Folge ohne einen einzigen Zähler. Bis er nun – perfekt getimt – genau in China, in der Heimat seines Teams DS Techeetah Formula E Team, wieder gewinnen konnte. Auch dank eines sehr gut vorbereiteten Überholmanövers gegen den lange führenden Nissan e.dams-Piloten Oliver Rowland. Den Jungstar trickste er mit seiner Routine aus:

"Ich habe sehr lange versucht, ihn zu überholen. Aber nie an einer bestimmten Stelle, die ich dafür im Auge hatte. Dort habe ich es erst probiert, als ich spürte: Das geht sich jetzt aus. Damit habe ich ihn wohl überrascht."
Jean-Eric Vergne

Der Erfolg von „JEV“, wie ihn alle nennen, ist ein ganz besonderer für DS Techeetah Formula E, nicht nur weil er eben zuhause errungen wurde: es ist der erste, den man gemeinsam mit dem neuen Partner DS Automobiles und mit dessen Antrieben errungen hat. Teamchef Mark Preston ist erleichtert: „Dieser Sieg war überfällig.“ Auch weil Vergnes Teamkollege Andre Lotterer zuletzt in Hongkong in Führung fahrend von Sam Bird „eliminiert“ worden war.

Die Dramaturgie der Tabellen

Der Blick auf die Wertungen der ABB FIA Formula E Championship lässt Fans in aller Welt schwärmen. Und zugleich vor Spannung schaudern. Nach sechs von 13 Rennen, also genau vor dem Halbzeitrennen, sind sowohl die Fahrer- als auch die Team-Meisterschaft unglaublich umkämpft. Bei den Fahrern führt Antonio Felix da Costa (BMW i Andretti Sport) mit 62 Punkten vor Jerome D´Ambrosio (Envision Virgin Racing, 61). Eng geht es weiter: 3. Bird (Envision Virgin Racing) 54
4. Vergne (DS Techeetah) 54, 5. Di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) 52, 6. Mortara (Venturi Formula E Team) 52, 7. Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) 44, 8. Frijns (Envision Virgin Racing) 43, 9. Lotterer (DS Techeetah) 41.
Elf Piloten könnten theoretisch nach dem nächsten Rennen in Rom die Führung in der Meisterschaft übernehmen – also exakt 50 Prozent aller Teilnehmer. Noch knapper ist das Championat der besten Teams: 1. Envision Virgin Racing 97, 2. Mahindra Racing 97, 3. Audi Sport ABT Schaeffler 96, 4. DS Techeetah 95. Eine im Rennsport einzigartige Leistungsdichte.

Die Rückkehr der Favoriten

Man hätte glauben können, im schönen Strandort Sanya gäbe es einen geheimen Reset-Knopf für die Fahrer-Seele. Denn am meisten Grund zur Freude hatten jene Piloten, die am Anfang der Saison und nach dem ersten Rennen als die beiden Top-Favoriten für die Meisterschaft galten: Eben Vergne, aber auch BMW-Pilot Antonio Felix da Costa. Der Portugiese, durch seinen Sieg in Saudi Arabien erster Führender der Saison, eroberte mit einem dritten Platz seine Meisterschaftsführung nach einigen Enttäuschungen wieder zurück.

Die Vorfreude auf die voestalpine European Races

Wenn die Formel E am 13. April in Rom ihre Tournee durch fünf der schönsten Städte Europas beginnt, dann wird erneut Geschichte geschrieben. Findet doch in der „ewigen Stadt“ das erste der „voestalpine European Races“ statt. Bei diesen Läufen, die zusätzlich zur ABB FIA Formel E Meisterschaft noch extra gewertet werden, wird der beste Fahrer der Rennen in Europa gesondert ausgezeichnet.
Die mit voestalpine-Technologie 3D-gedruckte Trophäe für den erfolgreichsten Piloten dieser voestalpine European Races wird am 4. April 2019 in Wien präsentiert.

Mehr Informationen: www.voestalpine.com/formele

Formel E Sanya

Foto: ABB FIA Formula E

 

]]>
https://www.voestalpine.com/blog/de/formel-e/sechstes-rennen-sechster-sieger-formel-e-unter-hochspannung/feed/ 0