Update: Qualifizierungsprogramm für asylberechtigte Flüchtlinge 3 Minuten Lesezeit
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Update: Qualifizierungsprogramm für asylberechtigte Flüchtlinge

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Karriere-Themen sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er Einblicke in die Arbeitswelten des voestalpine-Konzerns.

Der voestalpine-Konzern möchte rund 30 jugendlichen Asylberechtigten durch ein maßgeschneidertes Programm die Perspektive auf eine mögliche Lehrstelle an seinen österreichischen Standorten bieten. Im folgenden Interview gibt Gerhard Pommer, als Projektkoordinator, einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

Die voestalpine hat im Rahmen ihres Engagements für Flüchtlinge ein eigenes Modell zur Integration von asylberechtigten Jugendlichen in die Lehrlingsausbildung des Konzerns entwickelt. Seit Anfang März 2016 absolvieren die rund 15 Jugendlichen bei der voestalpine am Standort Linz ihr Qualifizierungsprogramm. Die voestalpine sieht dies als Teil ihrer sozialen Verantwortung und will damit insbesondere jungen Menschen fern ihrer Heimat eine Chance auf eine berufliche Zukunft geben: Weitere Informationen zum Qualifizierungsprogramm der voestalpine.

Im folgenden Interview gewährt Gerhard Pommer, Projektkoordinator und Leiter Personalmanagement der voestalpine Steel Division, einen Überblick über die bisherigen Entwicklungen sowie einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Herr Pommer, wie viele Jugendliche befinden sich aktuell im Qualifizierungsprogramm der voestalpine?

Im Moment befinden sich 14 Jugendliche im Qualifizierungs- und Vorbereitungsprogramm der voestalpine am Standort Linz. Eine Person konnte den Inhalten aufgrund der geringen Sprachkompetenz nicht folgen und hat das Programm wieder verlassen. Sonst lief alles nach Plan.

Update: Qualifizierungsprogramm für asylberechtigte Flüchtlinge

In den gemeinsamen Praxistagen im Ausbildungszentrum in Linz zeigte sich, dass die asylberechtigten Jugendlichen sehr konzentriert und motiviert an die Arbeit gehen.

Wie haben Sie das Ausbildungszentrum auf dieses Projekt vorbereitet?

Wichtig war, zu Beginn die Ausbilder gleich mit ins Boot zu holen. Dafür wurde zum Beispiel ein eigener Workshop organisiert, den der Integrationsbeauftragte des Arbeitsmarktservices (AMS) hielt. Ebenfalls eingebunden waren von Anfang an die Jugendvertrauensräte sowie der Betriebsrat.

Welche Erfahrungen haben Sie jetzt in den ersten Monaten gesammelt?

Das Projekt verläuft bisher sehr gut. Besonders hilfreich ist natürlich auch die Kooperation mit dem Linzer Sozialverein VSG (Vermittlung von Sprache, Kultur und Social Skills) und dem WIFI (praktische Übungen für technische Lehre).

"In den gemeinsamen Praxistagen im Ausbildungszentrum in Linz zeigte sich, dass die asylberechtigten Jugendlichen sehr konzentriert und motiviert an die Arbeit gehen."
ZitatGerhard Pommer, Projektkoordinator und Leiter Personalmanagement der voestalpine Steel Division

Die Fähigkeiten sind natürlich unterschiedlich verteilt, aber man versucht sich immer gemeinsam in der Gruppe zu helfen und zu unterstützen. Mit kleinen Tests versuchen wir, das bisher Erlernte regelmäßig abzufragen und so auch ableiten zu können, ob die Jugendlichen dem Unterricht folgen können. Dank der tollen Betreuung seitens unserer Ausbilder fielen die Tests sehr zufriedenstellend aus und zeigen auch die stetigen Fortschritte der Jugendlichen auf.