voestalpine unterstützt Krisenintervention und Psychotherapie für Flüchtlinge 3 Minuten Lesezeit
Engagement

voestalpine unterstützt Krisenintervention und Psychotherapie für Flüchtlinge

Christopher Eberl
Holds editorial responsibility for career topics and for the apprentice website. His stories offer insights into the world of work at voestalpine.

Das vom voestalpine-Konzern im Rahmen seines Engagements für Flüchtlinge kofinanzierte Caritas-Projekt SOTIRIA bietet Asylwerbern Krisenintervention sowie Psychotherapien an, um so Wege aus der Krise zu finden und Problemlösungsstrategien zu entwickeln.

Viele Flüchtlinge sind bei ihrer Ankunft in Österreich schwer traumatisiert von den Erlebnissen in ihren Heimatländern und auf der Flucht. Ziel der Caritas ist es, die Klienten dabei zu unterstützen, Wege aus der Krise zu finden und Problemlösungsstrategien zu entwickeln. SOTIRIA bietet Asylwerbern eine zielgruppengerechte Krisenintervention sowie auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmte Psychotherapie.

voestalpine unterstützt Krisenintervention und Psychotherapie für Flüchtlinge

Caritas-Projekt SOTIRIA: Psychotherapie für Flüchtlinge (© Caritas)

Verbesserung der Lebensqualität

Das Team der Therapeuten von SOTIRIA, bestehend aus insgesamt 7 Personen, hilft sowohl im Zentralraum Salzburg als auch im ländlichen Raum durch Kriseninterventionseinheiten, einzeltherapeutische  Sitzungen und gruppentherapeutischen Einheiten die erlebten, traumatischen Ereignisse zu verarbeiten. Somit soll der Gesundheitszustand sowie die Lebensqualität vieler Asylwerber und Menschen in Unterkünften deutlich verbessert werden. Beim überwiegenden Teil der Klienten sind multiple Traumatisierungen durch Gewalt, Missbrauch und Folter oftmals zeitgleich mit weiteren vorliegenden psychiatrischen Störungsbildern zu beobachten.

voestalpine unterstützt Krisenintervention und Psychotherapie für Flüchtlinge

Einzeltherapieraum SOTIRIA (© Caritas)

Aufgrund der Unterstützung der voestalpine können 2016 zusätzlich 15 jugendliche Flüchtlinge die psychotherapeutischen Behandlungen von SOTIRIA in Anspruch nehmen und beginnen, das auf der Flucht erlebte zu verarbeiten.

 

Fallbeispiel: Walid (17) aus Afghanistan

Walid, ein 17-jähriger Afghane, wurde aufgrund seiner schwerwiegenden Traumata und seines hohen Leidensdrucks von den Mitarbeitern der Caritas Grundversorgung gezielt für dieses Projekt ausgewählt und an SOTIRIA vermittelt. Walid kam alleine nach Österreich und hatte seit seiner Flucht nichts mehr von seiner Familie (Mutter und vier Brüder) gehört.

In der Therapie, die insgesamt 29 Stunden ausmachte, ging es in erster Linie um den Beziehungsaufbau und die Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse. Einen weiteren Schwerpunkt in der Therapie stellte der Aufbau einer haltgebenden Tagesstruktur dar. Zudem erhielt Walid Unterstützung bei der Entwicklung effektiver Bewältigungsstrategien zum Ertragen der langen Dauer seines Asylprozesses. Die durch die Mittel der voestalpine zusätzlich geschaffenen Plätze bei SOTIRIA haben auch Walid maßgeblich dabei geholfen, die unsichere Zeit während des Asylverfahrens durchzustehen und seine traumatischen Erlebnisse hinter sich zu lassen. Mittlerweile verfügt Walid über den Status „subsidiär schutzberechtigt“ und darf in Österreich bleiben.