voestalpine open space: Gemeinsame Denkräume und Haltungen 3 Minuten Lesezeit
voestalpine open space

voestalpine open space: Gemeinsame Denkräume und Haltungen

Michael Leithinger

Martin Sturm im zweiten Teil des Interviews über den Höhenrausch 2015 und die Partnerschaft mit der voestalpine, die über 2015 hinausgeht.

Interview Martin Sturm, Teil 2

Vor einem Jahr wurde der voestalpine open space eröffnet, wie waren die Reaktionen der Besucher?

voestalpine open space

voestalpine open space

Wenn die Menschen da hinauf kommen, dann löst der Raum etwas in ihnen aus, da entsteht eine Resonanz. Was das ist, ist schwer zu sagen, aber da passiert etwas. Zumindest für den Moment kann man dort oben sein „normales“ Wahrnehmungsgefüge durcheinanderbringen.

Ein Ziel des voestalpine open space und des Höhenrauschs ist es, Kunst für mehr Menschen zu öffnen. Ist das gelungen?

Und wie! Wir haben sehr viele Besucher, die nicht oder selten in ein Museum gehen würden. Die Menschen können hier Kunst in einem für sie angenehmen Kontext erleben, im Flanieren, sozusagen im Vorbeigehen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Kulturalisierung der Gesellschaft.

Der Höhenrausch 2015 hat das Thema „Das Geheimnis der Vögel“. Und der voestalpine open space wird zur Voliere …

alien productions, metamusic, 2015

Seit 2009 betreibt das OÖ Kulturquartier (OK) den Höhenrausch. 2015 steht der Kunstparcours in luftiger Höhe im Zeichen der Vögel. alien productions, metamusic, 2015

Hier werden zwanzig Papageien sechs Monate lang leben. Aber es geht dabei nicht ums Ausstellen der Vögel, wir sind ja kein Zoo. Es geht um die Interaktion: Die Künstler betreiben künstlerische Verhaltensforschung und die Besucher können das beobachten, das ist wie eine Aufführung und ein Labor gleichermaßen. Die Künstler bauen Geräte, die die Vögel nutzen. Dann geht es darum, herauszufinden, welche Klänge den Vögeln gefallen, welche Geräte häufiger benutzt werden.

Wie erleben Sie die Partnerschaft mit der voestalpine?

Es gibt eine starke Verbindung, nämlich die feste gemeinsame Überzeugung, dass das Gestalten der Zukunft ein dynamischer Prozess ist. Ob man das jetzt aus einer wirtschaftlichen Sicht betrachtet, indem man neue Produkte entwickelt, oder aus einer künstlerischen, indem man neue Wahrnehmungsmuster schafft, ist einerlei. Wir verspüren beide eine große Neugierde und Lust, Zukunft zu denken. Wir tauschen Ideen aus: über neue Räume, neue Möglichkeiten, mit Stahl Räume zu schaffen, neue Perspektiven der Stadtentwicklung. Diese gemeinsamen Denkräume und Haltungen haben Substanz.

"Mit der voestalpine haben wir die feste gemeinsame Überzeugung, dass das Gestalten der Zukunft ein dynamischer Prozess ist. "
ZitatMartin Sturm

Mehr Informationen: