voestalpine erhält Global EcoVision Award für Projekt H2FUTURE 3 Minuten Lesezeit
Umwelt

voestalpine erhält Global EcoVision Award für Projekt H2FUTURE

Mareike Felhofer
Mareike Felhofer ist im Team Internal Communications für die Mitarbeiterkommunikation verantwortlich. Für den Corporate Blog schreibt sie vorwiegend Artikel rund um die Themen health & safety, Corporate Responsibility, Umwelt und Energie oder lässt Mitarbeiteraktionen und –events Revue passieren.

Im Rahmen der „Exporters‘ Nite“ der Außenwirtschaft Austria am 24. Juni wurde neben den Exportpreisen heuer auch erstmals der Global EcoVision Award vergeben. Ausgezeichnet wurde damit die voestalpine AG für das Projektkonsortium H2FUTURE. Vertreter der voestalpine und des Projektteams nahmen den Preis von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer entgegen.

Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz

Die Außenwirtschaft Austria ist Teil der gesetzlichen Unternehmervertretung Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und sieht sich als Internationalisierungs- und Innovationsagentur der österreichischen Exportwirtschaft. Neben den traditionellen Exportpreisen für besonders erfolgreiche Außenhandelsbetriebe wurde heuer erstmals der Global EcoVision Award verliehen. Damit sollen „österreichische Unternehmen ausgezeichnet werden, die durch ihre innovativen Technologien, Produkte und Dienstleistungssysteme zu einer nachhaltigen Entlastung der Umwelt und zum Klimaschutz beitragen“, wie die WKO begründet. „Besonders angesprochen sind Unternehmen, die bereits Projekte in diesen Themenbereichen erfolgreich realisiert haben bzw. sich in der Entwicklungsphase befinden. Gesucht wird vorrangig nach Projekten, die einen Beitrag zur Erhaltung bzw. zum Ausbau von Technologieführerschaften österreichischer Unternehmen leisten, internationale Vorbildwirkung besitzen und aktiv zur Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft beitragen.“

Eine Jury bestehend aus Experten der WKO-Bereiche Umweltpolitische Abteilung, Außenwirtschaft und Fachverband Metalltechnische Industrie vergab den Award an die voestalpine AG für das Projektkonsortium H2FUTURE. Den Preis nahmen voestalpine-Umweltchef Johann Prammer und der Gesamtprojektleiter Rudolf Zauner (Verbund) entgegen.

Preisübergabe

v.l.n.r.: Gesamtprojektleiter Rudolf Zauner (Verbund) und voestalpine-Umweltchef Johann Prammer

Weitere Vertreter bei der Auszeichnungsgala in Wien waren von der voestalpine-Projektleitung, Irmela Kofler (Projektpartner K1-MET) und Eva Plunger (Verbund).

H2FUTURE – Green Hydrogen

Die ausreichende und in großtechnischem Maßstab stabil-gesicherte Verfügbarkeit von „grünem“ Wasserstoff ist eine der Grundvoraussetzungen für die langfristige Entwicklung von auf Wasserstoff basierenden „Breakthrough-Technologien“ für eine CO2-minimierte Stahlerzeugung.

Wasserstoff Elektrolyse

Am Linzer voestalpine-Standort, unweit des Kraftwerks, wird die weltweit größte und wirkungsstärkste PEM-Pilotanlage errichtet.

Das EU-Leuchtturmprojekt H2FUTURE untersucht zentrale Fragestellungen der Sektorkopplung von Energie und Industrie sowie die breitflächige Übertragbarkeit der Technologie auf EU-Ebene nicht nur für Stahlindustrie, sondern auch auf weitere Industriesektoren, die Wasserstoff im Produktionsprozess einsetzen könnten. Es kann damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Dekarbonisierung energieintensiver Industrien in Europa leisten.

Am voestalpine-Standort Linz wird derzeit eine der weltweit größten Versuchsanlagen zur Herstellung von „grünem“ Wasserstoff mit PEM (Proton Exchange Membrane)-Elektrolysetechnologie in großtechnischem Maßstab mit einer Produktion von 1.200 m3/Stunde sowie zur Bereitstellung netzdienlicher Services, gefördert vom Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking, errichtet. Das Projektkonsortium besteht aus Verbund, Siemens, APG, voestalpine und den wissenschaftlichen Partnern K1-MET und TNO.

Die Anlage soll noch heuer in Betrieb gehen.

Beitragsbild Preisübergabe

Preisübergabe

Mareike Felhofer