Werkstoff Stahl für eine nachhaltige Automobilindustrie 3 Minuten Lesezeit
Umwelt

Werkstoff Stahl für eine nachhaltige Automobilindustrie

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Die Entwicklung innovativer hoch- und ultrahochfester Sorten sichert auch langfristig die Zukunft von Stahl in der Automobilindustrie, da der Werkstoff gleichermaßen leicht und fest, dabei aber bestens verarbeitbar, recyclingfähig und wirtschaftlich ist. Gerade in der Lebenszyklusbetrachtung punktet der vielseitige Werkstoff: durch seine Multi-Recyclingfähigkeit kann Stahl immer wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Klimaschutz ist der wichtigste Treiber für Entwicklungen der Automobilindustrie, die aktuell den Markt der Elektromobilität boomen lassen. Fakt ist jedoch, dass Themen wie Batterieherstellung und -recycling derzeit dem batteriebetriebenen Elektroauto (BEV) noch einen gewaltigen Emissions-Rucksack aufbürdet. Mit der Verbesserung der Herstellungstechnologien und der Energiedichte der Akkus soll dieser jedoch zusehends schrumpfen. Fakt ist aber auch, dass die Emissionsvorteile eines E-Autos mit zunehmenden Anteilen von Öko-Strom im Angebotsmix wachsen. Werden fossile Brennstoffe für die Herstellung von Werkstoffen verwendet und stammt der Strom an den Ladestationen nicht aus erneuerbaren Energien, bleibt die Klimabilanz auch eines E-Fahrzeugs völlig unbefriedigend. Ökologisch gesehen hängt der Erfolg der Elektromobilität zu einem großen Teil vom Gelingen der Energiewende ab. Die eingesetzten Werkstoffe dürfen dabei jedoch nicht ausgeblendet werden. Im Vergleich zu Aluminium oder Carbon hat Stahl hier besondere Vorteile, weil er von vornherein mit geringerer Energie erzeugt sowie in der Folge weiterverarbeitet und schließlich ohne Qualitätsverlust recycelt werden kann. Das bestätigt auch die Studie „Die Rolle von Stahl in der Elektromobilität“ vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag von voestalpine.

Lebenszyklus Grafik

voestalpine-Stahl garantiert nachhaltigen Fahrzeugbau

Wer an Elektromobilität als einen Weg zur Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Emissionsminderung denkt, kommt also nicht an Stahl vorbei. Das betrifft nicht allein den notwendigen Einsatz von Elektrobändern in Motoren. Vielmehr bedeutet die konsequente Berücksichtigung der Nachhaltigkeit beim Automobilbau die Hinwendung zu Lösungen mit hochfestem Stahl. voestalpine ist mit hoch- und höchstfesten Werkstoffen bzw. Fahrzeugkomponenten daraus ein wichtiger Zulieferer der Fahrzeughersteller weltweit. Ihr Vorteil liegt in der Gewichtsreduktion und in ihrer unendlichen Wiederverwendbarkeit – im Gegensatz zu anderen Leichtbauwerkstoffen wie beispielsweise Aluminium und Carbon.

Die Berücksichtigung des Recyclings bei der Lebenszyklusbetrachtung (LCA) kennzeichnet den nachhaltigen Wert von modernen Stahllösungen im Automobilbau noch deutlicher. Berechnungen des Weltstahlverbandes worldsteel zeigen, dass für die Herstellung ein leistungsgleiches Bauteil aus Aluminium im Vergleich zu hochfestem Stahl ca. die 6,3fache Menge CO2 erzeugt, bei Carbon sogar die 7,5fache Menge.

automotive components

Stella – Die nachhaltige Zukunft der Automobilindustrie

Dem Thema Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie widmet sich auch eine neue Website der Steel Division. Stella, ein virtuelles Auto mit Persönlichkeit, welches eine Vielzahl an Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility gibt: Welche Rohstoffe kommen zum Einsatz? Wie sorgt die voestalpine für Transparenz in der Lieferkette? Wie umweltfreundlich ist die Herstellung von Stahl bei voestalpine? Wie helfen Leichtbau-Stähle den Kunden CO2 einzusparen?

Alle Informationen dazu gibt es unter https://www.voestalpine.com/stella/

Viktoria Steininger