2007/08: Überlegung „Edelweiss“ 2 Minuten Lesezeit
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2007/08: Überlegung „Edelweiss“

Volkmar Held

Das Stahlwerksprojekt am Schwarzen Meer, Codename „Edelweiss“, wurde aufgrund des Wirtschaftsabschwungs und der damit massiv verschlechterten langfristigen Konjunkturerwartungen eingestellt.

EdelweissIm wirtschaftlichen Hoch nahm die voestalpine 2007 die Errichtung eines integrierten Hüttenwerks am Schwarzen Meer in Angriff. Das Projekt „Edelweiss“ sollte helfen, den Stahlbedarf der Kunden des Konzerns langfristig zu decken und die Führung im Zukunftsstahlmarkt Osteuropa zu übernehmen.

Konjunktur-Hoch nutzen

Projekt Edelweiss„Edelweiss“ sollte dazu dienen, die boomende Nachfrage zu befriedigen und die Stahlproduktion des Konzerns bis 2013 annähernd zu verdoppeln. Vor allem die Standortfrage forderte das Planungsteam heraus. Neben den logistischen Aspekten waren da auch heikle Fragen nach politischer Stabilität zu erörtern. Zur Optimierung der Kosten wollte der Vorstand eine abzusehende Konjunkturwende nutzen. Im für 2012/13 erhofften Wiederaufschwung sollte die Produktion anfahren.

Raue Zeiten

Da 2008 die Wirtschaftskrise völlig unerwartete Dimensionen annahm, wurde das auf sieben Milliarden Euro veranschlagte Projekt gestoppt. Der ATX zeigte die Tendenz der Wirtschaftslage an: abwärts. Da sich zu viele Rahmenbedingungen stark verändert haben, blieb CEO Eder nur die Mitteilung über die Absage des Projekts „Edelweiss“. An seiner Stelle sollte wenige Jahre später ein Stahlwerk im texanischen Corpus Christi (USA) entstehen.

Vor zwei Jahrzehnten begann die voestalpine AG den Weg eines privatisierten, börsennotierten Unternehmens zu beschreiten. Die Serie „IPO 1995 – 20 Jahre an der Börse“ beschreibt markante Stationen auf dem Weg zum international erfolgreichen stahlbasierten Technologie- und Industriegüterkonzern.
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