Leichtere Materialien für schnellere Trucks bei der Truck Race Trophy 2 Minuten Lesezeit
Mobilität

Leichtere Materialien für schnellere Trucks bei der Truck Race Trophy

Viktoria Steininger
Redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog, recherchiert und schreibt Viktoria Steininger auch selbst und gibt mit Geschichten Einblicke in den voestalpine-Konzern.

Mehr Fracht bei unverändertem Gesamtgewicht transportieren zu können – das ist der Traum aller Lkw-Entwickler und Spediteure.

Deshalb forschen Zulieferer und Hersteller stetig an Leichtbaumaterialien für den Lkw-Bau. Mittlerweile lassen sich an einer Zugmaschine allein durch eine neue Vorder- und Hinterradaufhängung 80 Kilogramm einsparen. Auch für Anhänger, Stoßfänger, Dachmodule, Türen und Achsen werden immer häufiger innovative Verbundwerkstoffe und Verarbeitungsverfahren eingesetzt, wie das patentierte „alphas® forming“, mit dem voestalpine Achsbrücken – hochbelastete Teile an der Hinterachse – in höchster Qualität bei gleichzeitig niedrigem Gewicht herstellt.

Truck Race Trophy am Red Bull Ring

Truck Race Trophy 2014 am Red Bull Ring mit dem voestalpine wing. Bild: © Sandro Zangrando / Red Bull Content Pool

Truck Race Trophy 2014 am Red Bull Ring mit dem voestalpine wing. Bild: © Sandro Zangrando / Red Bull Content Pool

Die Härteprüfung dieser Neuerungen findet nicht nur in den Entwicklungsabteilungen statt: Ihr spektakulärster Schauplatz ist die FIA European Truck Racing Europameisterschaft (ETRC), nach der Formel 1 die erfolgreichste Motorsportserie in Europa. Auch hier spielt das Gewicht eine große Rolle. Die Hersteller, darunter MAN und Mercedes-Benz, setzen ihre aus neuartigen Materialien gefertigten Bremsen, Handschaltgetriebe, Chassis und Kabinen aus der Serienproduktion hier unter Rennbedingungen ein.

Mit der Truck Race Trophy findet einer der wichtigsten EM-Läufe 2016 vom 29. April bis zum 1. Mai auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg statt: In insgesamt vier Rennen geht es um wichtige Punkte für die Krone des europäischen Trucksports. Die 5,5 Tonnen schweren Zugmaschinen sind dabei echte Kraftwerke: Ihre rund 1.200 PS Leistung und ein Drehmoment von 5.000 Nm liefern extreme Beschleunigungen – in unter sechs Sekunden donnern die Trucks vom fliegenden Start mit 60 km/h auf 160 km/h elektronisch abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit.

Ebenso überzeugend ist auch das Rahmenprogramm: mit Publikumsfahrten im Race Truck und Ausstellungen von historischen Trucks und US-Cars. Die Power-Trucks sind aber nicht die einzigen Renner, die in diesem Jahr den Asphalt des 4.318 Meter langen Red Bull Rings zum Glühen bringen. Im April ging es beim Red Bull Air Race in die Lüfte, im Mai kommt die DTM, im Juli die Formel 1 und im August macht die MotoGP in Spielberg Station.

Infografik Truck Race

Infografik Truck Race

 

Viktoria Steininger